Gladiolenthrips

Gladiolen-Thripse sind kleine, dunkelbraune Insekten, 1–1,5 mm lang, mit gefransten Flügeln. Sie gehören zu den gefährlichsten Schädlingen von Blütenpflanzen. Die Thripse legen ihre Eier in das Gewebe der Pflanzen. Aus den Eiern entwickeln sich gelbe oder orangefarbene Larven. Sowohl ausgewachsene Tiere als auch die Larven schädigen die Pflanzen, indem sie den Saft aus der Blüte saugen, was zu silbrigen Punkten und Flecken auf den Blättern führt.

Bei starkem Befall sterben die Blätter ab. Die Thripse dringen auch in die Knospen ein, die bei starkem Befall vertrocknen, ohne sich zu öffnen. Bei Temperaturen über 10 °C in Lagerhäusern schädigen die Thripse die gelagerten Knollen. Beschädigte Knollen sind mit einer charakteristischen braun-bräunlichen Kruste bedeckt.

Hohe Temperaturen begünstigen die schnelle Vermehrung der Thripse (während der Vegetationsperiode sind bis zu fünf Generationen möglich).

Besonders gefährlich sind Thripse für Gladiolen, Rosen, Primeln, Zitrusgewächse und Palmen.

Bekämpfungsmethoden gegen Thripse

Es sollten nur gesunde Knollen gepflanzt werden, beschädigte sind auszusortieren. Am besten pflanzt man die Pflanzen so früh wie möglich und hält eine Fruchtfolge ein, die die Ansammlung von Schädlingen dieser Krankheit im Boden verhindert.

Siehe auch:
Kartoffelmotte

Vor dem Pflanzen werden die Knollen 5 Minuten lang in Wasser bei 50 °C desinfiziert. Außerdem werden die Knollen mit Karbofos (20 g einer 40%igen Lösung auf 10 l Wasser), Schafgarbensud (900 g getrocknete, zerkleinerte Stängel und Blätter mit kochendem Wasser überbrühen, mit 10 l Wasser aufgießen und 36–48 Stunden ziehen lassen) oder Schöllkrautaufguss (3–4 kg frische oder 1 kg getrocknete Rohstoffe in 10 l Wasser 34–36 Stunden ziehen lassen, dann abfiltern) behandelt.

Während der Vegetationsperiode werden die Pflanzen mit Karbofos oder Aufgüssen von Kamille, Tomaten, Kartoffeln und Zwiebeln besprüht. Die Behandlung mit Insektiziden wird im Abstand von 10–14 Tagen wiederholt.

Während der Ernte werden die Knollen gut getrocknet und vor der Einlagerung in Knoblauch- oder Germeraufguss eingelegt.

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