Aronia-Pflanzungen leiden weniger unter Schädlingen als manche andere im Garten angebaute Kulturen. Es wurde jedoch beobachtet, dass die Schädlinge von Jahr zu Jahr auch diese Kultur zunehmend behelligen.
Die Aronia wird von der Kirschblattwespe, dem Rübenrüssler und der Blattlaus geschädigt. Erheblichen Schaden verursachen die Stängelgallmücke, der Knospenwickler oder der Ebereschenfruchtwickler.
Für die Aronia sind etwa 20 Insekten- und Milbenarten schädlich.
Ebereschenfruchtwickler
Besonders gefährlich ist der Ebereschenfruchtwickler, der in der Regel zwei Raupengenerationen hervorbringt. Die Raupen der ersten Generation verspinnen fünf bis sechs Knospen im Blütenstand der Eberesche und verursachen durch ihren Fraß in der zweiten Maihälfte und im Juni deren Vertrocknung. Die Verpuppung erfolgt in der zweiten Junihälfte bis Anfang Juli unter abgefallenen Blättern.
Gleichzeitig beginnt der Flug der Falter, die jeweils ein Ei auf die obere Seite gesunder Früchte legen. Aus den abgelegten Eiern schlüpfen Ende Juli bis Anfang August die Raupen der zweiten Generation. Sie umspinnen die Früchte mit Gespinsten und ernähren sich von ihnen bis Mitte September.
Die Behandlung der Pflanzen mit einer 0,2%igen Lösung von 80%igem Chlorophos, bevor die Raupen mit dem Spinnen der Nester beginnen, vernichtet bis zu 95% der Schädlinge.
Wirksam ist das Besprühen mit einer 0,2%igen Karbofos-Lösung. Die letzte Spritzung der Aronia mit Schädlingsbekämpfungsmitteln erfolgt spätestens 30 Tage vor der Reife und Ernte der Früchte.
Kirschblattwespe
Die Kirschblattwespe gehört zu den Vielbeeren-Schädlingen und befällt neben der Eberesche auch Kirschen (besonders Sandkirschen), Pflaumen, Felsenbirnen und Weißdorn. Auf die Eberesche gelangt sie von der Kirsche. Die Larve der Blattwespe frisst die Blätter aus. Sie wird bis zu 10 mm lang, ist grünlich-gelb gefärbt und oben mit schwarzem Schleim bedeckt. Erwachsene Larven überwintern in der oberen Bodenschicht. Ende Mai verpuppen sie sich. Im Juni schlüpfen die erwachsenen Tiere aus den Puppen, die ihre Eier auf die Blattunterseite legen.
Ein Weibchen kann bis zu 75 Eier ablegen. In der zweiten Julihälfte bis Anfang August schlüpfen die Larven aus den Eiern. Sie kriechen von der Blattunterseite auf die Oberseite und fressen das Blattfleisch. Die beschädigten Blätter rollen sich ein, trocknen aus und fallen ab, wodurch die Assimilationsfläche der Pflanze stark verringert wird.
Zur Bekämpfung der Blattwespe ist das Besprühen der Pflanzen beim Erscheinen der ersten Larven mit einer 0,2%igen Lösung von Chlorophos oder Karbofos wirksam. Gute Ergebnisse erzielt man mit einer 0,7%igen Sodalösung. Allerdings ist die Wirkungsdauer dieser Lösung kurz und nach sieben bis neun Tagen muss die Spritzung wiederholt werden, aber sie ist für Menschen und Nützlinge ungefährlich.
Zur Bekämpfung von Blattläusen werden die Sträucher mit einer 0,2-0,3%igen Karbofos-Lösung besprüht.