Rüben werden, wie andere Kulturen auch, häufig von Schädlingen befallen, die den Ertrag erheblich mindern können. Betrachten wir die Hauptschädlinge und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung.
Inhaltsverzeichnis:
Hauptschädlinge der Rüben
Rübenblattlaus
Im Juli erscheint auf der Roten Bete eine schwarze oder braune, geflügelte oder ungeflügelte Blattlaus. Die Blattlaus befällt die Blätter von der Unterseite, wodurch die gesamte Blattspreite deformiert wird und sich einrollt, die Blattstiele krümmen sich. Die Blätter werden gelb, welken und trocknen aus. Die Rübenblattlaus schädigt nicht nur Rüben, sondern auch Spinat, Rhabarber, Kürbis, Pastinak, sowie wilde Pflanzen wie Brennnessel, Gänsedistel und Kratzdistel.
Bekämpfungsmaßnahmen: regelmäßiges Besprühen der Pflanzen mit einem Aufguss aus Zwiebelschalen (200 g auf 10 l Wasser); Marienkäfer fressen Blattläuse gerne, daher werden Marienkäfer gesammelt und in den Rübenpflanzungen ausgesetzt.
Rübenminierfliege
In der zweiten Maihälfte beginnt der Flug des Weibchens dieses Schädlings und legt weiße Eier auf die Unterseite der Rübenblätter. Nach 10 Tagen schlüpfen aus den Eiern Larven, die von Mitte Juni bis einschließlich August Schaden anrichten. Die Larven leben im Inneren des Blattes, fressen das Blattgewebe und legen Gänge an, die gut sichtbar sind. Die Larven entwickeln sich über ein bis zwei Wochen. Im Sommer kann es zwei bis vier Generationen der Fliege geben.
Bekämpfungsmaßnahmen: Unkrautbekämpfung, insbesondere von Melde; Herbstumgraben des Bodens.
Rübennematode
Schaden verursachen sowohl die erwachsenen Insekten als auch ihre Larven. Während die Larven sehr klein und kaum erkennbar sind, sind die erwachsenen Weibchen der Nematode mit bloßem Auge sichtbar. Befallene Pflanzen haben welke Blätter von gelblich-grüner Farbe. Die Rübennematode befällt die Melde, und dieses Unkraut kann als Infektionsquelle dienen.
Bekämpfungsmaßnahmen: rechtzeitige Unkrautbekämpfung; bei der Ernte Beseitigung von Pflanzenresten und befallenen Pflanzen; Rückkehr der Rüben an denselben Standort frühestens nach drei Jahren.
Gewöhnlicher Rübenerdfloh
Der Schädling ist ein kleiner Käfer von dunkelbronzener Färbung mit grünem Schimmer. Der Schädling überwintert auf Unkräutern und wechselt im Frühjahr auf die Rübensämlinge. Die Erdflöhe schädigen die Wachstumsspitze der Pflanze, fressen runde Löcher in die Keimblätter, woraufhin die Sämlinge absterben können. Bei der erwachsenen Pflanze frisst der Käfer das Blattgewebe von der Außenseite. Besonders gefährlich sind die Erdflöhe im Zeitraum vom Auflaufen bis zur Bildung des vierten bis fünften Blattes sowie bei heißem und trockenem Wetter.
Bekämpfungsmaßnahmen: Unkrautbekämpfung, Behandlung der Pflanzen mit Holzasche oder Ascheaufguss, Bestäuben mit Tabakstaub.
Rübenschildkäfer
Früh im Frühling wandert ein Käfer, der einer Wanze ähnelt, von Unkrautpflanzen auf die Zuckerrüben. Er schädigt die Keimlinge bereits, bevor sie an der Erdoberfläche erscheinen, und später die Blätter, indem er Löcher in sie frisst. Stark beschädigte Pflanzen vertrocknen.
Bekämpfungsmaßnahmen: Unkrautvernichtung.