Zwiebelwurzelmilbe

Die erwachsene Form des Schädlings Zwiebelwurzelmilbe ist ein bis zu 1 mm langes, hellgelbes Insekt mit vier Beinpaaren. Die Larven ähneln den erwachsenen Milben, haben aber nur drei Beinpaare.

Ein sehr gefährlicher polyphager Schädling, der Tulpen, Hyazinthen, Narzissen, Lilien, Dahlien und Gladiolen schädigt. Die Wurzelmilben saugen die Schuppen und Knospen in den Zwiebeln aus und besiedeln geschwächte und durch die Basis beschädigte Pflanzen.

Infolgedessen werden die Zwiebeln morsch und fallen ab; kranke Pflanzen blühen nicht, sondern vertrocknen und sterben ab. Die Milbe ist nicht nur im Freiland gefährlich, sondern auch bei der Lagerung von Blumenzwiebeln. Das Milbenweibchen dringt in die Knollen ein und legt bis zu 800 weiße Eier, aus denen sich innerhalb von 20–25 Tagen Larven entwickeln.

Die Entwicklung der Schädlinge wird durch hohe Temperaturen (23–25 °C) und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit begünstigt.

Bekämpfungsmethoden gegen die Zwiebelwurzelmilbe

Als vorbeugende Maßnahmen sind Fruchtwechsel und die Beseitigung von Pflanzenresten zwingend erforderlich. Um das Pflanzen befallener Samen zu vermeiden, ist eine sorgfältige Auswahl und Beizung der Zwiebeln und Knollen notwendig. Dazu werden sie mit Kreide bestreut (20 g pro 1 kg behandelter Teile) oder 5 Minuten lang bei 50 °C erhitzt (für Tulpen 35–37 °C).

Siehe auch:
Gladiolenthrips

Während der Vegetationsperiode wird die Pflanze mit Karbofos (75 g einer 40%igen Lösung auf 10 l Wasser), mit Kamillenextrakt (200 g gemahlene Kamille mit 10 l heißem Wasser übergießen, 12 Stunden ziehen lassen, filtrieren und verwenden) und mit Tomatenblattextrakt besprüht. Für die Zubereitung dieses Extrakts werden 4 kg frische grüne Masse (nach dem Ausgeizen) mit 10 l Wasser übergossen und 2–3 Stunden gekocht.

Im Herbst kann man einen Sud aus getrocknetem Kraut zubereiten. Dazu werden 1 kg Masse mit 10 l Wasser übergossen und 4–5 Stunden ziehen gelassen, dann wird der Aufguss bei schwacher Hitze 2–3 Stunden gekocht, abgekühlt, filtriert und verdünnt (während des Kochens wird verdunstetes Wasser bis zum ursprünglichen Stand aufgefüllt). Gut verschlossen ist der Sud bis zu einem Jahr haltbar.

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