Das Alpenveilchen ist eine beliebte Zimmerpflanze mit einer knolligen Wurzel. Es hat grundständige, herzförmige Blätter mit einer silbrigen Zeichnung, die an langen Blattstielen sitzen. Die Blüten ähneln Schmetterlingen; ihre Blütenblätter sind nach hinten gebogen und spitz zulaufend. Je nach Sorte können die Blütenblätter gefranst oder glatt sein. Die Blütenfarbe kann sehr vielfältig sein, von Weiß bis zu einem kräftigen Burgunderrot.
Inhaltsverzeichnis:
Beschreibung der Pflanze
Das Alpenveilchen ist eine beliebte Zimmerpflanze mit einer knolligen Wurzel. Es hat grundständige, herzförmige Blätter mit einer silbrigen Zeichnung, die an langen Blattstielen sitzen. Die Blüten ähneln Schmetterlingen; ihre Blütenblätter sind nach hinten gebogen und spitz zulaufend. Je nach Sorte können die Blütenblätter gefranst oder glatt sein. Die Blütenfarbe kann sehr vielfältig sein, von Weiß bis zu einem kräftigen Burgunderrot.
Bei richtiger Pflege dauert die Blütezeit des Alpenveilchens etwa drei Monate. Die Knolle dieser Pflanze ist abgeflacht und hat einen Durchmesser von etwa 15 cm. Sie hat nur einen Wachstumspunkt; wird dieser beschädigt, stirbt die Pflanze unweigerlich ab.
Wachstumsbedingungen
Das Alpenveilchen wird oft als sehr anspruchsvolle und kapriziöse Pflanze angesehen, aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Diese Pflanze ist recht genügsam und benötigt keine besondere Pflege oder spezielle Wachstumsbedingungen.
Stellen Sie den Topf mit dem Alpenveilchen am besten an einen hellen Ort mit diffusem Licht. Am besten eignen sich dafür Fenster mit Ost- oder Westausrichtung. Im Sommer kann der Topf mit dem Alpenveilchen an ein Nordfenster gestellt werden, wo er zuverlässig vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
Im Winter gilt eine Temperatur von +12–14 °C als optimal für das Alpenveilchen. Auf höhere Temperaturen reagiert die Pflanze negativ. Tipp: Um die negativen Auswirkungen hoher Temperaturen auf das Alpenveilchen zu verringern, sollten Sie es täglich mit kühlem Wasser besprühen. Achten Sie dabei darauf, dass das Wasser nicht auf den Wachstumspunkt und die Blüten gelangt.
Für die Anzucht des Alpenveilchens eignet sich ein lockeres Substrat mit schwach saurer Reaktion. Es kann aus drei Teilen Laubhumus, einem Teil Torf und einem Teil Sand zusammengesetzt werden. Sie können auch eine fertige Blumenerde verwenden.
Während der aktiven Wachstumsphase, die beim Alpenveilchen von September bis März dauert, muss die Pflanze reichlich gegossen werden. Am besten eignet sich die Unterbewässerung, d.h. der Topf mit der Pflanze wird in einen Untersetzer mit Wasser gestellt. Dort bleibt er, bis die obere Erdschicht feucht ist. Anschließend wird das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer abgegossen.
Richtige Pflege
Die Pflege des Alpenveilchens ist ganz einfach. Halten Sie sich vor allem an die folgenden einfachen Regeln:
- Diese Pflanze benötigt zwar kühle Haltungsbedingungen, reagiert aber negativ auf Zugluft. Daher sollte Zugluft im Raum, in dem sich das Alpenveilchen befindet, vermieden werden.
- Während der aktiven Wachstumsphase muss die Pflanze gedüngt werden. Dafür kann jeder Volldünger für Zimmerpflanzen verwendet werden. Verdünnen Sie ihn gemäß der beiliegenden Anleitung.
- Alpenveilchen benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit, daher sollte die Luft um es herum regelmäßig besprüht werden.
Auch sollten Sie verwelkte Blüten stets von der Pflanze entfernen. Wenn Sie dies nicht tun, beginnen die Stielbasen zu faulen, was höchstwahrscheinlich zum Absterben der gesamten Pflanze führt. Die Blütenstiele sollten Sie dabei nicht abschneiden oder ausreißen, sondern vorsichtig herausdrehen.
Ruheperiode
Nach der Blütezeit tritt beim Alpenveilchen eine Ruhephase ein, und zu Beginn des Sommers sind keine Blätter mehr an der Pflanze. Ein Zeichen für den Beginn dieser Phase ist das Vergilben der Blätter. Danach wird die Bewässerung reduziert, bis sie auf ein Minimum zurückgefahren wird.
Achtung! Lassen Sie die Erde im Topf nicht vollständig austrocknen, sie sollte gelegentlich gegossen werden. Denn die Wurzeln der Pflanze sterben nicht ab, sondern bleiben lebendig. Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, erwacht das Alpenveilchen Anfang August und beginnt, neue Blätter zu treiben. Danach muss die Knolle in frische Erde umgetopft werden.
Vermehrung des Alpenveilchens
Das Alpenveilchen kann sowohl vegetativ, also durch Teilung der Knolle, als auch durch Samen vermehrt werden. Jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile.
Alle Pflegetipps für das Alpenveilchen im Video:
Teilung der Knolle
Diese Vermehrungsmethode kann nur bei ausgewachsenen und großen Knollen angewendet werden. Das Vorgehen ist dabei wie folgt:
- Waschen Sie die Knolle von Erdresten.
- Schneiden Sie sie mit einem scharfen Messer in Stücke, die jeweils einen Wachstumspunkt aufweisen sollten.
- Bestreuen Sie die Schnittstellen mit pulverisierter Holzkohle.
- Lassen Sie die Teilstücke einige Tage antrocknen.
- Pflanzen Sie sie in Erde ein, indem Sie sie höchstens zu zwei Dritteln eingraben.
Bei der Vermehrung durch Knollenteilung können Sie bereits im selben Jahr blühende Pflanzen erhalten.
Samenvermehrung
Das Alpenveilchen kann auch durch Aussaat von Samen vermehrt werden. Dazu bereitet man im Februar Aussaatschalen vor, die mit lockerer, wasserspeichernder Erde gefüllt werden. Um den Keimprozentsatz zu erhöhen, können die Samen vor der Aussaat mit Wachstumsstimulatoren behandelt werden. Beispielsweise erzielen die folgenden Präparate gute Ergebnisse:
- Epin
- Zirkon
- Spross
- Heteroauxin
Die Saattiefe sollte nicht mehr als 1 cm betragen. Die Samen können entweder in Reihen oder in beliebiger Anordnung ausgelegt werden, wobei der Abstand zwischen ihnen mindestens 2 cm betragen sollte. Anschließend werden sie mit einer sehr dünnen Schicht Erde bedeckt oder leicht mit Sand bestreut.
Nach der Aussaat werden die Gefäße mit einer Folie abgedeckt, vorzugsweise einer dunklen, und an einen warmen Ort gestellt. Die optimale Keimtemperatur sollte bei etwa +20°C liegen. Unter Einhaltung aller Bedingungen können nach 50-60 Tagen die ersten Keimlinge sichtbar sein.
Diese Zeitangaben sind jedoch nur Richtwerte, da es Sorten gibt, deren Samen bis zu 5 Monate keimen können. Achtung! Anfangs haben die Keimlinge noch keine Blätter; sie ähneln kleinen Erbsen mit einer einzelnen Wurzel.
In dieser Zeit ist es sehr wichtig, ein Austrocknen des Bodens zu vermeiden. Unmittelbar nach dem Erscheinen der ersten Keimlinge werden die Aussaatgefäße an einen gut beleuchteten Ort gestellt. Nach einiger Zeit erscheint an den jungen Pflanzen das erste Blattpaar, woraufhin mit dem Pikieren begonnen werden kann. Bei richtiger Pflege blühen die aus Samen gezogenen Pflanzen nach 7-11 Monaten.
Schädlinge der Pflanze
Am häufigsten trifft man an der Alpenveilchen die folgenden Schädlingsarten an:
- Blattläuse
- Thripse
- Milben
Blattläuse. Kleine Insekten, die sich von Pflanzensäften ernähren. In den meisten Fällen lassen sich Blattlauskolonien bevorzugt an den jungen Knospen und Trieben der Alpenveilchen nieder. Das erste Anzeichen für das Auftreten dieses Schädlings sind eingerollte Blätter. Zur Bekämpfung von Blattläusen werden systemische Insektizide eingesetzt.

Thripse. Treten meist bei hohen Lufttemperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit auf. Sie ernähren sich wie Blattläuse von Pflanzensaft. Dieser Schädling wird mit Insektiziden bekämpft. Die Alpenveilchenmilbe. Ein sehr kleiner, nahezu mikroskopisch kleiner Schädling, der sich auf der Unterseite der Blattspreiten ansiedelt.
Bei einer befallenen Pflanze beginnen sich die Blätter einzurollen, und die Knospen sterben ab, ohne sich entfaltet zu haben. Die Alpenveilchenmilbe wird mit insektiziden Präparaten bekämpft. Unter geeigneten Wachstumsbedingungen und bei richtiger Pflege kann das Alpenveilchen über 10 Jahre oder länger aktiv blühen und sich entwickeln.