Blühendes Kalanchoe: Pflege und Anbau in Innenräumen

In vielen Häusern kann man Pflanzen der Gattung Kalanchoe aus der Familie der Dickblattgewächse finden. Die Arten von Kalanchoe, die in der Zimmerpflanzenkultur vorkommen, zeichnen sich durch ihre Anspruchslosigkeit aus, wie die meisten Vertreter dieser Pflanzenfamilie. Es gibt jedoch Zeiten, in denen die Pflanze etwas Aufmerksamkeit und Pflege seitens des Gärtners erfordert.

Die blühende Kalanchoe benötigt beim Anbau als Topfpflanze besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Einige Kalanchoe blühen sehr schön. Die Blütezeit kann wiederholt werden, indem man der Pflanze bestimmte Bedingungen schafft.

Bedingungen für Wachstum und Blüte der Kalanchoe

Bei der Wahl des Standorts für den Topf mit der Kalanchoe hilft die Beschreibung der Lebensbedingungen der Pflanze in der natürlichen Umgebung. Kalanchoe wachsen in recht heißen Bedingungen der Tropen und Subtropen. Daher steht die Temperatur immer an erster Stelle. In Innenräumen werden am häufigsten drei Arten dieser Pflanze angeboten:

  • Kalanchoe pinnata
  • Kalanchoe Degremona
  • Kalanchoe Blossfelda

Den ersten beiden Pflanzen werden heilende Eigenschaften zugeschrieben. Alle drei Arten können in Innenräumen mit unterschiedlichem Zierwert blühen. Die schönste im blühenden Zustand ist jedoch die Kalanchoe Blossfelda. Diese Pflanze wurde erst vor relativ kurzer Zeit — im Jahr 1934 — beschrieben. Diese Kalanchoe-Art hat kompakte, schöne Büsche mit einer Höhe von 20 cm bis 30 cm, während andere Arten in Töpfen bis zu 0,6 m und sogar 0,9 m hoch werden können.

Die Färbung der Blütenstände der in Innenräumen kultivierten Kalanchoe Blossfelda kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt Exemplare mit rosa, orangefarbenen und gelben Blütenständen.

Die Blüten der wild wachsenden Kalanchoe Blossfelda sind rot gefärbt. Gerade diese Farbpalette macht die Kalanchoe Blossfelda bei Gärtnern sehr beliebt. Die Blütezeit beträgt mehrere Monate. In der Regel blüht die Kalanchoe vom Ende des Winters bis zur Mitte oder Ende des Frühlings. Ursprünglich war die Heimat aller Kalanchoe Afrika und Madagaskar.

Später akklimatisierten sie sich gut in anderen Gebieten mit warmem Klima, darunter in Asien, Australien, Neuseeland und Amerika. Alle Kalanchoe gehören zu den Sukkulenten, die Wasser speichern und bewahren können. Das Wort Kalanchoe wird als dicke Haut übersetzt, die die Wasserverdunstung verhindert.

Bei der Wahl eines Standorts für den Topf mit der Kalanchoe ist es empfehlenswert, Südfenster zu bevorzugen, wobei in der heißen Jahreszeit ein leichter Schatten geschaffen werden sollte. Dies ist notwendig, um die Blätter vor Verbrennungen zu schützen. Geeignet für die Pflanze ist auch ein Raum mit Fenstern, die nach Osten oder Westen ausgerichtet sind. Im Winter benötigt die Kalanchoe eine zusätzliche Lichtquelle. Bei zu kurzen Tageslichtstunden verliert die Pflanze ihren Zierwert.

Die gesamte Dauer der kontinuierlichen Beleuchtung sollte nicht weniger als 12 Stunden betragen. Andernfalls verlieren die Stängel im unteren Teil ihre Blätter, werden kahl und beginnen übermäßig in die Höhe zu wachsen. Im Sommer gedeiht das Kalanchoe gut bei +25 °C, im Winter — bei +12 °C. Die Luftfeuchtigkeit im Raum ist für den Anbau von Kalanchoe völlig unerheblich. Im Sommer reagiert die Blume jedoch gut auf Wasserbehandlungen in Form von Besprühen.

Wie pflanzt man Kalanchoe

Blühende Kalanchoe können durch Samen vermehrt werden. Dazu werden die Samen im zeitigen Frühjahr auf gut angefeuchtete Erde gelegt und mit Glas abgedeckt. Bis zum Auflaufen der Keimlinge wird der Topf an einem dunklen Ort aufbewahrt. Zwei- bis dreimal täglich wird das Glas zum Lüften angehoben. Im Laufe des Sommers werden die jungen Kalanchoe aus Samen zweimal geknipst, um einen buschigen Wuchs zu fördern. Im Herbst ist die Pflanze bereit, in einen Topf umgepflanzt zu werden.

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Alle Arten von Kalanchoe können durch Blatt- oder Stammstecklinge vermehrt werden. Darüber hinaus bilden Kalanchoe pinnata und Kalanchoe daigremontiana an den Blatträndern eine große Anzahl von Kindeln, die, sobald sie auf die Erde fallen, sofort zu wachsen beginnen. Zum Bewurzeln der Kindeln genügt es, die Blatt- oder Stammstecklinge in einer Schale mit feuchtem Sand zu platzieren und mit einem Glasgefäß abzudecken.

Während der Bewurzelung ist es wichtig, die Pflanze tagsüber bei einer Temperatur von +25 Grad und nachts bei +18 Grad zu halten. Nachdem die Wurzeln erschienen sind, kann das Kalanchoe in einen Topf mit Erde umgepflanzt werden. Stammstecklinge können auch in einem Glas Wasser gehalten werden, bis sich Wurzeln bilden. Für den Anbau von Kalanchoe kann man fertige Sukkulentenerde verwenden oder eine eigene Erdmischung zusammenstellen.

Dazu reicht es, zu gleichen Teilen zu mischen:

  • Humus
  • Sand
  • Rasenerde
  • Laub-Erde

Da Kalanchoe recht empfindlich auf den Nährstoffgehalt des Bodens reagiert, kann man zu je 10 kg der Mischung etwas Knochenmehl hinzufügen. Da es sich um einen recht starken organischen Dünger handelt, reicht nicht mehr als ein gehäufter Esslöffel. Um Staunässe zu vermeiden, wird auf den Boden des Topfes eine Schicht Blähton oder Ziegelbruch gegeben. Danach wird der Topf mit Erde gefüllt und der junge Kalanchoe-Setzling eingepflanzt. In der Regel blüht die Pflanze bei richtiger Pflege nach einem Jahr.

Wie pflegt man blühende Kalanchoe

Die Pflanze reagiert empfindlich auf das Gießen. Sie kann jedoch bei systematischem Wasserüberschuss eingehen. Daher wird die Gießhäufigkeit durch das Abtrocknen des Erdballens geregelt. Im Sommer muss die Pflanze neben dem Gießen unbedingt besprüht und mit einer warmen Dusche verwöhnt werden. Im Winter werden solche Maßnahmen nicht durchgeführt. Feuchtigkeit auf den Blättern kann zu dieser Zeit das Aussehen des Kalanchoe beeinträchtigen.

Blühendes Kalanchoe: Pflege und Anbau in Innenräumen

Im Sommer empfiehlt es sich, die Töpfe mit Kalanchoe auf Loggien oder Balkone zu stellen. Dort können sie gehalten werden, bis die Nachttemperatur auf +10 Grad zu sinken beginnt. Damit das blühende Kalanchoe möglichst lange die Fähigkeit zur Bildung neuer Blüten behält, werden die alten Blütenstände abgeschnitten.

Damit sich möglichst viele Blütentriebe bilden, werden die Triebe leicht eingeklemmt. Während der aktiven Wachstumsphase benötigt die Pflanze zweimal im Monat regelmäßige Düngung. Hierfür eignen sich beliebige flüssige Sukkulentendünger. Leider kommt es vor, dass alle Bedingungen scheinbar erfüllt sind, die Kalanchoe blossfeldiana aber nicht blüht.

Wie man der Kalanchoe zum Blühen verhilft

Es stellt sich heraus, dass die Kalanchoe zum Blühen eine gewisse Einschränkung der Sonnenlichtmenge benötigt. Die Kalanchoe blüht bei kurzen Tagen. Hier hilft dem Gärtner ein einfacher Trick, der den Lichttag verkürzt, ohne den Standort des Topfes oder die Bedingungen, unter denen die Kalanchoe wächst, zu ändern.

Man sollte aus Karton oder dickem Papier einen Kegel basteln und die Pflanze damit mehrere Stunden am Tag abdecken. Wenn man die Kalanchoe nicht nur im Frühling, sondern auch zu anderen Jahreszeiten blühend haben möchte, dann hilft diese Methode, die über vier — fünf Wochen durchgeführt wird, ihr zum zweiten Mal zum Blühen.

Video über den Anbau der Kalanchoe:

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