Lycoris: Pflege, Anbau, Umpflanzung

Die Heimat von Lycoris ist der Ferne Osten. Diese erstaunliche Blume wächst in China und Japan, Thailand und Korea, an den Küsten Myanmars und gilt dort als wilde Feldblume. Bei uns hingegen wird Lycoris in den südlichen Regionen als Garten- oder Zimmerpflanze angebaut und erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Liebhabern exotischer Pflanzen. Inhalt:

  • Arten von Lycoris
  • Anbau und Pflege von Lycoris
  • Tipps zur Vermehrung und Umpflanzung

Arten von Lycoris

In seiner Heimat umfasst Lycoris mehr als 20 verschiedene Unterarten, nach Russland wurden jedoch nur sechs eingeführt, und besondere Beliebtheit bei Hobbygärtnern genießen die vier wichtigsten:

  • Lycoris radiata
  • Lycoris sanguinea
  • Lycoris squamigera
  • Lycoris aurea

Jede der Unterarten ist wärmeliebend und bevorzugt eine Anbautemperatur von 27 °C im Garten und 19–20 °C im Zimmer. Lycoris radiata und Lycoris squamigera können bei richtiger Pflege eine Höhe von bis zu 60 cm erreichen, — Lycoris sanguinea kaum 40 cm. Besonders beliebt ist Lycoris radiata aufgrund seines originellen Aussehens mit schmalen, langen (bis zu 15 cm) Blütenblättern und Staubblättern. In Japan erhielt diese Blumenart den Namen «Leuchtende Spinne». Lycoris sanguinea blüht mit fünf bis sechs roten Blüten mit einem Durchmesser von 3–5 cm und hat kleine Blätter. In China gilt diese Art als eine der am weitesten verbreiteten Feldpflanzen. Plantagen des roten Lycoris werden dort sogar von speziellen Naturschutzbehörden geschützt. Lycoris squamigera ist in Südkorea bekannter. Die Blätter der Blume sind riemenförmig mit einem satten graugrünen Farbton, und die Blüten haben eine ungewöhnlich schöne bläulich-rosa Farbe, die trichterförmig ist. Der Blütendurchmesser beträgt 5–7 cm. Lycoris aurea ähnelt optisch einer Lilie, unterscheidet sich jedoch deutlich durch die langen, gebogenen Staubblätter. Die Blüten sind aufrecht, der Stängel erreicht eine Länge von bis zu 70 cm, die Blätter sind saftig und dunkelgrün.

Anbau von Lycoris

Die optimale Wahl für den Anbau von Lycoris sind sandige Böden mit Drainage, die mit organischen Stoffen gedüngt werden. Das Wichtigste, worauf man beim Anbau dieser Pflanze achten sollte, ist:

  • Temperatur
  • Gießen
  • Licht

Lycoris ist eine sehr wärmeliebende Pflanze, daher ist es beim Anbau wichtig, die erforderliche Temperatur genau einzuhalten. Bedenken Sie die trockene Luft in beheizten Räumen: Die Temperatur im Raum, in dem Lycoris gepflanzt wird, sollte 20 °C nicht überschreiten. Wenn die Pflanze im Gartenbeet wächst, wählen Sie die nördliche, leicht schattige Seite des Gartens, an der die Temperatur nicht über 27 °C steigt. Bei üppigem Wachstum von Stängeln und Blättern sollte gegossen werden, wenn die Erde vollständig getrocknet ist (auf keinen Fall austrocknen lassen). Die Erde sollte immer leicht feucht sein. Im Frühsommer, wenn die Blätter der Pflanze welken, und bis zur Blüte (August–September) wird die Blume nicht mehr gegossen. Für die Zucht eines kräftigen, blütentragenden Lycoris ist die richtige Beleuchtung erforderlich. Anfang April, wenn die Pflanze zu „erwachen“ beginnt und die Vegetationsperiode startet, kann in Innenräumen zusätzliches diffuses Licht erforderlich sein, da die Tageslichtperiode noch sehr kurz ist.

Im Garten oder im Blumenbeet sollte man für Lycoris Standorte wählen, die gut vor Wind geschützt, aber gleichzeitig von der Sonne gut erwärmt werden. Die Praxis zeigt, dass sich die Pflanzen in unserem Klima leicht im Halbschatten großer Laubbäume ansiedeln. Wenn die Pflanze gesund ist und gut blüht, benötigt sie weder zusätzliche Düngung noch Umpflanzen.

Tipps zur Vermehrung und Umpflanzung

Lycoris: Pflege, Anbau, Umpflanzung

Lycoris ist eine anspruchslose Pflanze, die bis zu 4–5 Jahre am selben Standort leben kann; erst nach diesem Zeitraum benötigt sie eine Umpflanzung. Dies gilt natürlich nicht für kranke und verwelkende Pflanzen, die dringend besondere Pflege, Nährstoffzufuhr und sofortige Umpflanzung benötigen. Die Umpflanzung der Blume erfolgt am besten im Herbst. Für die Zwiebeln sollte eine Erde mit folgender Zusammensetzung vorbereitet werden: je ein Teil Sand, Torf und Lauberde. In diese Mischung werden die Zwiebeln in einer Tiefe von 12–14 cm gesetzt und ohne Bewässerung in diesem Zustand überwintert. Die Pflanze vermehrt sich durch Samen und Tochterzwiebeln. Jede Zwiebel teilt sich jährlich in zwei, die erst nach der Blüte des Lycoris getrennt werden können. Die abgetrennte Zwiebel bewurzelt sich sehr langsam und kann im Jahr der Umpflanzung keine Blüten hervorbringen.

Die Ruheperiode für die Pflanze ist nicht nur der Winter, sondern auch der Sommer. In den Sommermonaten fallen die Blätter ab, und die Pflanze „schläft“ bis August–September ein. Während der Blütezeit erscheinen am Stiel bis zu 3–5 Blüten, die 3 bis 4 Wochen halten.

Nach der Trennung und Einpflanzung einer neuen kleinen Zwiebel sollte man nicht mit einer großen und langen Blüte rechnen – Lycoris wächst widerwillig und langsam und benötigt für die Entwicklung eines starken Wurzelsystems manchmal bis zu 5–6 Monate. Nur bei Einhaltung der erforderlichen Temperatur, Bewässerung und richtigen Beleuchtung kann erreicht werden, dass Lycoris zu einer wirklich atemberaubenden Zierpflanze in Ihrem Garten wird. Genießen Sie die Schönheit des Lycoris im Video:

Siehe auch:
Neubelgische Aster, Pflanzung und Pflege, Verwendung in der Landschaftsgestaltung

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?