Diejenigen, die im Winter einen «Garten auf der Fensterbank» anlegen, sind sicherlich schon auf die Situation gestoßen, dass an den Pflanzen auf den Blättern charakteristische «Bläschen» auftreten. Dabei handelt es sich um ein Ödem (Wassersucht) — eine physiologische Störung, die durch überschüssige Feuchtigkeit im Gewebe verursacht wird. Die Gärtnerin Swetlana Samoilowa erklärt, wie ein Ödem aussieht, wodurch es entsteht und wie man es wirksam bekämpft.
Inhaltsverzeichnis:
Welche Pflanzen befällt das Ödem (Wassersucht)?
Im Wintergarten werden am häufigsten Paprikas befallen, seltener Tomaten. Es ist einfach zu erkennen, dass es sich um ein Ödem handelt. Auf der Blattunterseite, entlang der Blattadern oder an den Blattstielen erscheinen kleine Bläschen (Schwellungen). Zu den Symptomen gehört auch — eine Farbveränderung der Bläschen: von weißlich und grün zu gelb und braun. Vergilbung und Abfallen der Keimblätter und unteren Blätter. Bei Fortschreiten der Krankheit — harte Knötchen auf den Blättern.
Ursachen für das Auftreten von Ödemen
Ein Ödem entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen der Wasseraufnahme durch die Wurzeln und der Verdunstung durch die Blätter. Infolgedessen sammelt sich überschüssige Feuchtigkeit im Gewebe an, was zur Bildung von Schwellungen und Bläschen führt.
Dies kann durch mehrere Faktoren verursacht werden:
Hohe Luftfeuchtigkeit. Im Winter, wenn die Heizung eingeschaltet ist, wird die Luft in den Räumen trocken. Wenn Sie jedoch die Pflanzen häufig gießen, kann sich überschüssige Feuchtigkeit ansammeln und zu Ödemen führen.
Falsches Gießen. Übermäßiges Gießen oder die Verwendung von Erde mit schlechter Drainage kann ebenfalls zur Entwicklung von Ödemen beitragen. Die Wurzeln können nicht das gesamte Wasser aufnehmen, und dies führt zu dessen Ansammlung in den Zellen.
Temperaturschwankungen. Starke Temperaturwechsel, insbesondere kalte Luft, die vom Fenster kommt, können bei der Pflanze Stress verursachen, was ebenfalls zu Ödemen führen kann.
Wie kann man das Auftreten von Ödemen verhindern?
Zunächst sollte man die Bewässerung regulieren. Es reicht aus, den Topf mit der Paprika mehrmals vollständig austrocknen zu lassen und dann plötzlich reichlich zu gießen, und schon hat man ein Ödem. Daher sollte man übermäßiges Gießen und Staunässe im Boden vermeiden. Gießen Sie mit abgestandenem Wasser bei Raumtemperatur.
Ein zweiter wichtiger Punkt: Verwenden Sie Töpfe mit Drainagelöchern, die zum Abfließen überschüssiger Feuchtigkeit erforderlich sind. In großen Töpfen ist es schwierig, die Feuchtigkeitsmenge zu kontrollieren, daher ist eine Drainageschicht unerlässlich.
Wenn es auf Ihrer Fensterbank sehr heiß ist (Temperaturen über 28–30 °C), sollten Sie die Temperatur senken. Ventilatoren und Lüften eignen sich dafür.
Und schließlich sollten Sie prüfen, wie Ihre Pflanzen auf der Fensterbank wachsen. Stellen Sie die Töpfe etwas freier auf und vergrößern Sie den Abstand zwischen ihnen. Die Blätter der Setzlinge sollten sich nicht berühren.
Wichtig! Befallene Blätter erholen sich nicht, aber bei einer Anpassung der Bedingungen werden neue Blätter gesund wachsen.