Unkräuter — wahre Schädlinge, die weder im Garten noch im Rasen Ruhe lassen. Wie kleine Vampire saugen sie Feuchtigkeit und Nährstoffe aus dem Boden und lassen den Pflanzen keine Chance auf ein vollwertiges Wachstum. Aber verzweifeln Sie nicht. Es gibt viele Methoden, diese grünen Eindringlinge zu bekämpfen, ist sich die Gärtnerin Marina Iwanowa sicher.
Vom einfachen Mähen und Jäten bis zur Anwendung biologischer Präparate und chemischer Mittel — die Auswahl ist groß. Wenn Sie einen idealen Garten schaffen möchten, müssen Sie sich anstrengen.
Inhaltsverzeichnis:
Jäten oder Pflügen
Natürlich kann man alle Unkräuter von Hand entfernen, aber das ist körperlich anstrengend. Versuchen Sie es zunächst einmal, vielleicht klappt es ja. Nehmen Sie eine Schaufel, eine Handkelle und roden Sie die Unkräuter methodisch aus, wobei Sie versuchen, die Wurzeln vollständig zu entfernen. Im Boden zurückgelassene Wurzelteile können schnell neue Triebe bilden, daher ist es wichtig, äußerst gründlich zu sein.
Außerdem kann man jederzeit auf technische Hilfe zurückgreifen. Minitraktor, Motorhacke oder Kultivator — wahre Verbündete im Kampf gegen Unkraut. Sie helfen, den Boden schnell umzugraben und erleichtern die Arbeit erheblich.
Und natürlich sollte man die traditionellen landwirtschaftlichen Methoden nicht vergessen: Jäten und Pflügen. Sie sind vielleicht nicht so schnell wie der Einsatz von Maschinen, dafür aber umweltfreundlicher und schonender für die Umwelt.
Bodenbakterien
Wenn die erste Methode nicht funktioniert hat, versuchen Sie es mit der „grünen Artillerie“ — Bodenbakterien. Bereiten Sie zunächst die Fläche vor: Mähen Sie das Gras oder entfernen Sie die Grasnarbe mit einer Schaufel, indem Sie sie umdrehen. Dann bewässern Sie die Fläche mit einem speziellen Biopräparat, das die Zersetzung organischer Rückstände beschleunigt. Kaufen Sie ein beliebiges im Gartencenter und verwenden Sie es gemäß der Anleitung.
Decken Sie die Fläche nun mit dichtem schwarzem Vlies oder Folie ab und lassen Sie sie bis zum Frühjahr liegen. Zur nächsten Saison erhalten Sie humusreiche Erde, die für die Bepflanzung mit allen Pflanzen bereit ist.
Es ist wichtig zu beachten, dass sogar eine einfache Abdeckung der Fläche mit Vlies innerhalb eines Jahres die Unkräuter vernichtet. Die Anwendung von Biopräparaten beschleunigt jedoch den Prozess und bringt zusätzlichen Nutzen: Die darin enthaltenen Mikroorganismen stellen die Bodenfruchtbarkeit wieder her, indem sie den Boden mit Nährstoffen anreichern, die für ein gesundes Pflanzenwachstum notwendig sind.
Chemie
Moderne Technologien bieten eine effizientere und schnellere Möglichkeit – Herbizide. Diese chemischen Präparate wirken als Gift für unerwünschte Pflanzen, dringen in ihr Gewebe ein und stoppen das Wachstum. Kurz nach der Behandlung welken die Unkräuter und hinterlassen nur trockene Rückstände, die leicht zu entfernen sind.
Man sollte jedoch bedenken, dass Herbizide kein Zaubermittel sind, sondern chemische Substanzen, die eine gewisse Zeit im Boden verbleiben. Die Zersetzungszeit kann von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten betragen, daher darf man nach der Behandlung nicht sofort neue Pflanzen setzen.
Für maximale Wirksamkeit sollten Herbizide am besten zu Beginn der Vegetationsperiode angewendet werden, wenn die Unkräuter noch jung und schwach sind. Man kann die Unkräuter vorher mähen, um sie zu schwächen und den Mittelverbrauch zu reduzieren.