Wir haben bereits erzählt, wie eine Gärtnerin Tomaten in Torftabletten gepflanzt hat.
Diese Methode des schnellen und einfachen Anbaus von Tomatensetzlingen zu Hause erfordert keine komplizierten Verfahren oder teuren Materialien. Zur Erinnerung: Zu Beginn wird die Torftablette in einen Plastikbecher gegeben und mit warmem Wasser (ca. 60°C) übergossen. Die benötigte Wassermenge reicht aus, um die Tablette gerade zu bedecken. Nach zehnminütigem Quellen des Torfs wird in seiner Mitte eine Vertiefung gemacht, in die das Tomatensamen gelegt und mit einer kleinen Menge Erde bedeckt wird.
Dieser Vorgang wird mit mehreren Bechern wiederholt. Dann werden die Becher zur Feuchtigkeitshaltung und Beschleunigung der Keimung mit Frischhaltefolie abgedeckt. Die Keimlinge erscheinen nach einigen Tagen.
Aber bereits Anfang Mai in den zentralen Regionen Russlands können die in Torftabletten gezogenen Setzlinge ins Gewächshaus umgepflanzt werden.
«Innerhalb eines Monats umhüllen die Tomatenwurzeln die gesamte Tablette, daher muss man sie mitsamt der Tablette in die Erde pflanzen», —.
Laut der Gärtnerin müssen vor dem Pflanzen die Löcher vorbereitet werden, indem man in jedes zwei Handvoll Humus und Holzasche gibt. Mit einer Schaufel direkt in der Erde vermischen.
«Dann nehmen wir die Setzlinge in der Tablette, pflanzen sie in die Erde, bedecken die Wurzeln. Danach gründlich gießen», — fasste die Gärtnerin zusammen.
Man muss verstehen, dass die richtige Pflanzung von Tomaten im Gewächshaus direkten Einfluss auf die zukünftige Ernte hat. Die optimalen Größen der Pflanzlöcher hängen von der Höhe der Setzlinge ab.
Für Setzlinge mit einer Höhe von bis zu 40 Zentimetern sollte das Loch etwa genauso tief und breit sein, ungefähr 20 bis 30 Zentimeter. Dabei muss der Wurzelhals der Tomate 10–15 Zentimeter tief eingegraben werden.
Vor dem Pflanzen entfernen Sie unbedingt alle unteren Blätter. Im Boden verbleibende Blätter faulen, was Pflanzenkrankheiten auslösen kann.
Für Setzlinge, die 40 cm Höhe überschreiten, wenden Sie eine schräge Pflanzung an, die die Bildung neuer Wurzeln anregt. Die Größe des Lochs erhöht sich in diesem Fall: Breite bis zu 40 Zentimeter und Tiefe bis zu 30 Zentimeter.
Eine wichtige Rolle spielt auch der Abstand zwischen den Tomatenpflanzen. Zu dichte Bepflanzung wirkt sich negativ auf den Ertrag aus, ebenso wie zu spärliche Bepflanzung. Für eine optimale Nutzung des Gewächshausraums werden folgende Abstände empfohlen: niedrig wachsende – 40 Zentimeter, mittlere – 45 Zentimeter, hohe – 50 bis 60 Zentimeter.
Die Löcher werden in versetzter Anordnung gepflanzt, mit Gängen zwischen jeweils zwei Reihen. In einem kleinen Gewächshaus können die Pflanzen entlang zweier Linien gesetzt werden. Es ist wichtig, ausreichend Abstand zu den Wänden des Gewächshauses zu lassen, um das Wachstum der Pflanzen nicht einzuschränken.