Draußen ist noch Winter, aber es ist bereits an der Zeit, über den zukünftigen Blumengarten nachzudenken. Hier sind 15 Zierpflanzen, die es sich lohnt, gerade im Februar auszusäen, sowie allgemeine Regeln, ohne die selbst die richtige Aussaat kein Ergebnis bringt.
Inhaltsverzeichnis:
immerblühende Begonie
Kompakte Pflanze mit langer Blütezeit. Sie entwickelt sich langsam, daher ist eine frühe Aussaat gerechtfertigt.
Die Samen werden nicht eingetieft. Die Keimlinge erscheinen gleichmäßig, wachsen aber langsam. Die Begonie mag konstante Feuchtigkeit und diffuses Licht. Direkte Sonne ist während der Anzucht schädlich.
Hybride Verbene
Effektvolle Blume für Rabatten und Container. Die Samen keimen ungleichmäßig, manchmal bis zu 3 Wochen.
Vor der Aussaat ist eine leichte Stratifikation hilfreich: 5–7 Tage in einem feuchten Tuch im Kühlschrank. Das erhöht die Keimfähigkeit.
Viola (Stiefmütterchen)
Bei einer Aussaat im Februar blüht sie bereits im Mai. Die Samen werden flach eingearbeitet.
Viola mag Kühle, daher wird die Temperatur nach dem Auflaufen auf 14–16°C gesenkt. Bei Hitze schießen die Setzlinge.
Chabaud-Nelke
Klassische Blume mit intensivem Duft. Von der Aussaat bis zur Blüte vergehen 5–6 Monate.
Die Samen werden flach eingearbeitet. Die Keimlinge erscheinen bei einer Temperatur um 18°C. Die Nelke mag keine Hitze, daher sollte die Temperatur nach dem Auflaufen gesenkt werden.
Heliotrop
Wird für Duft und intensive Farbe geschätzt. Entwickelt sich langsam, daher ist eine Aussaat im Februar gerechtfertigt.
Die Samen werden leicht in die Erde gedrückt. Heliotrop mag Wärme und Licht, verträgt aber keine Übernässung.
Delphinium
Hohe akzentbildende Staude. Die Samen benötigen Kälte zum Keimen. Stratifikation ist obligatorisch. Nach dem Auflaufen werden die Setzlinge kühl gehalten.
Calceolaria
Ungewöhnliche Pflanze mit „Schühchen“-Blüten. Blüht früh, erfordert aber sorgfältige Pflege.
Die Samen werden oberflächlich ausgesät. Die Hauptschwierigkeit ist die Aufrechterhaltung einer moderaten Feuchtigkeit ohne Überwässerung. Calceolaria verträgt keine trockene Luft.
Coleus
Zierpflanze mit dekorativem Laub. Wächst schnell, benötigt aber einen frühen Start für schöne Büsche.
Die Samen werden oberflächlich ausgesät. Nach dem Erscheinen von 3–4 echten Blättern wird pinziert.
Lavendel
Staude, die obligatorische Stratifikation erfordert. Der Februar ist die optimale Zeit, um die Kälteperiode zu durchlaufen und noch Setzlinge zu erhalten.
Die Samen werden 3–4 Wochen lang stratifiziert, dann oberflächlich ausgesät. Die Keimung ist langsam, aber das Ergebnis lohnt das Warten.
Lobelia
Eine der beliebtesten Blumen für Beeteinfassungen, Kübel und Balkonkästen. Die Lobelie entwickelt sich langsam, daher ist die Aussaat im Februar — eine Notwendigkeit, keine Laune.
Ihre Samen sind staubfein, sie werden nicht in die Erde eingearbeitet, sondern auf der Oberfläche verteilt. Es ist praktisch, die Samen mit trockenem Sand zu mischen. Die Keimlinge erscheinen nach 7–14 Tagen. Im frühen Stadium ist die Lobelie äußerst empfindlich gegen Austrocknung, daher werden die Aussaten unter einer durchsichtigen Abdeckung gehalten und täglich gelüftet.
Pelargonie
Eine zuverlässige und dankbare Pflanze. Die Februaraussaat ermöglicht es, bereits zu Beginn des Sommers blühende Büsche zu erhalten.
Die Samen werden in einer Tiefe von 0,5–1 cm eingearbeitet. Die Pelargonie mag keine übermäßige Feuchtigkeit und schwere Böden.
Petunie
Die Petunie — die Königin der Sommerbeete, aber auch eine der «launischsten» im Setzlingsalter. Die Februaraussaat ist für ampelartige und kaskadenförmige Formen sowie für großblumige Hybriden gerechtfertigt.
Die Samen sind Oberflächensamen, Lichtkeimer. Der Boden sollte maximal locker sein. Der Hauptfehler — Überwässerung. Die Petunie verträgt kurzfristige Trockenheit besser als Staunässe.
Primel
Eine früh blühende Staude. Viele Arten benötigen eine Stratifikation.
Die Samen werden oberflächlich ausgesät, häufig wird Schnee verwendet. Die Keimlinge können ungleichmäßig erscheinen.
Salvia splendens
Ein leuchtender Akzent für Beete. Sie entwickelt sich gut bei Februaraussaat, besonders in Regionen mit kurzem Sommer.
Die Samen werden mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt. Die Keimlinge erscheinen gleichmäßig. Salvia splendens ist lichtbedürftig und verträgt keine dichte Aussaat.
Eustoma (Lisianthus)
Eine Blume für Geduldige. Von der Aussaat bis zur Blüte können bis zu 5–6 Monate vergehen, daher ist der Februar — der minimal zulässige Zeitpunkt.
Die Samen sind klein, oft pelletiert. Die Keimtemperatur — 22–24°C. Eustoma ist extrem empfindlich gegen plötzliche Veränderungen der Bedingungen und verträgt das Pikieren schlecht, daher wird sie sofort in einzelne Behälter gesät.
Anzuchterde
Für die Februaraussaat benötigt man ein leichtes, lockeres und luftdurchlässiges Substrat. Seine Aufgabe — Feuchtigkeit zu halten, aber nicht zu einem Sumpf zu werden. Ideale Erde lässt sich leicht in der Hand zusammendrücken und ebenso leicht wieder auseinanderfallen.
Wenn eine fertige Anzuchtmischung verwendet wird, wird sie unbedingt mit den Händen geprüft. Wenn sie klebrig, schwer und zu einem festen Klumpen geformt ist — eine solche Erde lockert man besser auf, indem man Perlit oder groben Sand hinzufügt. Für die eigene Herstellung nimmt man in der Regel eine Torfbasis oder Kokossubstrat, fügt Gartenerde und Wurmhumus für eine minimale Nährstoffversorgung sowie ein Lockerungsmittel für die Struktur hinzu.
Mir persönlich gefällt die Erde aus Maulwurfshügeln sehr gut — sie ist locker und körnig.
Beleuchtung und Zusatzbeleuchtung
Der Februar — ist der schwierigste Monat in Bezug auf die Beleuchtung. Die Tage sind kurz, die Sonne steht tief und die Fensterbänke werden oft durch die Heizkörper überhitzt. Ohne zusätzliche Beleuchtung ist es praktisch unmöglich, starke Setzlinge zu bekommen.
Blumensetzlinge brauchen viel Licht, aber keine Hitze. Die Beleuchtung wird sofort nach dem Auflaufen der Keimlinge eingeschaltet, bei lichtkeimenden Kulturen sogar schon davor. Die Beleuchtungsdauer sollte mindestens 12 Stunden pro Tag betragen, für Pflanzen wie Petunien, Lobelien und Buntnessel (Coleus) eher nahe an 14 Stunden.
Die Lampen werden in einem Abstand von etwa 20 Zentimetern zu den Pflanzenschalen angebracht. Wenn die Setzlinge in die Höhe schießen, wird die Lampe tiefer gesetzt. Das Licht sollte gleichmäßig sein und nicht als konzentrierter Fleck in der Mitte.
Setzlinge auf der Fensterbank werden regelmäßig gedreht, damit die Pflanzen sich nicht zur einer Seite neigen. Ein Reflektor aus weißem Karton oder Folie, der auf der dem Fenster gegenüberliegenden Seite angebracht ist, erzielt eine gute Wirkung.
Drainage
Die Drainage in den Aussaatschalen — ist kein «für den Notfall» und keine Formalität. Ihre Aufgabe besteht nicht so sehr darin, überschüssiges Wasser abzuleiten, sondern das Versauern der unteren Erdschicht zu verhindern und den Wurzeln Luftzugang zu ermöglichen. Besonders kritisch ist dies für die Setzlinge im Februar, die lange in einem begrenzten Bodenvolumen bleiben und oft unter Feuchtigkeitsschwankungen leiden.
In jedem Behälter für Setzlinge müssen Löcher vorhanden sein. Ohne diese verdichtet sich selbst die leichteste Erde mit der Zeit, die untere Schicht bleibt ständig nass, die Wurzeln ersticken und die Pflanzen beginnen ohne ersichtlichen Grund zu kümmern. Wenn Sie Plastikbehälter ohne Löcher kaufen, müssen Sie diese unbedingt selbst anbringen, bevor Sie die Erde einfüllen (praktisch mit einem Lötkolben oder einem über der Gasflamme erhitzten Nagel, da der Behälter bei Verwendung von Ahle oder Schere oft reißt).
Auf den Boden der Becher und Töpfe wird eine Drainageschicht gegeben. Für Setzlinge reichen 1-2 Zentimeter völlig aus. Am häufigsten wird Blähton mittlerer Körnung verwendet, weil er leicht ist, den Boden nicht versauern lässt und nicht verklumpt. Auch feiner Kies und grober Perlit sind geeignet. Hauptsache — dass das Material nicht zu einem dichten «Pfropfen» wird.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Drainage nicht vor Überwässerung schützt, wenn man gedankenlos gießt. Sie gibt nur einen Spielraum für Fehler. Daher sollte selbst bei guter Drainage das Gießen maßvoll sein, und das überschüssige Wasser muss nach dem Gießen unbedingt in den Untersetzer abfließen.
Temperaturregime
Die Temperatur beeinflusst direkt die Wachstumsgeschwindigkeit und die Qualität der Setzlinge. Vor dem Auflaufen benötigen die meisten Blumen eine warme Umgebung. Idealerweise ist dies eine warme Fensterbank oder ein Platz neben der Heizung. Am besten kauft man eine spezielle Heizmatte für Setzlinge (auf Marktplätzen kosten sie nur ein paar Cent).
Sobald jedoch die Keimlinge erschienen sind, ändert sich die Vorgehensweise drastisch. Wenn man die gleiche Temperatur wie während der Keimung beibehält, beginnen die Pflanzen in die Höhe zu schießen. Daher wird die Temperatur nach dem Auflaufen nach Möglichkeit gesenkt. Schon ein Unterschied von wenigen Grad verbessert die Qualität der Setzlinge merklich.
Tagsüber versuchen Sie, die Setzlinge in mäßig warmen Bedingungen zu halten, nachts — in kühleren. Wenn die Wohnung warm ist, stellen Sie die Pflanzen weiter weg von den Heizkörpern und verwenden Sie Folienabschirmungen, um heiße Luft abzuschirmen. Sie lüften regelmäßig, aber ohne Zugluft.
Vorbereitung zur Pflanzung
Februar-Setzlinge wachsen lange unter komfortablen Bedingungen, und der abrupte «Ausgang» ins Freie ist für sie — ein starker Stress. Damit die Pflanzen nach dem Umpflanzen im Wachstum nicht stagnieren, bereiten Sie sie rechtzeitig vor.
Beginnen Sie die Abhärtung etwa zwei Wochen vor dem Auspflanzen. Zuerst erhöhen Sie das Lüften, dann bringen Sie die Setzlinge auf den Balkon oder ins Gewächshaus oder in den Schatten im Freien und nur für eine halbe Stunde kurz in die Sonne. Jeden Tag verlängern Sie die Zeit im Freien.
An die Sonne gewöhnen Sie die Pflanzen separat. Die ersten Ausgänge machen Sie nur bei diffusem Licht. Dann fügen Sie die Morgensonne hinzu und erst ganz am Ende — helleres Licht. Wenn Sie diese Phase überspringen, bekommen die Blätter Verbrennungen, und die Pflanze erholt sich lange.