«Steckzwiebeln haben absolut keine Angst vor Frost. Man kann sie sogar im Spätherbst, vor dem Winter, pflanzen — so der Kandidat der Agrarwissenschaften, Dozent, Direktor des Botanischen Gartens Stawropol, Wladimir Koschewnikow. — Die entscheidende Bedingung ist, dass die Zwiebeln rechtzeitig ein kräftiges Wurzelsystem entwickeln und sich vor dem Einsetzen dauerhafter Fröste zuverlässig im Boden verankern. Allerdings hat diese Methode eine Besonderheit: Im Herbst gepflanzte Zwiebeln bilden häufig Blütenschäfte, weshalb sie meist für die Grüngewinnung kultiviert werden. Wenn die Pflanze einen Blütenstand bildet, hört der unterirdische Teil auf zu wachsen und bleibt klein.»
Um Zwiebelknollen zu ziehen, pflanzt man sie besser im Frühjahr. Die Frühjahrspflanzung kann zu den frühesten Terminen erfolgen, sobald der Boden aufgetaut ist. Die Keimung der Steckzwiebeln beginnt bereits bei null Grad Celsius, aber zuerst bilden sich Wurzeln, und erst nach 7-10 Tagen, wenn sich der unterirdische Teil ausreichend entwickelt hat, erscheinen die ersten Blätter.
Welchen Frost kann die Zwiebel ertragen?
«Solange sich die Zwiebeln in der Erde befinden, sind sie praktisch unverwundbar. Sobald jedoch die Keime erscheinen, werden die Zwiebeln anfälliger für Frost. Ein kurzzeitiger Temperaturabfall auf minus 4 Grad Celsius schadet nicht, aber wenn der Frost auf 5-6 Grad zunimmt, können die jungen Triebe Schaden nehmen.», — erklärte der Experte.
Auch eine zu frühe Pflanzung ist gefährlich, da die Zwiebeln in kaltem und nassem Boden faulen können. Selbst wenn sie überleben, zwingt der erlittene Stress sie zum Schossen. Daher sollte man im Frühjahr nicht überstürzt pflanzen. Es ist besser zu warten, bis sich der Boden auf +10 °C in einer Tiefe von 6-8 cm erwärmt hat (bei einer Tageslufttemperatur von nicht unter +15 °C und einer Nachttemperatur von etwa +8…+10 °C). Wenn man Steckzwiebeln in kalte Erde pflanzt, bilden sie aktiv Blütenschäfte. In warmer Erde hingegen ist das Schossen minimal, und bis zum Herbst wachsen die Zwiebeln groß, präzisierte Wladimir Koschewnikow.