Der September gilt traditionell als die Zeit der aktiven Ernte in den Gemüsegärten. Gerade jetzt ist es an der Zeit, die reifen Kürbisfrüchte für die Winterlagerung zu ernten und die Samenfrüchte von Zucchini, Gurken und anderen Kürbisgewächsen einzusammeln.
Inhaltsverzeichnis:
Ernte der Hülsenfrüchte
Im September ist es wichtig, die Ernte von Bohnen und Getreide rechtzeitig einzubringen. Verpasst man den richtigen Zeitpunkt und lässt die Früchte überreifen, beginnen die Hülsen aufzuspringen und die Samen fallen leicht heraus, wodurch sie an Qualität und Menge verlieren.
Gründüngung und Kompost
Bohnen, Ackerbohnen und Soja sind nicht nur wegen ihres Ertrags wertvoll, sondern auch als Quelle organischer Substanz für den Boden. Ihre Triebe und Hülsen sollte man nicht verbrennen – sie eignen sich ideal für den Kompost. Gleiches gilt für die Reste von Erbsen, Buchweizen und anderen Kulturen. Sie können im Wurzelbereich von Sträuchern und Obstbäumen eingegraben werden. Diese Düngung erhöht den Ertrag erheblich, da die organische Substanz zersetzt wird und den Boden mit Stickstoff und anderen Mikronährstoffen anreichert.
Wenn die Anlage neuer Beete geplant ist, kann die Grünmasse ebenfalls in den Boden eingearbeitet werden. Die einzige Einschränkung ist, solche Rückstände nicht auf Flächen zu verwenden, auf denen andere Hülsenfrüchte angebaut werden sollen. Andernfalls kann es zu einer Anreicherung von für die Familie typischen Krankheiten kommen.
Organik und Gründüngungspflanzen
Nach der Ernte sollte man organische Dünger auf die Beete ausbringen. Die einfachste Lösung ist Humus. Auch Wurmkompost ist eine gute Option, der durch die Verarbeitung organischer Stoffe durch Regenwürmer entsteht. Im Gegensatz zu herkömmlichem Kompost enthält er keine Unkrautsamen und ist nahezu vollständig frei von Krankheitserregern.
Im Herbst kann auch noch nicht vollständig verrottetes organisches Material auf den Beeten ausgelegt werden – im Frühjahr laufen die Zersetzungsprozesse dann aktiv ab und der Boden wird mit Nährstoffen angereichert. Um die Bodenstruktur zu verbessern, kann man zusätzlich Gründüngungspflanzen aussäen: Senf, Phacelia, Hafer, Roggen. Sie schützen die Fläche vor Unkraut und bereiten den Boden für die Frühjahrspflanzung vor.
Vorbereitung der Beete für die Herbstaussaat
Im September ist es an der Zeit, die Beete für Kulturen vorzubereiten, die Frost gut vertragen und vor dem Winter gepflanzt werden. Dazu gehören Winterknoblauch, Karotten, Radieschen, Spinat, Salate und andere Pflanzen. Zur Anreicherung des Bodens wird empfohlen, pro Quadratmeter einen Eimer Humus, ein Glas Asche und wenn möglich ein Glas Dolomitmehl einzubringen. Zur Verbesserung der Struktur von Ton- und Sandböden wird zusätzlich Torf zugegeben. Alle Düngemittel werden gründlich mit dem Boden vermischt und die Fläche umgegraben.
Es ist sehr wichtig, die Regeln der Fruchtfolge einzuhalten. Knoblauch sollte zum Beispiel nicht zwei Jahre in Folge auf dasselbe Beet gepflanzt werden — das begünstigt die Anhäufung von Krankheiten. Die besten Vorfrüchte für ihn sind Hülsenfrüchte, Kürbisgewächse und Getreide.
Pflanzmaterial
Die Pflanzung von Winterknoblauch erfolgt in der Regel Ende September oder Anfang Oktober. Die Termine hängen vom Wetter ab: Hält die Wärme an, sollte man mit dem Pflanzen besser etwas warten. Die Aussaat vor dem Winter (Radieschen, Karotten, Spinat) erfolgt noch später — im Oktober oder sogar im November, wenn der Boden bereits leicht gefroren ist. Sät man früher, können die Pflanzen austreiben und dann durch den ersten Frost absterben.
Vor dem Pflanzen empfiehlt es sich, die Zehen in einer Aschelösung zu behandeln: Ein Esslöffel Holzasche wird mit einem Glas kochendem Wasser übergossen, auf Raumtemperatur abgekühlt und das Pflanzgut wird für 45–60 Minuten in die Flüssigkeit getaucht. Das stärkt die Immunität der Pflanzen und schützt sie vor Pilzkrankheiten.
Lagerung von Wurzelgemüse
Nicht alle Wurzelgemüse müssen sofort geerntet werden. Karotten zum Beispiel überwintern hervorragend im Boden. Ein Teil der Ernte kann bis zum Frühjahr dort bleiben, um im Februar oder März frische Wurzelgemüse zu haben, wenn die Vorräte im Keller aufgebraucht sind. Viele Wurzelgemüsesorten können außerdem direkt im Winter zum Treiben von Grün verwendet werden: Dazu legt man die Wurzelgemüse in Kisten mit feuchtem Sand und zieht junge, saftige Blätter für vitaminreiche Salate heran.