Schwarzer Fuß — eine der häufigen Kartoffelkrankheiten. Sie tritt meist an jungen Pflanzen auf.
Das Wachstum kranker Pflanzen verlangsamt sich, manchmal kommt es ganz zum Stillstand. Ihre unteren Blätter werden ledrig, brüchig, mit nach oben gerollten Rändern, und die oberen Blätter kräuseln sich und bleiben klein. Zweige und Blattstiele stehen in einem spitzeren Winkel zum Hauptstiel. Befallene Pflanzen sind oft einstängelig.
Das charakteristischste Merkmal dieser Kartoffelkrankheit ist die Schwärzung der Stängelbasis, die sich 10-15 cm und höher nach oben ausbreitet. Auf Blattstielen und Blattflächen erscheinen braune Flecken und Streifen.
Der Schwarze Fuß der Kartoffel ist leicht daran zu erkennen, dass der Stängel bei feuchtem Wetter schwarz wird, fault und leicht herausgezogen werden kann. Im Querschnitt ist eine Schwärzung der Gefäße sichtbar. Der Schwarze Fuß verursacht eine Verholzung des Leitgewebes des Stängels, das Auftreten von Adern in den Gefäßen und die Umwandlung der meisten Zellen der Schale und des Marks in Skleroiden. In den Blatt- und Stängelzellen werden zahlreiche Proteinkristalle gebildet. All dies verleiht dem Stängel Festigkeit, sodass er bis zum Ende der Vegetation aufrecht bleibt.
Bei frühem Auftreten des Schwarzen Fußes bilden kranke Pflanzen keine Knollen, bei spätem Auftreten bilden sich zwar Knollen, aber die meisten werden von der inneren Schwarzfäule befallen, die immer an der Nabelstelle der Knolle beginnt.
Die Ursache der Krankheit sind verschiedene Arten von Bodenbakterien, am häufigsten Erwinia carotovora pv. carotovora (Jones) Dye (E. phytophthora (Appel) Holland). Die Infektionsquelle können kranke Knollen und im Feld belassene Stängel sein, da diese bis zum Frühjahr nicht vollständig verrotten. Während der Vegetation erfolgt die Ansteckung nicht selten durch Insekten. Der größte Schaden durch den Schwarzen Fuß an Kartoffeln tritt bei erhöhter Feuchtigkeit auf.
Der Befall von Kartoffeln mit Schwarzem Fuß auf dem Feld führt zu erheblichen Ernteausfällen. Die Knollen solcher Pflanzen haben eine geringe Masse, ihre Schale verdunkelt sich und wird stumpf. Nicht selten entstehen aufgrund des starken Befalls Risse, aus denen eine trübe Flüssigkeit austritt, die an der Luft schwarz wird. Schwach befallene Knollen ähneln äußerlich gesunden Knollen, aber in Lagerstätten erscheinen schwarze Streifen auf ihnen. Solche Knollen sind oft Herde von Nassfäule.
Schwach vom Erreger des Schwarzen Fußes befallen werden die Kartoffelsorten Wolshebniza und ukrainische rosa.