Die Saatgutvorbehandlung — ein entscheidender Schritt der Vorbereitung. Sie unterscheidet sich je nach Kultur.
Inhaltsverzeichnis:
Kürbisgewächse
Zur Vorbeugung von Viruskrankheiten können die Samen in einer Thermoskanne bei einer Temperatur von 50-52 °C drei Tage lang oder bei 78-80 °C einen Tag lang erhitzt werden. Außerdem werden sie eine Stunde lang in einer 15%igen Lösung von Trinatriumphosphat (Na3PO4) eingeweicht.
Tomatensamen
Bei Verdacht auf eine Virusinfektion werden die Samen in einer 20%igen Salzsäurelösung behandelt. Diese ist in Apotheken erhältlich – die Lösung muss nicht einmal verdünnt werden! Die Samen werden in Mullbeuteln für 30 Minuten in die Lösung gelegt, dann gründlich mit Wasser abgespült und für 20 Minuten in eine 1%ige Kaliumpermanganatlösung getaucht. In industriellem Maßstab werden die Samen bei 50-52 °C zwei Tage lang oder bei 70-80 °C einen Tag lang getrocknet. Um die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten zu erhöhen, können beim Einweichen Düngemittel mit Bor, Kupfer und Mangan verwendet werden.
Wie man sie nicht tötet
Im Hobbybereich ist die Hochtemperaturbehandlung schwierig, da sie eine genaue Temperaturkontrolle erfordert. Fehler können zum Absterben der Samen führen. Die einfachste und universellste Methode zur Desinfektion — das Einweichen in einer dunkelrosa Lösung von Kaliumpermanganat für 20 Minuten und anschließendes Spülen der Samenbeutel unter fließendem Wasser. Diese Methode eignet sich für die meisten Kulturen.
Viruskrankheiten werden häufiger nicht durch Samen, sondern durch Schadinsekten oder bei der Pflanzenpflege übertragen. Natürliche Infektionsquellen sind oft mehrjährige Unkräuter wie Ackerwinde und Gänsedistel, von denen Insekten Viren auf Kulturpflanzen übertragen. Daher ist es wichtig, nicht nur die Samen zu behandeln, sondern auch auf Sauberkeit des Standorts zu achten und Unkraut zu bekämpfen.
Eine fachgerechte Vorbereitung und regelmäßige Pflege — der Schlüssel für gesunde und kräftige Jungpflanzen.
Wo man keimen lässt
Für die Keimung der Samen wählt man am besten die wärmsten Stellen im Haus. Zum Beispiel eigens für Samen und Setzlinge vorgesehene Tische, die Oberseite von Schränken oder Kühlschränken, andere Stellen in der Küche näher zur Decke. Geeignet sind auch Heizkörper oder Handtuchhalter im Badezimmer, jedoch ist hier Vorsicht geboten. Um eine Überhitzung der Samen zu vermeiden, legen Sie unbedingt ein Brett oder ein Buch unter das Gefäß mit der Erde, das eine Überhitzung und Beschädigung verhindert.
An warmen Orten erscheinen die Keimlinge schneller, und bis zu ihrem Erscheinen benötigen die Samen kein Licht. Es ist jedoch wichtig, den Moment nicht zu verpassen, wenn die ersten «Schlaufen» erscheinen — dann wird Licht für die Pflanzen lebensnotwendig. Daher sollten die ausgesäten Samen jeden Tag kontrolliert werden, besonders kurz vor der erwarteten Keimzeit.
Wenn Sie die gekeimten Sämlinge im Dunkeln lassen, beginnen sie stark zu verlängern. Dieser Zustand führt oft dazu, dass die Pflanzen zu schwach für das weitere Wachstum werden und entsorgt werden müssen. Besonders anfällig für dieses Problem sind Paprika und Auberginen, die langsam keimen.
Anfänger machen oft einen anderen Fehler — ohne auf die Keimung an einem warmen Ort zu warten, bringen sie die Samen auf eine kalte Fensterbank, wo die Bedingungen für wärmeliebende Kulturen noch weniger geeignet sind. Auf kalten Fensterbänken verlangsamt sich der Keimprozess oder kommt ganz zum Stillstand.