Saatgutvorbereitung und Maisaussaat

Die Vorbereitung hochwertiger Samen ist ein entscheidender Faktor für hohe Maiserträge. Die Keimfähigkeit der Samen sollte nicht unter 90 % liegen, am besten bei 97–98 Prozent.

Bei der Aussaat von Samen aus ausgewählten Kolben war der Ertrag deutlich höher als bei der Aussaat von Samen aus nicht ausgewählten Kolben. Die Keimfähigkeit von Samen aus ausgewählten Kolben erreicht 98 % oder sogar 99 %, bei nicht ausgewählten Kolben liegt sie bei etwa 80 %, und der Befall mit Brandkrankheiten nimmt entsprechend ebenfalls maximal ab.

Bei der Winterlagerung müssen die Samen regelmäßig auf ihre Keimfähigkeit geprüft werden; dies sollte zuletzt kurz vor der Aussaat erfolgen, da die Keimfähigkeit mit Einsetzen der Wärme sinken kann.

Luft-Wärme- oder Sonnenerwärmung von Maissamen. Fördert die Keimfähigkeit und Keimenergie. Das Einweichen der Samen in heißem Wasser bei 45° für eine Stunde mit anschließendem Trocknen wirkt sich positiv aus. Die Aussaat vorgekeimter Samen beschleunigt die Entwicklung des Maises.

Die Behandlung der Samen am Tag der Aussaat mit Granosan (1 g pro 1 kg Samen) erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Blasenbrand, und das Bestäuben mit Hexachloran (10 g 12%igen Staubes pro 1 kg Samen) trägt dazu bei, die ausgesäten Samen und jungen Maispflänzchen vor Schäden durch Drahtwürmer und Saatkrähen zu schützen. Merkuran wird in einer Menge von 2 g pro 1 kg Maissamen verwendet.

Siehe auch:
Winterweizen: biologische Besonderheiten

Aussaatmethoden für Mais

Mais wird im Quadratnestverfahren mit kalibrierten (nach Form und Größe sortierten) Samen in einem Abstand von 70 x 70 cm zwischen den Nestern mit ein bis zwei Körnern pro Nest ausgesät.

Bei dem oben genannten Aussaatplan werden 40.800 Maispflanzen pro Hektar (20.430 Nester) angebaut, was bei einem absoluten Samengewicht von 250 g 15,3 kg kalibrierte Samen ergibt.

Die Verwendung kalibrierter Samen ermöglicht es, in jedes Nest eine festgelegte Anzahl von Samen (1–2) zu säen, was den Arbeitsaufwand für die Maispflege erheblich reduziert.

Aussaatzeiten für Mais

Mais gehört zu den Kulturen mit später Aussaatzeit und sollte gesät werden, wenn im Pflughorizont eine stabile Temperatur (10–12° Wärme) herrscht.

Die optimalen Aussaatzeiten sind in der Regel: im Süden Ende April, in den zentralen Regionen Mitte Mai, in den nördlichen Anbaugebieten Ende Mai bis erste Junidekade. Bei schnellem Temperaturanstieg sollte die Aussaat beschleunigt und in kurzer Zeit abgeschlossen werden.

Bei drohenden Spätfrösten im Frühjahr verschieben sich die Aussaattermine auf feuchten und kalten Böden um einige Tage. Die Ablagetiefe der Samen beträgt auf schweren Lehmböden 5 cm oder weniger, bei Trockenheit 8 cm oder tiefer.

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