Rüben werden schon seit geraumer Zeit angebaut. Die ersten, die diese Kulturpflanze kultivierten, waren die Römer und Griechen vor 6000 Jahren. Die Rübe gehört zur Familie der Kreuzblütler — sie ist eine zweijährige Pflanze. Die Pflanzung der Rübe im ersten Jahr ergibt Wurzelgemüse, und im zweiten Jahr kann man daraus Samen gewinnen.
Die Blüten der Pflanze sind gelb, klein und haben vier Blütenblätter. Die Samen sind klein und befinden sich in einer langen Schote.
Die Frucht der Rübe ist fleischig, rund oder länglich, die Farbe der Frucht ist gelb, rosa oder weiß. Das Fruchtfleisch im Inneren ist weiß, kann aber gelb sein; das Gewicht der Wurzel kann bis zu 1 Kilogramm betragen.
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Vorbereitung der Rübensamen für die Aussaat
Die Rübe ist, ähnlich wie der Rettich, kälteresistent. Diese Eigenschaft ermöglicht es, die Samen bei niedrigen Temperaturen (etwa 1 Grad) keimen zu lassen, jedoch ist die beste Temperatur für die Aussaat 4–15 °C. Die Rübe benötigt einen verkürzten Lichttag und mag Feuchtigkeit, besonders im ersten Monat nach der Aussaat und während der Fruchtbildung.
Die Samen werden ähnlich wie Radieschensamen für die Aussaat vorbereitet. Zur Verbesserung der Keimung kann man sie eine halbe Stunde lang in Wasser mit einer Temperatur von 50 Grad einweichen. Jeder weiß, dass die Samen dieser Kultur nicht besonders groß sind, daher sollte man sie im Verhältnis 1:5 mit Sand, Sägemehl oder gemahlener Kreide mischen.
Wenn Sie sie in Bandform auf Papier anordnen möchten, halten Sie einen Abstand zwischen den benachbarten Samen ein, der ein Vielfaches von 10 Zentimetern beträgt. Die beschriebene Methode ermöglicht es künftig, ein Ausdünnen bei zu dichten Aussaaten zu vermeiden.
Standortwahl und Vorfrucht
Die besten Böden für die Aussaat sind leichte Böden mit einem geringen Säuregehalt (pH 6) — die Pflanzung von Rüben in einem solchen Boden ergibt die besten Erträge. Bauen Sie die Kultur nicht auf schweren Lehmböden an, auf denen sie von Kohlhernie befallen werden kann.
Es ist gut, Rüben im Jahr nach Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Rüben, Möhren oder Kartoffeln zu pflanzen. Die Rübe reagiert gut auf organische Düngemittel im Boden, jedoch sollten diese bereits ein Jahr vor dem Anbau dieser Kultur ausgebracht werden. Man sollte Rüben nicht auf Flächen pflanzen, auf denen ihre Artverwandten – die Kreuzblütler – gewachsen sind. Der Boden wird bereits im Herbst vorbereitet, beim Umgraben wird bis zu 15 Kilogramm Asche pro Ar eingearbeitet, danach werden die Beete geformt.
Aussaatzeitpunkte der Rübe
Um frühe Erträge zu erzielen, erfolgt die Aussaat der Rübe in der letzten Aprildekade. Der Boden sollte vor der Aussaat geebnet und gelockert werden, bei Bedarf kann man mit Stickstoff- oder Kalidüngern düngen, auf ein Ar werden bis zu 2 Kilogramm ausgebracht, Superphosphat – 3 Kilogramm. Die Aussaat der Samen erfolgt in einer Tiefe von bis zu 2 Zentimetern, von oben werden sie mit Erde bedeckt.
Für die Lagerung und den Verzehr im Herbst wird die Kultur im Sommer in mehreren Etappen ab Mitte Juli ausgesät. In Gewächshäusern wird diese Kultur nicht angebaut.
Die weitere Pflege der Pflanzen besteht im Ausdünnen, Bewässern und Düngen.