Die Rose trägt nicht umsonst den stolzen Titel der Königin der Blumen: Selbst ein bescheidener Strauch dieser Pflanze kann eine wahre Zierde für jeden Garten sein. Allerdings ist die Gartenrose eine ziemlich anspruchsvolle Blume und verträgt besonders schlecht die Winterfröste. Aus diesem Grund hat sich jeder Gärtner, dessen Grundstück von dornigen Büschen geschmückt wird, schon einmal die Frage gestellt, wie man Rosen wiederbeleben kann.
Wie also kann man Rosen wiederbeleben, wenn die niedrigen Temperaturen im Winter die Pflanzen buchstäblich „getötet“ haben? Ob die Sträucher den Winter überlebt haben, lässt sich bereits Anfang Mai feststellen. Eine Rose ohne eine einzige lebende Knospe und mit vollständig vertrockneten Zweigen kann leider nicht gerettet werden. Wenn jedoch am Strauch wenigstens eine lebende Knospe oder ein kleines grünes Stück eines Zweigs erschienen ist, wird die Pflanze leben, aber sie braucht Hilfe. Man kann versuchen, der Pflanze ein provisorisches Gewächshaus zu bauen: Den Boden einer großen Flasche (mindestens fünf Liter) abschneiden und über den Strauch stülpen, ohne den Deckel zu verschließen. Eine junge Pflanze kann man vollständig mit Erde bedecken, die nach Bedarf gegossen werden muss.
Einer alten Pflanze, die nicht mit Erde bedeckt oder mit einer Gewächshausabdeckung geschützt werden kann, hilft die Durchführung einer Operation zur Reinigung der Veredelung. Die Veredelung muss freigelegt werden, und wenn sie nur aus Stümpfen besteht, diese absägen. Dann sollte die alte Rinde vollständig von der Veredelung entfernt werden, damit sie das Wachstum der ruhenden Knospen nicht behindert. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine solche Maßnahme nur dann durchgeführt werden kann, wenn an der Pflanze keine erwachten Knospen vorhanden sind, da diese sonst leicht abbrechen könnten.