Pflege von Paprika im Freiland

In den ersten Phasen nach dem Einpflanzen wachsen Paprika langsam, aber wenn man Abdeckungen aus Folie anlegt, wird ihr Wachstum deutlich verstärkt und die Pflanzen entwickeln sich besser.

Die Pflege von Paprika im Freiland während der gesamten Vegetationsperiode ist lebensnotwendig, da die Kultur sehr pflegeintensiv ist. Während der Vegetationsperiode sollten systematische Lockerungen durchgeführt werden, die der Luft ermöglichen, zu den Wurzeln zu gelangen. Bewässerungen werden in den ersten Phasen durchgeführt, bis die Paprika Wurzeln geschlagen haben.

Inhaltsverzeichnis:

Bewässerung

Bei anhaltender Trockenheit im Sommer können die Stängel der Kultur verholzen und Knospen sowie Blätter abfallen, daher ist es notwendig, Bewässerungen mit sonnenerwärmtem Wasser im Abstand von einer Woche durchzuführen. Pro Quadratmeter Pflanzung müssen bis zu 12 Liter Wasser ausgebracht werden. Die Bewässerungen erfolgen während der Blüte, wenn die Ernte gerade beginnt, sich zu bilden, das Wasser wird direkt an die Wurzeln der Pflanzen gegossen.

Viele Hobbygärtner kommen nur einmal pro Woche auf ihr Grundstück, daher sollten sie sich an die Bewässerungsmenge von 15 Litern pro m² halten.

Das Wasser sollte eine Temperatur von etwa 25 Grad haben, daher wird es in großen Behältern in der Sonne erwärmt oder Wasser aus Gewässern verwendet. Die Verwendung von kaltem Wasser aus einem Brunnen oder der Wasserleitung droht das Wachstum der Kultur zu stoppen oder Krankheiten hervorzurufen.

Neben der Bewässerung besteht die Pflege von Paprika im Jäten und regelmäßigen Lockern. Während der Vegetationsperiode werden drei bis vier Lockerungen durchgeführt, bei der zweiten Lockerung werden die Pflanzen angehäufelt. Diese Verfahren tragen zur Beseitigung von Unkraut bei und lassen Luft an die Wurzeln.

Düngung

Paprika reagiert gut auf die Ausbringung von Düngemitteln, die sowohl als Wurzeldüngung als auch als Blattdüngung erfolgen können. Die erste Düngung sollte zwei Wochen nach dem Einpflanzen der Pflanzen durchgeführt werden. Dazu müssen in einem Eimer Wasser 2 Esslöffel des Düngers „Agrikol“ speziell für Paprika aufgelöst werden. Dabei werden etwa ein Liter Wasser pro Pflanze ausgebracht.

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Bei Erreichen einer Temperatur von 20 Grad wird die erste Blattdüngung unter Verwendung des Wachstumsstimulators „Energen“ durchgeführt. Dazu wird eine Kapsel des Präparats in 5 Litern Wasser aufgelöst; zum Sprühen sollte warmes Wasser verwendet werden.

Die zweite Düngung muss während der Blüte der Paprika durchgeführt werden. Dazu werden in einem Eimer Wasser folgende Komponenten aufgelöst: Superphosphat – 1 Esslöffel, Kaliumsulfat – 1 Esslöffel; „Kornerost“ und „Agrikol Forward“ je zwei Esslöffel.

Die dritte Düngung wird bei der Fruchtbildung mit dem Dünger „Effekton-O“ durchgeführt – 2 Esslöffel auf 10 Liter Wasser. Ebenfalls zu diesem Zweck wird Nitrophoska verwendet, im Verhältnis 1 Esslöffel auf 10 Liter Wasser.

Man kann Pflanzen auch mit Hausmitteln düngen. In diesem Fall gibt man etwa 5 Kilogramm Brennnessel, Wegerichblätter, Löwenzahn und Vogelmiere in ein 100-Liter-Fass. Man fügt einen Eimer Rindermist und ein halbes Glas Asche hinzu. Das Fass wird bis zum oberen Rand mit Wasser gefüllt. Dann werden die Zutaten umgerührt und eine Woche lang stehen gelassen. Vor dem Gießen wird die Lösung umgerührt und abgeseiht. Die Aufwandmenge beträgt ein Liter pro Paprikastrauch. Welchen Dünger Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen, aber selbst die sorgfältigste Pflege von Paprika ohne zusätzliche Nährstoffzufuhr kann nicht das gewünschte Ergebnis bringen.

Blattdüngungen werden alle 14 Tage auf die Pflanzen gesprüht. Als Dünger werden Energen (eine Kapsel auf 5 Liter Wasser) oder Buton (12 Gramm auf einen Eimer Wasser) verwendet; die Dünger werden abgewechselt.

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