Antirrhinum, Löwenmäulchen

Antirrinum umfasst etwa 50 Arten und etwa 800 Sorten. Darunter ist die einzige im Gartenbau kultivierte Art das Löwenmaul (Antirrinum majus).

Es ist eine mehrjährige Pflanze, die manchmal einjährig oder zweijährig kultiviert wird, besonders im Süden.

Antirrinum hat einen aufrechten Stiel, die unteren Blätter sind gegenständig, die oberen wechselständig. Die Blattform reicht von lanzettlich bis eiförmig. Der Blütenstand ist eine vielseitige Traube. Die Blüten haben verschiedene Größen und Formen, einfach oder gefüllt, in einer breiten Farbpalette.

Das Löwenmaul wird nach der Höhe eingeteilt: riesig mit 60–120 cm, mittelgroß mit 40–60 cm und zwergig mit 15–35 cm.

Die Pflanze blüht von Ende Juni bis Oktober. Verblühte Blüten mindern die dekorative Wirkung der Pflanze, daher müssen sie entfernt werden. Das Löwenmaul vermehrt sich durch Samen oder durch Setzlinge. Die Samen werden im April–Mai in Balkonkästen ausgesät. Gelegentlich werden die Samen vor dem Winter im Freiland ausgesät.

Setzlinge werden gekauft oder selbst gezogen. Die Samen für Setzlinge werden im Februar–März in Kästen ausgesät (0,5 g pro Kasten). Die Kästen werden bei 20–24 °C aufbewahrt. Die Keimlinge entwickeln sich langsam. Große Sorten werden 2-mal pikiert, niedrige 1-mal. Nach dem letzten Pikieren werden die Pflanzen über dem 4.–5. Blatt abgeknipst, damit sie buschig werden. Vor dem Auspflanzen ins Freiland werden die Pflanzen abgehärtet, indem man sie bei warmem Wetter an die frische Luft bringt. An den endgültigen Standort werden die Pflanzen nach dem Ende der Fröste gepflanzt. Pflanzdichte am endgültigen Standort: riesige Sorten im Abstand von 50 cm, mittelgroße im Abstand von 30 cm und zwergige im Abstand von 20 cm.

Siehe auch:
Vermehrungsmethoden von Astern

Bevorzugt sonnige Standorte oder Halbschatten.

Die Pflanze ist recht anspruchslos an den Boden, gedeiht aber besser auf schwach alkalischen oder neutralen, humusreichen Böden. Bei trockenem, heißem Wetter benötigt sie regelmäßiges Gießen.

Reagiert gut auf Düngung. Für ein besseres Wachstum sind 2 Düngungen erforderlich: die erste 2 Wochen nach dem Auspflanzen ins Freiland, die zweite, wenn die Knospen erscheinen.

In der Keimlings- und Setzlingsphase sind die Pflanzen besonders anfällig für Pilzkrankheiten, und manchmal muss gegen Pilze vorgegangen werden.

Antirrinum Löwenmaul eignet sich für den Schnitt; Zwergsorten sehen gut in Rabatten, Gruppen und Töpfen aus.

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