Anbau von Pfingstrosen aus Samen: Methoden und Besonderheiten

Pfingstrose ist zweifellos eine besondere Blume, nicht umsonst wird sie auch Kaiserblume genannt. An ihr ist alles hervorragend: die üppigen Blütenköpfe, die dunkelgrünen Blätter, und mit zunehmendem Alter wird die Blume nicht schlechter, oft sogar schöner. Pfingstrosenbüsche mit reifen Samen verschönern zweifellos jeden Garten.

Viele werden sich fragen, wie man Pfingstrosen aus Samen ziehen kann.

Die übliche Methode, Pfingstrosen aus Samen zu ziehen

In den meisten Fällen vermehren Menschen Pfingstrosen vegetativ (durch Rhizomstücke). Man kann sie aber auch aus Samen ziehen, das ist sehr interessant, erfordert jedoch viel Zeit. Es ist zu beachten, dass bei der Samenvermehrung die Sortenmerkmale nicht erhalten bleiben; jedes Mal entstehen völlig neue Sorten von Pfingstrosenbüschen.

Das Erste, was man tun muss, ist ein kleines Beet vorzubereiten und es von allen Seiten mit Kunststoffkanten oder etwas Ähnlichem abzugrenzen. Viele Menschen vergraben einfach einen flachen Kasten im Boden. Dieser Vorgang ist notwendig, um die Aussaat in Zukunft nicht zu verlieren, denn Pfingstrosensamen keimen über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren. Sie müssen einen Sommer und zwei Winter überstehen. Es ist zu beachten, dass etwa 30 % der Samen bereits nach dem ersten Winter keimen können, die meisten jedoch erst im nächsten Jahr.

Die Erde sollte leicht und mäßig fruchtbar sein. Im Sommer muss darauf geachtet werden, dass sie nicht austrocknet. Die Pfingstrosenbüsche selbst blühen frühestens nach 3 Jahren. Aber die Geduld wird voll belohnt, es entstehen völlig neue und interessante Blumensorten.

Schnellere Methoden, Pfingstrosen aus Samen zu ziehen

Für diejenigen, die nicht so lange warten möchten, gibt es einige Möglichkeiten, die Natur zu 'überlisten', indem man den Keimprozess der Samen beschleunigt. Dazu müssen frische Pfingstrosensamen in das Gefrierfach gelegt werden.

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Dann muss auf dem Gelände ein Beet vorbereitet werden – es sollten Gräben von 15-20 cm Breite und 10 cm Tiefe ausgehoben werden. Diese kleinen Gräben sollten mit Folie, Dachpappe oder Hartfaserplatte abgedeckt werden. Zwei Monate lang wird nichts angefasst, nach dieser Zeit müssen die Samen herausgeholt und in kleine Pflanzgefäße gesät werden, und dann stellt man sie auf eine warme Fensterbank.

Nach weiteren zwei Monaten müssen die Behälter mit den Samen für etwa eine Woche in den Kühlschrank gelegt werden, damit die Samen etwas und nicht zu schnell abkühlen. Die Pfingstrosen, die gekeimt sind, müssen in Töpfchen umgepflanzt und auf die Fensterbank gestellt werden, um weiterzuwachsen. Wenn die Blumen etwas gewachsen sind, kann man sie getrost in die bereits vorbereiteten Gräben pflanzen.

Es gibt noch eine andere Methode, um die Samen schneller keimen zu lassen. Dazu müssen Sie die Samen zwei Tage lang in Wasser einweichen. Dann pflanzen Sie die Samen in flache Kästchen mit Nährsubstrat und bedecken sie mit einer etwa 5 cm dicken Sandschicht. Um den Keimprozess zu beschleunigen, müssen Sie der Pflanze Temperaturwechsel bieten. Tagsüber stellen Sie das Kästchen auf die Heizung, sodass die Temperatur etwa 30-34 Grad beträgt, nachts bringen Sie es an einen kühlen Ort mit einer Temperatur von 14-16 Grad.

Nach diesen Vorgängen sollten bei den Pfingstrosen Wurzeln erscheinen. Dann müssen Sie die Kästchen für zwei Monate in den Kühlschrank legen. Nach dieser Zeit stellen Sie die Kästchen mit den Pfingstrosensamen an einen warmen, hellen Ort und warten auf das Erscheinen der Blättchen.

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