Gleich zu Beginn der Saison, unmittelbar nach der Schneeschmelze, bietet der Rasen meistens einen sehr traurigen Anblick. Es ist etwas Braun-Gelbes mit einem Anflug, der entfernt an Schimmel erinnert, welk und trist. Ihn wiederzubeleben und schnell in Form zu bringen, ist nicht unbedingt sehr schwierig, jedoch müssen bestimmte Regeln beachtet werden. Welche?
Antwortet Landschaftsarchitektin Olga Woronowa:
— Der Winter konnte den Rasenflächen durchaus gewissen Schaden zufügen, besonders wenn Sie im Herbst keine Maßnahmen ergriffen haben, zumindest keinen einfachen letzten Schnitt vor dem Einsetzen der dauerhaften Kälte durchgeführt haben. Das ist natürlich kein Grund zu verzweifeln, aber in Zukunft sollten Sie die Vorschriften zur Vorbereitung des Rasens auf den Winter besser doch einhalten. Aber kehren wir zur Wiederherstellung zurück.
Zuerst muss der Rasen mit gewöhnlichen Fächerrechen bearbeitet werden, wobei das welke Gras sorgfältig entfernt und der Boden unter dem überwinterten Gras leicht gelockert wird. Am besten geht man in zwei Schritten vor: Zuerst verwendet man einen Rechen mit größerem Abstand zwischen den Zinken, dann einen mit engeren.
Nach dieser Reinigung sehen Sie sofort zwei Objekte Ihrer weiteren Aufmerksamkeit: Dies — Stellen mit mehreren oder einzelnen Unkräutern sowie kahle Stellen.
Als Erstes kümmern wir uns um die Beseitigung von Unkräutern. Höchstwahrscheinlich handeln es sich um Löwenzahn und Huflattich, aber durchaus möglich sind auch Einsprengsel von allgegenwärtigen Disteln und Vogelmiere. Alles wird mechanisch entfernt, ohne ein Blatt, Stückchen von Stängeln oder Wurzeln zu hinterlassen.
Nach der Beseitigung der Unkräuter — ich hoffe, es werden nicht allzu viele sein — kümmern wir uns um die kahlen Stellen. Der Boden wird gründlich umgegraben, mit Volldünger gedüngt und Grassamenmischungen zur Wiederherstellung ausgesät. Das Gleiche gilt für die von Unkraut befreiten Stellen, wenn deren Fläche groß war und sich letztendlich ein künstlicher Fleck gebildet hat.
Ein weiterer typischer nachwinterlicher Mangel — das Gras ist zwar scheinbar lebendig, aber überhaupt nicht grün, sondern vergilbt. Mit dem Rechen lässt es sich nicht entfernen, es sitzt fest. Lassen Sie es vorerst in Ruhe — es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich später erholt und seine natürliche Farbe annimmt. Entfernen und nachsäen sollte man es erst, wenn man sich endgültig von seinem Absterben überzeugt hat.