Tun Sie das nicht! Ein Fehler von Hobbygärtnern bei Hitze führt zur Entwicklung der Kraut- und Knollenfäule.
An den heißen Tagen möchten viele Hobbygärtner ihren Pflanzen helfen und versuchen, sie reichlich zu gießen. Gerade das Gießen in der Hitze hat der Agronom Andrej Tumanow als Hauptursache für die Entwicklung von Pilzkrankheiten bezeichnet.
Hören Sie auf, die Luft zu befeuchten
«Sie möchten den Pflanzen helfen, aber Sie verschlechtern nur ihre Lage. Sie müssen in der Hitze die Pflanzen in Gewächshäusern nicht zu stark besprühen und gießen, — sagt der Experte. — Hier ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit auf einem niedrigen Niveau zu halten».
Denn in einer feuchten Umgebung vermehren sich Krankheiten gut, beispielsweise Kladosporiose — eine Pilzkrankheit, die Blätter befällt. Oder die Phytophthora — eine für Pflanzen sehr gefährliche Krankheit. «Normalerweise kommt es in der zweiten Sommerhälfte zu einem massiven Befall», — sagt der Experte. In dieser Zeit gibt es große Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen, es bildet sich Tau, der sich nachteilig auf die Pflanzen auswirkt: Sporen gelangen auf die Blattunterseite, beginnen nach unten zu keimen, dann erscheinen Flecken, und die Blätter trocknen aus.
Es ist eine hinterhältige Krankheit, so der Agronom. Der Blattbefall mag kaum sichtbar erscheinen, aber die Tomaten selbst sind bereits geschädigt. Und leider ist die Phytophthora nicht heilbar: «Nur Vorbeugung kann retten», — sagt der Experte. Hausrezepten sollte man besser nicht trauen: Viele von ihnen verderben die Pflanzen, anstatt sie zu retten.
Vorbeugemaßnahmen gegen Phytophthora
Eine der Vorbeugemaßnahmen — das Lüften, das hilft, die Luftfeuchtigkeit und Temperatur zu senken. Ein weiterer wichtiger Aspekt — vorbeugende Spritzungen mit Fungiziden, also für den Einsatz in Hobbygärten zugelassenen Präparaten gegen Pilze.
Und noch ein wichtiger Punkt — um eine erhöhte Luftfeuchtigkeit zu vermeiden, sollte man das Gewächshaus mit einer trockenen Oberflächenschicht des Bodens halten. Verwenden Sie folgende Bewässerungsmethode: Sie machen ein kleines Loch um die Pflanze herum, gießen es und bedecken es dann mit trockener Erde. Eine andere Variante — die Untergrundbewässerung. Einfach können Sie auch Flaschen mit Wasser nehmen und sie in den Boden stecken. Wichtig ist, dass die Erdoberfläche trocken bleibt — so sind Sie vor Pilzbefall geschützt.