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Fusariose: Der unsichtbare Feind unter der Erde
Symptome. Die Blätter werden vorzeitig gelb, die Wurzeln braun und dünn, der Zwiebelboden wird wässrig und weich. Bei der Lagerung bedecken sich befallene Köpfe mit einem rosafarbenen Belag — dem Myzel des Pilzes Fusarium oxysporum.
Was hilft?
Anbautechnik:
- Knoblauch nach sich selbst und anderen Zwiebelarten frühestens nach 4 Jahren wieder an dieselbe Stelle pflanzen;
- Übermäßige Nässe und schwere, verdichtete Böden vermeiden;
- Nur gesundes Pflanzgut verwenden;
- Die Zehen vor dem Pflanzen in einer Fungizidlösung desinfizieren.
Schutzmittel:
- „Maxim Datschnik“ (Fludioxonil) — Beizung der Zehen einen Tag vor dem Pflanzen;
- „Witaros“ (Thiram + Carboxin) — Behandlung des Pflanzguts gegen Fusarium- und Zwiebelbodenfäule.
- „Fitosporin-M“ (Bacillus subtilis) — vorbeugende Spritzung während der Vegetationsperiode.
- „Abiga-Pik“ (Kupferoxychlorid) — Kontaktschutz in der Phase des aktiven Wachstums, besonders nach Regenfällen.
Weißfäule (Sklerotiniose): Krankheit der Nässe und des dichten Standes
Symptome. Die Blattbasen und der Zwiebelboden bedecken sich mit einem weißen wattigen Belag, dann erscheinen schwarze Sklerotien — dichte Körner des Pilzes Sclerotium cepivorum. Die Krankheit entwickelt sich bei Übernässung und dichten Pflanzungen.
Was hilft?
Anbautechnik:
- Knoblauch nur auf Standorten mit guter Drainage und neutralem Boden-pH (pH 6.5-7.0) pflanzen;
- Pflanzenreste beseitigen;
- Keinen frischen Mist ausbringen;
- Nach der Ernte — tiefes Umgraben mit Wenden der Scholle.
Schutzmittel:
- „Topas“ (Peniconazol) — systemisches Fungizid gegen Sklerotiniosen, wird zur Spritzung bei den ersten Anzeichen eines Befalls angewendet.
- „Alirin-B“ und „Gliokladin“ (biologische Präparate auf Basis von Pilzantagonisten) — eine sichere Alternative zur Vorbeugung.
- Im Frühjahr — vorbeugende Spritzung mit „Abiga-Pik“ oder „CHOM“ (Kupferoxychlorid).
Bakterienfäule: Feind der Lagerung
Symptome. Während der Lagerung werden einzelne Zehen weich, glasig, es entsteht ein unangenehmer Geruch. Der Zwiebelboden wird nass, das Gewebe löst sich auf. Erreger — Bakterien der Gattungen Erwinia und Pseudomonas.
Was hilft?
Anbautechnik:
- Knoblauch nur nach gründlicher Trocknung bei +25°C für 10–12 Tage lagern;
- Trockenen Lagerungsmodus einhalten (+2 …+4°C, Luftfeuchtigkeit 60%);
- Verletzungen der Zwiebeln bei der Ernte vermeiden.
Schutzmittel:
- Vor dem Pflanzen — Behandlung der Zehen mit «Witaros».
- Während des Wachstums — Besprühen mit Biopräparaten «Fitolawin-300» (ein Streptothricin-Antibiotikum pflanzlichen Ursprungs, in Russland zugelassen), «Gamair» (Bacillus subtilis M-22).
- Nach der Ernte — kurzes Eintauchen der Köpfe in eine Lösung von «Fitosporin-M» (1 EL auf 10 l Wasser) — eine sichere Maßnahme gegen versteckte Infektionen.
Rost und Falscher Mehltau: Krankheiten des kühlen Frühlings
Symptome. Auf den Blättern erscheinen rostbraune Pusteln (Rost) oder grau-violette Beläge (Falscher Mehltau). Allmählich sinkt die Photosynthese, das Blattwerk trocknet vorzeitig ein.
Was hilft?
Anbautechnik:
- Pflanzungen nicht zu dicht setzen;
- Nur an der Wurzel gießen.
Schutzmittel:
- «Topas» oder «Skor» (Difenoconazol) — systemische Fungizide, wirken auch vorbeugend.
- «Ordan» (Kupferoxychlorid + Cymoxanil) — Kombinationsmittel gegen Falschen Mehltau
- «Ridomil Gold MKS» (Metalaxyl + Mancozeb) — wirksam zu Beginn des Ausbruchs, jedoch nicht später als 30 Tage vor der Ernte.
Schwarzer Schimmel (Aspergillose) bei der Lagerung
Symptome. Bei der Lagerung, besonders bei erhöhten Temperaturen, erscheint auf den Zehen ein schwarzer, pudriger Belag — Sporen von Aspergillus niger. Die Infektion beginnt bereits im Beet.
Was hilft?
Anbautechnik:
- Überreife und Verzögerung der Ernte vermeiden;
- Die Köpfe mindestens 5 Tage in der Sonne trocknen;
- Bei 0…+2°C und einer Luftfeuchtigkeit von nicht mehr als 70 % lagern;
- Netzbehälter mit Belüftung verwenden.
Schutzmittel:
- Biologische Fungizide «Fitosporin-M», «Baktofit», «Gliokladin» zur Vorbehandlung vor dem Pflanzen.
- Bei industrieller Lagerung — Gasdesinfektion der Lagerräume mit Präparaten auf Basis von Peroxyessigsäure («Ekozid S»), die in Russland zur Desinfektion von Oberflächen zugelassen sind.
Stängelnematode: eine langsame Katastrophe
Symptome. Die Blätter kräuseln sich, werden wellig, der Zwiebelboden wird weich, die Zwiebeln schichten sich. Optisch scheint der Knoblauch von innen auszutrocknen.
Was hilft?
Anbautechnik:
- Fruchtwechsel — Knoblauch frühestens nach 4–5 Jahren wieder an dieselbe Stelle setzen, auch nach anderen Zwiebelarten;
- Nach der Ernte — Pflanzenreste und die obere Bodenschicht entfernen;
- Pflanzgut bei +37°C für 5 Stunden erwärmen;
- Im Herbst — Gründüngung (Senf, Ringelblume, Studentenblume) aussäen, die Nematoden unterdrücken.
Schutzmittel:
- «Nemabakt» (Biologisches Präparat mit nematophagen Pilzen).
- «Fitowerm» (Avermectine) — Bodenapplikation vor dem Pflanzen oder Gießen an der Wurzel.
Allgemeine Empfehlungen zur Vorbeugung von Knoblauchkrankheiten
- Fruchtfolge und Hygiene. Bauen Sie Knoblauch nicht nach anderen Zwiebelarten an. Bringen Sie die Kultur erst nach 3-4 Jahren wieder an denselben Standort zurück.
- Pflanzmaterial. Verwenden Sie nur gesunde Zehen, sanieren Sie das Pflanzmaterial alle paar Jahre mit Luftzwiebeln: Diese übertragen keine Bodeninfektionen.
- Düngung. Verwenden Sie nicht zu viel Stickstoff, besonders im Frühjahr — Überschüssiger Stickstoff macht die Pflanzen anfällig für Pilze.
- Wetter und Pflege. In der Regenzeit vorbeugendes Sprühen mit «Fitosporin» alle 2-3 Wochen; bei Trockenheit sind biologische Präparate oder 1 Behandlung mit «Abiga-Pik» ausreichend.
- Lagerung. Optimale Bedingungen — trockener Raum mit einer Temperatur von 0…+2°C, Luftfeuchtigkeit 60-70%, gute Belüftung.
Gesunder Knoblauch beginnt nicht mit der Spritze, sondern mit der Schaufel — mit der richtigen Standortwahl, Pflege und Aufmerksamkeit für Details. Manchmal reichen allein die richtige Anbautechnik und die sorgfältige Auswahl des Pflanzmaterials aus, damit der Knoblauch nicht krank wird. Und falls Probleme auftreten — helfen moderne Pflanzenschutzmittel für Knoblauch. Mit bewährten Präparaten («Maxim Datschnik», «Witaros», «Fitosporin-M», «Abiga-Pik», «Topas») in Kombination mit der richtigen Anbautechnik können Sie kräftigen, aromatischen Knoblauch anbauen, der ohne Fäulnis und Verluste bis zur nächsten Ernte lagert.