Erster Schnee. Die Hauptaufgabe im November — die Ansammlung und Erhaltung von Feuchtigkeit.

Die Hauptaufgabe im November — die Ansammlung und Erhaltung von Feuchtigkeit. Davon, wie viel Wasser im Boden gehalten wird, hängt der Erfolg der kommenden Saison ab. Und dabei hilft uns der Schnee als wichtige strategische Ressource. 

Sobald der erste Schnee fällt, werfen wir ihn in die Baumscheiben der Bäume und um die Sträucher herum. Schnee — ist eine natürliche «Tropfvorrichtung», die beim Schmelzen langsam Feuchtigkeit abgibt. Außerdem wirkt eine dichte Schneeschicht als Isolierung: Ihre poröse Struktur hält die aus dem Boden aufsteigende Wärme zurück und verhindert so das Durchfrieren des Wurzelsystems. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie im Herbst Blumenzwiebeln, Knoblauch, Wintergemüse und junge Obstbäume gepflanzt haben.

Wenn das Grundstück noch jung und licht ist, wird der Schnee schlecht zurückgehalten. Dann bauen wir künstliche Barrieren: Wir legen Äste von Baumschnitt, Stängel von Topinambur, Mais, Sonnenblumen, Reisig, Weinreben aus. Die Konstruktionen werden leicht beschwert, damit sie der Wind nicht verweht. Bei erfahrenen Gärtnern funktionieren solche «Schneefanggitter» jahrelang.

Kann auch ein Feind sein

Man sollte nicht vergessen, dass Schnee auch ein Feind sein kann. Wenn er nass und schwer ist, erhöht sich der Druck auf die Äste um ein Vielfaches. Besonders anfällig sind Nadelgehölze: Mit zunehmendem Alter verlieren sie an Flexibilität, und junge können sich verformen. Deshalb binden wir Nadelgehölze im November mit Bindfaden zusammen — locker, ohne einzuschnüren. Junge Bäume fassen wir ebenfalls mit den Ästen zu einer «Besenform» zusammen. Regelmäßig schütteln wir die anhaftenden Schneemassen ab. Das schützt vor unerwarteten Rissen und Brüchen.

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Äste von Obstbäumen, die zum Durchhängen neigen, sollten besser abgestützt werden — das verhindert, dass sie unter der Last von klebrigem Schnee bei Tauwetter oder bei Anlagerung von Raureif oder Eisbruch abbrechen.

Schutz vor Frostschäden und Sonnenbrand

Die sonnigen Novembertage sind tückisch: Der gefrorene Stamm erhält durch den Temperaturkontrast einen Sonnenbrand. Um sogenannte Frostrisse zu vermeiden, werden die Bäume geweißelt. Heutzutage werden moderne Acrylfarben verwendet, die antiseptische Zusätze enthalten.

Nadelgehölze können mit atmungsaktivem Material (Lutrasil, Spunbond) abgedeckt werden, damit bei Tauwetter die Sonne die Nadeln nicht verbrennt.

Überprüfung der Abdeckungen

Wenn der November warm und fast schneelos ist — überprüfen wir unbedingt die zuvor angelegten Abdeckungen. Wind und Feuchtigkeit können die Konstruktionen schwächen. Viele Gärtner machen den Fehler: Sie decken die Pflanzen bei trockenem, ruhigem Wetter ab und vergessen dabei die künftigen stürmischen Böen.

Wir überprüfen:

  • ob die Wurzeln nicht freiliegen;
  • ob sich die Isolierung nicht verschoben hat;
  • ob es keine Spalten gibt. 

Verhinderung von Bodenerosion

Auf abschüssigen Flächen machen Sie Querrillen. Sie bremsen den Schmelzwasserfluss und bewahren die fruchtbare Bodenschicht. Im Frühling verringern solche Furchen die Erosion deutlich.

Einschlagen der Setzlinge

Wenn Sie noch Setzlinge haben, die Sie vor dem Frost nicht einpflanzen konnten, verwenden Sie die Methode des Einschlagens. Im November überprüfen Sie Folgendes:

  • Die Erde sollte locker und feucht bleiben;
  • Mäuse sollten nicht zur Rinde gelangen (legen Sie Köder aus und decken Sie sie mit Schiefer oder anderem Material ab, um sie vor Katzen und Vögeln zu schützen);
  • Die Abdeckung sollte nicht feucht werden.

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