Selbst unter idealen Bedingungen hat in jedem Keller sein eigenes Mikroklima. Luftfeuchtigkeit, Belüftung, Wandtyp und sogar die Kartoffelsorte beeinflussen, wie lange die Ernte bis zum Frühling haltbar ist. Damit die Knollen nicht faulen, nicht an Geschmack verlieren und nicht vorzeitig keimen, lohnt es sich, einige bewährte Methoden zu kennen.
Inhaltsverzeichnis:
Die Sortenvorbereitung — die halbe Miete
Die richtige Verpackung und Platzierung
Kartoffeln lagert man am besten in Kisten, Körben oder auf Holzregalen. Hauptsache, zwischen den Schichten gibt es Luftzutritt. Es ist nicht zulässig, die Knollen «haufenweise» höher als einen Meter zu schütten: Die unteren Schichten überhitzen, sammeln Feuchtigkeit und beginnen zu faulen.
Plastiksäcke und Polyethylen — Feinde der Langzeitlagerung: Im Inneren bildet sich Kondenswasser, und innerhalb weniger Tage entsteht Schimmel. Optimal ist die Verwendung von Netzsäcken oder Kisten mit Löchern, und den Boden mit einer Schicht trockener Sägespäne oder Stroh oder Holzasche auszulegen (saugt überschüssige Feuchtigkeit hervorragend auf und verhindert das Verfaulen der Knollen).
Beleuchtung und Mikroklima
Der Keller sollte dunkel sein. Licht regt das Keimen und die Bildung von Solanin — einem giftigen Stoff, der entsteht, wenn die Knollen grün werden (vergünen sollten vor der Lagerung nur Saatknollen). Selbst kurze Lichteinwirkung beschleunigt die Alterung der Ernte.
Um die Temperatur bei +3 °C zu halten, ist es praktisch, einen automatischen Temperaturregler oder ein gewöhnliches Haushaltsthermometer mit Speicher zu verwenden. Wenn es in den Wintermonaten im Raum zu trocken ist, stellen Sie einen offenen Eimer mit Wasser auf — das verringert die Feuchtigkeitsverdunstung aus den Knollen. Bei übermäßiger Feuchtigkeit hingegen — stellen Sie Gläser mit Salz, Asche oder ungelöschtem Kalk auf.
Biologischer Schutz und Vorbeugung von Fäulnis
Vor der Einlagerung der Ernte bestäuben viele erfahrene Landwirte die Kartoffeln leicht mit Holzasche — das ist nicht nur ein Schutz vor Pilzen, sondern auch eine Kaliumquelle, die die Schale stärkt.
Einmal im Monat ist es ratsam, die oberen Schichten zu überprüfen: Wenn weiche oder dunkle Knollen auftauchen, müssen diese sofort entfernt werden. Lüften Sie nach der Kontrolle den Keller — frische Luft hemmt Schimmel und beseitigt den muffigen Geruch.
Kleine Geheimnisse der langlebigen Ernte
— Waschen Sie die Kartoffeln vor der Lagerung nicht. Selbst wenn die Knollen etwas Erde anhaften, ist das ein natürlicher Schutz vor dem Austrocknen.
— Übertrocknen Sie den Keller nicht. Zu trockene Luft macht Kartoffeln schlaff — runzlig und geschmacklos.
Die Lagerung von Kartoffeln — das ist nicht einfach nur das Einlagern der Ernte «bis zum Frühjahr», sondern eine ganze Wissenschaft. Aber wenn Sie auf Sortierung, Belüftung, Temperatur und Vorbeugung achten, wird selbst ein kleiner Keller zu einem zuverlässigen Lager für den Winter.