Wir sind es gewohnt, Kartoffeln auf die übliche Weise anzubauen, indem wir die Knollen ohne besondere Vorrichtungen oder Technologien in die Erde setzen. Heutzutage gibt es jedoch viele neue Methoden des Anbaus, eine davon ist der Anbau von Kartoffeln in Kisten. Die betrachtete Technologie ermöglicht eine geringere Pflege der Kultur und trägt zu einer guten Ernte bei.
Als Kiste kann jeder Holz- oder Metallbehälter dienen, sowie ein Plastikfass oder ein Stahlbetonring für einen Brunnen. Zuerst wird der Boden des ausgewählten Behälters entfernt – dies ist notwendig, um überschüssige Feuchtigkeit abzuleiten, die beim Gießen zurückbleiben kann, und um Hindernisse für verschiedene Mikroorganismen zu beseitigen, die direkt am Entwicklungsprozess der Kultur beteiligt sind.
Wird für den Kartoffelanbau in Kisten ein kleiner Holz- oder Plastikbehälter verwendet, muss der Boden nicht entfernt werden. Zur Ableitung überschüssiger Feuchtigkeit werden mit einem Bohrer mehrere Löcher mit einem Durchmesser von 1-2 cm gebohrt, die in einem Abstand von 15-20 Zentimetern zueinander angeordnet werden. Die Löcher in der Seitenfläche des Fasses oder der Kiste fördern eine bessere Sauerstoffzufuhr zum Wurzelsystem der Pflanze.
Eine maximale Belüftung wird mit einem einfachen Trick erreicht. In die Kiste wird auf der Höhe des Wurzelsystems der Kultur ein Gummischlauch mit kleinen Löchern im Abstand von 15-20 Zentimetern eingelegt. In ein Ende des Schlauchs wird ein Stopfen eingesetzt, und an das andere Ende wird ein Kompressor mit geringer Leistung angeschlossen. Die Luftzufuhr zu den Kartoffelwurzeln erfolgt alle 2 Tage, wobei der Kompressor 5 Minuten lang bei minimalem Druck eingeschaltet wird. Anstelle der mechanischen Luftzufuhr kann auch eine normale Pumpe verwendet werden.
Substrat für den Kartoffelanbau in Kisten
Um maximale Erträge bei Kartoffeln in Kisten zu erzielen, muss das Nährsubstrat richtig vorbereitet werden. Normale Gartenerde ist für diesen Zweck nicht geeignet, daher verwenden erfahrene Gärtner ein spezielles Konzentrat, das unter anderem aus Küchenabfällen (Fischschuppen, Eierschalen, Knochen usw.) bestehen kann.
Der besagte Kompost wird auf dem Boden des Behälters in einer 10 cm dicken Schicht ausgelegt. Um die Fermentation zu beschleunigen, werden die Abfälle in eine Plastikfolie gegeben und mit dem Präparat Urgasa bestreut – nach 4-5 Tagen erhält man daraus einen wertvollen Dünger.
Der gewonnene Kompost wird zu gleichen Teilen mit Erde und Rasenerde gemischt, eine 10 cm dicke Schicht in den Behälter gefüllt und mit dem Pflanzen der Knollen begonnen, wobei sie in einem Abstand von 20 Zentimetern zueinander platziert werden. Parallel zur Pflanzung der Wurzelfrüchte wird ein flexibler Gummischlauch verlegt – die Kartoffeln können in drei Etagen angeordnet werden.
Die weitere Pflege der Kartoffeln in Kisten sollte das Durchpumpen von Luft durch den Schlauch und das Gießen umfassen. Wenn alles richtig gemacht wird, erhalten Sie eine gute Ernte.