20 Jahre lang wird sie Früchte tragen. Wie man Johannisbeeren richtig pflegt

Die Meinung, dass Johannisbeeren für hohe Erträge alle 3–5 Jahre umgepflanzt werden müssen, hat sich in der Datscha-Gemeinschaft nicht ohne Grund festgesetzt. Tatsächlich entwickeln sich die Sträucher an neuen Standorten aktiv, aber das ist keineswegs ein Zeichen dafür, dass die alte Pflanzung ausgedient hat. Agronom Andrej Tumanow ist der Ansicht, dass Johannisbeeren tatsächlich bis zu 20 Jahre lang saftige Beeren hervorbringen können. Die Hauptsache ist die richtige Pflege.

Zustand der Zweige

Einer der Hauptgründe für den Rückgang des Ertrags ist das Fehlen eines Verjüngungsschnitts.

Kranke und ältere als fünf Jahre alte Zweige verlieren oft die Fähigkeit zu aktivem Wachstum: Jeden Frühling wird ihr Zuwachs kürzer, die Rinde beginnt sich zu schälen und die Beeren werden kleiner.

Beachten Sie jedoch, dass die Zweige unterschiedlichen Alters sein sollten. Entfernen Sie jährlich 2–3 alte Triebe, um Platz für junge zu schaffen. Ein regelmäßiger Formschnitt regt das Wachstum neuer, junger Zweige mit hohem Ertragspotential an.

Schädlinge

Mit modernen Sorten ist es viel einfacher geworden, da sie weniger anfällig für Schädlinge sind.

  • Stachelbeerzünsler. Dieser Schädling ist nicht nur für Stachelbeeren gefährlich. Raupen dringen in die Beeren ein und hinterlassen feine Spinnweben und Hohlräume. Der Befallsherd kann durch physische Einwirkung lokalisiert werden – durch das Entfernen der Schädlinge von Hand.
  • Knospenmilbe. Bildet aufgeblähte «Köpfchen» anstelle normaler Knospen. Wenn keine vorbeugende Behandlung im Frühjahr durchgeführt wird, schwellen die Knospen an, öffnen sich nicht und der Strauch kommt nicht einmal zum Blühen. Die beste Schutzmethode ist der Kauf moderner Sorten mit hoher Resistenz gegen Milben und andere Krankheiten in Baumschulen.
  • Mehltau. Ein häufiger Gast bei alten Johannisbeersorten, besonders in feuchten Sommern. Wenn keine Vorbeugung erfolgt, befällt der Pilz bereits im Mai die Blattspitzen und geht dann auf die Beeren über: zuerst erscheinen weiße Herde, später braune. Diese Früchte sind dann selbst bei reichlicher Ernte nicht mehr zum Verzehr geeignet.
Siehe auch:
Ernte unter Schutz. Wie und wann man im Frühjahr den Garten behandeln muss

Sonne und Nährstoffe

Johannisbeeren bevorzugen sonnige Standorte mit leichten Halbschatten. Im Schatten gibt es zwar Beeren, aber weniger und sie sind weniger süß.

Im Frühjahr benötigen die Sträucher Stickstoffdünger für das aktive Wachstum von Laub und Trieben. Nach der Blüte und bis zum Herbst sind Phosphor-Kalium-Dünger notwendig.

Mulchen und Bewässerung

Mulchen ist eine der effektivsten Methoden, um Johannisbeeren vor Austrocknung zu schützen und einen stabilen Ertrag zu erhalten, besonders in südlichen und trockenen Regionen. Üblicherweise wird der Mulch um die Basis der Sträucher ausgelegt, wodurch ein Schutzring mit einem Durchmesser von 50 bis 100 cm und einer Schichthöhe von 4 bis 15 cm entsteht.

Drücken Sie den Mulch nicht dicht an den Stamm. Zwischen ihm und der Rinde sollte ein Spalt von 10–15 cm gelassen werden, da sonst die Feuchtigkeit unter der Schicht einen Treibhauseffekt erzeugt, was zu Fäulnis und Erkrankungen der Rinde führen kann. Feuchtigkeitsmangel wirkt sich direkt auf die Qualität der Beeren aus: Sie werden klein, runzelig und fallen noch vor der Ernte ab.

In einem trockenen Sommer können Sie die Sträucher 1 Mal im Monat zusätzlich gießen.

Wenn Sie all diese Regeln beachten, können Sie sich viele Jahre lang an den Früchten der Johannisbeeren erfreuen.

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