Führen Sie es im April durch. Der Agronom hat das Geheimnis einer reichen Johannisbeer-Ernte gelüftet.
Wenn man die Johannisbeere im April ohne Düngung lässt, braucht man nicht mit großen Beeren zu rechnen. Sie braucht nicht einfach «ein paar Schaufeln Mist unter den Busch zu werfen» — wie es in den Dörfern üblich ist und das nur Wurzelverbrennungen verursacht (wenn der Mist frisch ist), sondern eine genaue Ernährung nach Zeitplan und Dosierung. Ein Agronom hat eine einfache und funktionierende Schema geteilt, wie man die Johannisbeere im Frühling düngt.
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Die bequemste Option
Vor jeder mineralischen Düngung sollte man die Johannisbeere 2–3 Stunden vorher gut gießen, um die Wurzeln nicht zu verbrennen und zu verhindern, dass der Dünger weggespült wird.
Wenn der Frühling kalt ist und der Boden noch nicht zu warm ist, ist die bequemste Option — Ammoniumnitrat. Es wird nicht verdünnt, sondern trocken ausgestreut: 30 g pro 1 m² (etwa 2 EL ohne Häufchen) im Wurzelbereich, danach wird die Erde flach mit einem Rechen gelockert — nicht tiefer als 1 cm, um die oberflächlichen Wurzeln der Johannisbeere nicht zu beschädigen (das ist der Hauptfehler – tiefes Lockern der Erde unter der Johannisbeere bedeutet, ihre Saugwurzeln zu beschädigen!) und reichlich gegossen. Diese Option ist gerade im frühen Frühling praktisch, weil das Nitrat auch in kühlem Boden wirkt.
Eine einfache Alternative
Nitrat ist derzeit nicht überall erhältlich, daher kann man das in jedem Garten- und Baumarkt erhältliche Harnstoff verwenden. Es ist besser, es in flüssiger Form anzuwenden: Die Arbeitslösung wird aus 1 EL auf 10 l Wasser hergestellt und dieser Eimer wird direkt unter einen ausgewachsenen Busch gegossen. Für eine schnelle Unterstützung kann man die Johannisbeere über das Blatt besprühen: Man nimmt 20 g auf 10 l Wasser (etwa 1 EL ohne Häufchen) und besprüht den Busch bei ruhigem Wetter am Abend. Zwischen verschiedenen Düngungen hält man 8–12 Tage Abstand und gießt nicht alles auf einmal.
Sanfte Düngung
Wenn man nicht mit «Mineraldünger» arbeiten möchte, kann man der Johannisbeere gut verrotteten Kompost oder Humus geben: 5–10 l pro ausgewachsenem Busch (etwa ein halber Eimer bis ein Eimer) im Durchmesser der Krone, dann als Schicht von 2–5 cm als Mulch verteilen. Eine solche Düngung ist sanfter, wirkt länger und hilft gleichzeitig, die Feuchtigkeit zu halten. Aber in Kombination mit mineralischem Stickstoffdünger wirkt sie noch besser. Für Büsche, die jährlich eine gute Schicht organischen Mulch erhalten, ist oft weniger zusätzliche Nährstoffversorgung nötig als auf armen und trockenen Böden.
Muss die Düngung wiederholt werden?
Wenn man es auf das einfachste Schema reduziert, reicht im April normalerweise eine einzige grundlegende Wurzeldüngung aus: entweder Salpeter auf kaltem Boden oder Harnstoff auf bereits erwärmter Erde. Eine Wiederholung im April erfolgt nur bei schwachem Wachstum des Strauchs oder auf armen Böden, und dann werden die Düngemittel nicht gemischt, sondern die nächste Nährstoffgabe erfolgt frühestens anderthalb Wochen später.