Der Herbst — die Zeit des Pflanzenschnitts. Dies ist jedoch nicht die Zeit für radikale Experimente. Unsere Aufgabe — nicht den Garten umzugestalten, sondern ihn geschickt auf den strengen Winter vorzubereiten. Wie das ohne Schaden für Ihren Garten gelingt, hat mitgeteilt Gärtnerin Irina Alexejewa.
Inhaltsverzeichnis:
Was denn können und müssen Sie mutig schneiden
· Trockene und gebrochene Äste. Sie — Ballast, den Sie loswerden müssen.
· Kranke Triebe. Sehen Sie einen Ast mit verdächtigen Flecken, Belag oder Schwellungen? Dann sofort entfernen! Das ist ein Nährboden für Infektionen.
· Alles, was in die Krone hineinwächst. Ein dichter, undurchlüfteter Strauch — ein Paradies für Krankheiten. Licht und Luft müssen tief eindringen!
Behutsame Formung
Den starken Schnitt heben Sie sich für den Frühling auf, aber einiges können Sie auch jetzt machen.
Obstbäume (Apfel, Birne, Pflaume)
· Schneiden Sie die Wassertriebe aus — das sind «Schmarotzer», die vertikale Triebe verschlingen, die nur Säfte ziehen und keine Früchte tragen.
· Entfernen Sie die Konkurrenten: wenn zwei Äste aneinander reiben, behalten Sie den stärkeren. Reibung — ein direkter Weg zu Krankheiten.
· Wichtige Warnung: Kürzen Sie nicht die guten einjährigen Zuwächse! Dies provoziert das Wachstum der Knospen vor dem Winter, und sie werden unweigerlich erfrieren. Große Schnitte lassen Sie ebenfalls bis zum Frühling.
Beerensträucher
Aber hier können und sollten Sie im Herbst gründlich arbeiten! Von Ihren Handlungen hängt jetzt die Menge der Beeren im nächsten Jahr ab.
Schwarze Johannisbeere — Liebhaberin der Jugend
Denken Sie daran: Die beste Ernte gibt sie an Ästen im Alter von 1-3 Jahren. Ältere Äste — sind bereits alte Herren.
· Schneiden Sie ohne Bedauern alle Äste, die älter als 4-5 Jahre sind, an der Basis ab (sie sind dunkel, mit dicker Rinde).
· Entfernen Sie die schwachen, nicht ausgereiften jungen Triebe.
· Ein idealer Strauch — das sind 12-15 verschieden alte, starke Äste.
Rote und weiße Johannisbeere — reife Damen
Sie tragen Früchte an älteren Ästen — 2-5 Jahren.
· Schneiden Sie nur die wahren Greise aus — Äste mit einem Alter von 6-7 Jahren.
· Lichten Sie die übermäßig dichten jungen Triebe aus.
· Kein Spitzenbeschnitt! Dies kann Sie eines guten Teils der Ernte berauben.
Stachelbeere — ist anfällig für echten Mehltau
· Entfernen Sie Zweige, die älter als 5–7 Jahre sind.
· Richten Sie besondere Aufmerksamkeit auf die Buschmitte! Lichten Sie ihn wie einen Dschungel aus, damit Licht und Luft frei zirkulieren können. Das ist der beste Schutz vor Krankheiten.
Himbeere: zwei Szenarien für eine reiche Ernte
· Einfache Himbeere: Entfernen Sie gnadenlos alle abgeernteten Triebe direkt an der Basis – die braunen, trockenen zweijährigen Triebe. Sie haben ihren Teil getan!
· Herbsthimbeere – die Königin des Herbstes:
· Variante für Faule und Kluge: Mähen Sie nach dem Frost die gesamte Plantage komplett ab! Eine einzige Herbsternte wird üppiger ausfallen, und vor allem bleibt der Busch frei von Krankheiten und Schädlingen.
· Variante für Feinschmecker, die zwei Ernten erwarten: Schneiden Sie sie wie eine einfache Himbeere.
Goldene Regeln, die Ihren Garten retten werden
1. Der richtige Zeitpunkt ist alles! Der ideale Zeitpunkt ist nach dem Laubfall, aber vor dem Eintreten strenger Fröste.
2. Das Werkzeug muss rasiermesserscharf sein! Eine stumpfe Gartenschere schneidet nicht, sondern quetscht das Holz. Desinfizieren Sie sie unbedingt!
3. Die Technik macht den Unterschied:
· Einen Ast 'auf Astring' – schneiden Sie entlang des Wulstes an der Basis, ohne Stummel zu hinterlassen.
· Beim Einkürzen 'auf eine Knospe' – machen Sie den Schnitt über einer nach außen zeigenden Knospe, nicht nach innen.
4. Verschließen Sie alle größeren Wunden unbedingt mit Baumwachs oder einer speziellen Wundpaste. Das ist wie ein Pflaster auf eine Schnittwunde.
Kurzes Merkblatt, wenn Sie eine reiche Ernte erzielen möchten
· Bäume: Auslichten, aber nicht stutzen.
· Sträucher: Verjüngen und kräftig formen.
· Himbeere: Entfernen Sie das Abgetragene ohne Bedauern.
Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie es bis zum Frühling. Ihr Garten wird es Ihnen mit üppiger Blüte und reicher Ernte danken!