Früher haben unsere Großväter selbst in den südlichen Regionen die Weinreben einfach abgedeckt, indem sie sie von oben oder in Gräben mit Erde bedeckten, und sie haben gut überwintert. Aber das Klima hat sich verändert. Mitten im Winter gibt es häufig Wochen mit längeren Tauwetterperioden, und unter solchen Bedingungen erwärmt sich der Boden, und die so bedeckte Rebe fault schlichtweg. Die Rebe mit Erde zu bedecken ist nur möglich, wenn die Region stabile Winterfröste ohne Tauwetter hat und:
- Die Rebe ausgereift und trocken,
- Die Abdeckung erfolgt auf vollständig gefrorenem Boden (-2… -3°C),
- und oben wird eine Luftschicht hinzugefügt (Reisig, Agrofaser, Brett).
Dann hat die Erde keinen direkten Kontakt mit der Rebe — und es besteht keine Gefahr des Verfaulens.
So macht man es selbst im Süden, aber — nur bei echtem Frost, nicht im Oktober.
Inhaltsverzeichnis:
Einfache lufttrockene Abdeckung der Weinreben (Südrussland)
Im Süden (Krim, Krasnodar, Stawropol, Oblast Rostow) ist der Winter mild, aber feucht, mit häufigen Tauwetterperioden und Regen.
Hier werden die Reben nicht mit Erde abgedeckt, weil es auch im Winter oft warm ist und unter einer dichten Erdschicht:
- die Luft nicht zirkuliert,
- Kondenswasser nicht verdunstet,
- die Temperatur in der Abdeckung kann auch im Januar bei +2…+5°C bleiben.
Und das sind ideale Bedingungen für das Verfaulen des Rebgewebes und die Entwicklung von Schimmel (Botrytis, Penicillium usw.).
Das heißt, die Reben ersticken buchstäblich unter der Erde.
Die sicherste Option für südliche Regionen ist die lufttrockene Abdeckung:
1. Die Rebe von den Stützen nehmen und zu Bündeln binden.
2. Reisig, Bretter oder trockene Mais- oder Sonnenblumenstängel darunter legen.
3. Von oben mit Agrofaser (60-80 g/m²) oder alter Sackleinen abdecken.
4. Die Ränder des Abdeckmaterials mit Brettern oder Ziegeln beschweren.
5. Wenn stabiler Frost einsetzt, kann man zusätzlich eine folienbeschichtete Isolierung oder Folie darauf legen und dabei kleine Lüftungsspalte lassen.
6. Wenn Frost unter -10°C vorhergesagt wird — kann man eine leichte Schicht trockener Erde (5 cm) auf die Agrofaser geben.
Aber die Rebe niemals direkt bedecken!
Erdabdeckung der Weinreben (Mittelzone, Ural, Sibirien)
1. Heben Sie entlang der Reihe einen Graben von 15-20 cm Tiefe aus.
2. Legen Sie die Reben in den Graben und fixieren Sie sie mit Metallklammern.
3. Decken Sie sie mit folienbeschichteter Isolierung oder Schiefer ab, damit ein Luftpolster entsteht, und bedecken Sie sie dann mit trockener Erde (10-15 cm), anschließend mit Torf, Laub oder Sägemehl (5 cm).
4. Nach dem ersten Frost geben Sie noch eine Schicht Erde oder Schnee hinzu.
Tipp: Verwenden Sie keinen Humus und schon gar keinen Mist — er wärmt, und die Rebe kann faulen.
Kombinierte Abdeckung der Weinreben (Nordwesten und Regionen mit Tauwetter)
- Legen Sie die Rebe auf eine Schicht aus Tannenzweigen oder Stängeln von Sonnenblumen und Mais (nur trocken).
- Bedecken Sie es mit Vlies, dann legen Sie Folie über Bögen, um einen Luftspalt zu schaffen.
- Befestigen Sie die Ränder der Folie im Boden, lassen Sie aber Lücken für die Belüftung.
Eine solche Abdeckung schützt vor Feuchtigkeit und durchnässung bei häufigen Wintertauwettern.
Grabenabdeckung der Weinreben (strenge Regionen Sibiriens und des Fernen Ostens)
- Machen Sie einen Graben von 25-30 cm Tiefe.
- Legen Sie auf den Boden Tannenzweige oder trockenes Laub, Mais- und Sonnenblumenstängel.
- Legen Sie die Rebe hinein, darauf Tannenzweige, Vlies und eine 20-25 cm dicke Erdschicht.
- Häufen Sie nach Schneefall 40-50 cm Schnee darauf.
Bei starkem Frost ist der Graben — die einzig zuverlässige Methode, um die Sträucher zu erhalten.