Haferwurzel: Beschreibung und Eigenschaften

Die Haferwurzel (Bocksbart, weiße Wurzel) gehört zur Familie der Korbblütler.

Biologische Merkmale

Die Pflanze ist zweijährig. Im ersten Jahr bildet sie eine grau-weiße, zylindrische Wurzel von 3–4 cm Durchmesser mit dünnen, aber sehr zahlreichen Seitenwurzeln und eine Rosette aus lineal-lanzettlichen Blättern. Im zweiten Jahr blüht die Pflanze und bildet Samen. Die Blüten sind purpurrot oder violett-rot und in Körbchenständen angeordnet. Die Früchte sind braun und werden bei Reife leicht vom Wind verbreitet.

Die Haferwurzel wird wegen ihrer diätetischen Eigenschaften geschätzt. Ihre Wurzeln sind reich an Proteinen, Mineralsalzen und enthalten Inulin. Gekocht haben sie einen sehr angenehmen, zarten Geschmack.

Die Wurzeln werden häufig als Gewürz für Vor- und Hauptgerichte, als eigenständiges Gericht (gekocht oder gebraten), als Beilage zu Fisch- und Fleischgerichten sowie als Kaffeeersatz verwendet. Die jungen Blätter der Haferwurzel können als Salat gegessen werden.

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Anbautechnik

Die Haferwurzel wird durch Aussaat der Samen ins Freiland angebaut. Sie gedeiht gut auf leichten, humusreichen Böden. Es wird nicht empfohlen, unverrotteten Mist auszubringen. Die Samen können im zeitigen Frühjahr ausgesät werden, sobald der Boden bereit ist. Auch eine Wintersaat ist möglich.

Die Aussaat erfolgt in Reihen mit einem Reihenabstand von 45–50 cm oder in Doppelreihen (Bandsaat) mit einem Abstand von 20 cm zwischen den Reihen. Die Sämlinge werden auf einen Abstand von 10–15 cm vereinzelt, sobald sie eine Höhe von 7–8 cm erreicht haben. Nach dem Vereinzeln werden die Reihen gelockert und mit mineralischem Dünger nachgedüngt.

Die Wurzeln werden im späten Herbst geerntet, jedoch vor dem Gefrieren des Bodens. Die ausgegrabenen Wurzeln, mit feuchtem Sand bedeckt, lassen sich gut über den Winter lagern.

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