Der beste Weg, eine frühe Gurkenernte zu erzielen, ist der Anbau dieser Pflanze im Gewächshaus.
Nach der Bestäubungsmethode sind Gurken entweder parthenokarpisch (selbstbestäubend) oder werden von Insekten bestäubt – für die Pflanzung im Gewächshaus verwendet man besser
selbstbestäubende Gurkensorten.
Einen erheblichen Einfluss auf den Ertrag jeder Kultur haben die Samen. Für die Pflanzung von Gurken im Gewächshaus verwendet man besser Samen, die 2-3 Jahre alt sind, da bei der Verwendung von frischen Samen eine beträchtliche Anzahl von Taubblüten entsteht. Die Aussaatmenge pro m² schwankt zwischen 0,5 Gramm und 1 Gramm.
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Vorbereitung der Samen
Vor der Aussaat in die Erde müssen die Samen sortiert werden. Dazu werden sie für 10 Minuten in Salzwasser (3 Gramm Salz auf 100 Gramm Wasser) gegeben. Für die Aussaat werden nur die schweren, untergegangenen Samen verwendet, danach werden sie mit klarem Wasser abgespült, die restlichen Samen können weggeworfen werden. Anschließend wird das Saatgut in einer rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung desinfiziert, indem man es in Mullbeuteln für 20 Minuten eintaucht.
Um die Entwicklung verschiedener Krankheiten zu verhindern und die Keimung der Samen zu beschleunigen, kann man sie mit einer speziellen Lösung behandeln, die aus 1 Esslöffel trockenem Rinderdung und Holzasche pro Liter Wasser besteht.
Die vorbereiteten Samen werden 12 Stunden lang in der genannten Lösung gehalten, dann werden sie in ein Tuch oder Mull gewickelt.
Vorbereitung des Bodens im Gewächshaus
Vor dem Pflanzen von Gurken im Gewächshaus muss der Boden darin bereits im Herbst oder einige Wochen vor der Aussaat vorbereitet werden. Die Bodenmischung besteht aus folgenden Komponenten: Gartenerde – 2 Teile, mit kochendem Wasser überbrühte Sägespäne – 1 Teil, Humus – 2 Teile.
Dem Boden können Nährstoffe zugesetzt werden: je ein Teelöffel Harnstoff und Superphosphat pro 10 Liter Mischung.
Methoden zum Pflanzen von Gurken im Gewächshaus
Wenn das Gewächshaus beheizt wird, können die Samen sofort in die vorbereitete Erde gesät werden, andernfalls zieht man Setzlinge heran. Für die Anzucht der Setzlinge verwendet man Keramik- oder Torftöpfe (in Torftöpfen wird das Umpflanzen erleichtert).
Die Töpfe werden 1-2 Zentimeter unter dem Rand mit Erde gefüllt, dann wird die Erde mit einer warmen, rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung gegossen. In der Mitte des Topfes wird eine etwa 2 Zentimeter tiefe Vertiefung gemacht und 2 Samen eingelegt. Wenn die Samen gekeimt sind (beim Vorkeimen), sollten sie flach gelegt werden. Anschließend werden die Samen mit Erde bedeckt und die Töpfe werden mit transparenter Folie abgedeckt, bis die Keimlinge erscheinen.
Die Setzlinge benötigen Sonnenlicht und ein bestimmtes Temperaturregime (nachts 14-16 Grad, tagsüber 18-20 Grad). Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in trockenen Räumen stellt man neben die Setzlinge Wassergefäße oder legt ein feuchtes Tuch auf die Heizung.
Gurkensetzlinge werden im Alter von einem Monat oder nach dem Erscheinen von 4-5 echten Blättern in das Gewächshaus gepflanzt. Die Pflanzzeit hängt von den spezifischen klimatischen Bedingungen der Gurkenanbauregion ab.