Gurken zeichnen sich durch eine hohe Nährstoffaufnahme aus, daher benötigen diese Kulturen Düngung. Die ausgebrachten Düngermengen hängen von der Entwicklungsphase der Kultur ab – in der Anfangsphase der Gurkenentwicklung ist die Menge der in den Boden eingebrachten Nährstoffe gering, dann wird sie mit der Entwicklung der Kultur erhöht.
Womit werden Gurken in der Anfangsphase gedüngt?
In der Anfangsphase benötigen Gurken Phosphor, während der Fruchtbildung und Reifezeit Stickstoff und Kalium. Düngemittel mit organischen Stoffen wirken sich positiv auf die Pflanzenentwicklung aus.
Diese Art von Dünger trägt zur Erwärmung der Ackerbodenkrume bei, was wiederum das Auflaufen der Keimlinge beschleunigt, die bodennahe Schicht mit Kohlendioxid anreichert, das für die Gurkenentwicklung notwendig ist. Als bestes organisches Düngemittel für Gurken gilt Humus, der bei der Aussaat in die Furchen sowie in die Pflanzlöcher eingebracht wird, wenn Gurken als Setzlinge gepflanzt werden.
Die erste Düngung mit organischen Düngemitteln sollte etwa zwei Wochen nach dem Pflanzen der Gurken erfolgen. Dazu verwendet man eine Lösung aus Jauche oder Geflügelmist. Jauche sollte im Verhältnis 1:10 verdünnt werden, bei Geflügelmist verdoppelt sich das Verhältnis auf 1:20.
Mineraldünger für Gurken
Mineraldünger sollte nur auf nährstoffreichen Böden ausgebracht werden. Die Berechnung aller Mineraldünger bezieht sich auf ein Volumenmaß – 10 Liter Wasser.
Für die erste Düngung in der frühen Entwicklungsphase der Kultur löst man in einem Eimer Wasser auf: Superphosphat – 20-30 g, Ammoniumnitrat – 15 g, Kaliumchlorid – 20 g. Später wird die Menge der Mineraldüngerkomponenten um das Eineinhalb- bis Zweifache erhöht.
Nach dem Gießen der Pflanzen mit Mineraldünger empfiehlt es sich, die Gurken mit klarem Wasser zu gießen, um die Lösung von den Blättern zu spülen – das Auftreten von Dünger auf den Blättern kann Verbrennungen verursachen.
Für eine bessere Wirkung der Mineraldünger für Gurken können Spurenelemente hinzugefügt werden, wobei die Dosierungen auf die gleiche Wassermenge berechnet werden: Mangansulfat – 0,3 g, Borsäure – 0,5 g. Damit die Pflanze den Dünger besser aus dem Boden aufnehmen kann, wird dieser einige Stunden vor der Düngung mit Wasser durchtränkt.
Gute Ergebnisse erzielt man durch Blattdüngung, bei der die Nährstoffe auf die Blätter der Pflanzen gesprüht werden. Solche Düngungen ermöglichen es, das Gleichgewicht der Nährstoffe im Pflanzengewebe schnell wiederherzustellen.
Die Blattdüngung wird wie folgt zubereitet: In einem Eimer warmem Wasser werden 10 g Harnstoff, 7 g Ammoniumnitrat, 10 g Superphosphat und 8 g Kaliumchlorid sowie an Spurenelementen 0,3 g Borsäure und 0,2 g Mangansulfat aufgelöst.