Stellen Sie sich ein leichtes, erfrischendes Dessert vor, verziert mit essbaren, lebenden Blumen. Denken Sie, so etwas sei unmöglich? Dabei gibt es in der Natur viele Blumen, die zum Verzehr geeignet sind. Einige von ihnen werden zur Herstellung aromatischer Marmeladen verwendet, zum Beispiel die Blütenblätter der Teerose, andere, darunter die Blüten der Kapuzinerkresse, können frisch gegessen oder zu zarten Salaten oder außergewöhnlich schmackhaften Suppen verarbeitet werden.
Große Kapuzinerkresse besitzt heilende Eigenschaften und wird häufig bei Blutarmut, erhöhtem Blutdruck und zur Vorbeugung von Skorbut eingesetzt. Ihre süßlich-würzigen Blüten werden vielseitig in der Küche verwendet. Es sind nicht nur die Blüten essbar, sondern auch die anderen Pflanzenteile außer den Wurzeln. Dieses einzigartige Gewürz ist zudem reich an wertvollen Inhaltsstoffen: Es enthält große Mengen an Ascorbinsäure, Phytonziden, Carotin und antimikrobiellen Substanzen.
Die Große Kapuzinerkresse wird aus Samen oder durch Vorkultur gezogen. Wenn Sie die Setzlinge selbst heranziehen möchten, können Sie bereits Mitte März mit der Aussaat beginnen. Im Freiland können die Samen gegen Ende Mai gesät werden. Wichtig ist, die Zeit abzuwarten, in der keine Fröste mehr zu befürchten sind, da die Kapuzinerkresse eine sehr wärmeliebende Pflanze ist und bereits leichte Kälteeinbrüche die Pflanze zerstören können.
Bei der Düngung der Kapuzinerkresse – bis zu zweimal während des gesamten Lebenszyklus – sollten frischer Mist, Stickstoff und ein Überschuss an Kalk vermieden werden. Für diese Pflanze eignen sich am besten mineralische Volldünger.
Kapuzinerkressen sehen nicht nur in Gärten, sondern auch auf Balkonen und offenen Veranden hervorragend aus.