Welche Temperatur im Gewächshaus ist optimal für Gemüse?

Wärmeliebe bei Gemüse bedeutet keineswegs eine Vorliebe für übermäßige Hitze. Sie schadet ihnen, indem sie Stress verursacht, nicht weniger als Kälte. Daher ist es im Gewächshaus äußerst wichtig, das Temperaturgleichgewicht zu wahren. Ein Anstieg der Temperatur auf kritische Werte darf aus vielen Gründen nicht zugelassen werden, aber jede Pflanze hat ihren eigenen. Und wie ist sie – die optimale, angenehme Temperatur? Wir klären das mit einem Experten.

Es antwortet Agronom Wassili Jakowlew:

— Für verschiedene Kulturen ist das Temperaturoptimum unterschiedlich. Schauen wir uns das am Beispiel der bei russischen Gärtnern beliebtesten an.

Tomaten bevorzugen für ihre richtige Entwicklung und gute Fruchtbildung tagsüber nicht mehr als 20-22 Grad und nachts – bis zu plus 18 Grad. Dabei ist es für sie besser, die Luftfeuchtigkeit auf einem Niveau von 60-70% zu halten.

Gurken fühlen sich bei einer Lufttemperatur im Bereich von 25 bis 28 Grad tagsüber und nicht weniger als 18-21 Grad nachts wohl, wobei die Bodentemperatur nicht unter 22 Grad liegen sollte. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 75-85% liegen.

Paprika bevorzugen für ein normales Leben +25+28°C tagsüber und +20+23°C nachts, die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 66-75% liegen.

Auberginen fühlen sich bei +25+28°C tagsüber und +20°C nachts wohl, nicht mehr. Sie benötigen eine Luftfeuchtigkeit von 50-60%.

Siehe auch:
Für welche Wirtschaftsgebäude muss keine Grundsteuer gezahlt werden?

Dieses Temperaturregime muss in Gewächshäusern eingehalten werden. Der einfachste Weg, dies zu erreichen, ist das rechtzeitige Lüften der Gewächshäuser und das Aufstellen von Wasserbehältern darin – sie regulieren sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit. Wenn es jedoch heißer wird, kann sich dies in erster Linie auf die Fruchtbildung auswirken – zum Beispiel stirbt der Pollen von Tomaten und Gurken bei einer Temperatur von +35°C, erst recht bei +40°C, einfach ab.

Übrigens ist das entsprechende Temperatur- und Feuchtigkeitsregime – ein Grund, nicht mehrere Kulturen im Gewächshaus zu verteilen, sondern sie streng für eine einzige vorzusehen. Es ist einfach viel einfacher, es bei einer Monokultur einzuhalten, als wenn im Gewächshaus zwei oder mehr mit unterschiedlichen Anforderungen an Wärme und Feuchtigkeit nebeneinander existieren.

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?