Gefährlicher Dünger. Agronom: Unreifer Kompost tötet Setzlinge.

In die Redaktion von «AiF. Datscha» kam ein Brief, in dem ein Leser um Hilfe bat. Der Einwohner von Stawropol, Juri Iwaschuta, erzählte Folgendes:

«Im vergangenen Jahr habe ich ein Beet mit der Grabenmethode vorbereitet, es fast vollständig mit Humus gefüllt und in die gedüngte Erde Paprikasetzlinge gepflanzt und mit Folie abgedeckt. Es stellte sich jedoch heraus, dass ich mehr Setzlinge hatte als erwartet, also habe ich sie zusätzlich in den Zwischenreihen platziert, mit der Absicht, sie später anstelle der schwachen Pflanzen umzupflanzen oder an Bekannte zu verschenken. Nach einiger Zeit bemerkte ich eine interessante Besonderheit: Die in den Zwischenreihen gepflanzten Paprikas entwickelten sich deutlich schneller als diejenigen, die in der gedüngten Erde wuchsen.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der Humus das Pflanzenwachstum hemmte, da er nicht vollständig verrottet war. Deshalb werde ich ihn dieses Jahr nicht in die Pflanzrillen, sondern in die Zwischenreihen einbringen. Auf diese Weise sind die Nährstoffe für die Pflanzen später verfügbar, wenn ihr Wurzelsystem ausreichend entwickelt ist.

Im Jahr zuvor habe ich auch Tomatensetzlinge gezogen. Ich pflanzte sie direkt aus der Kiste an den endgültigen Standort unter Folie und düngte die Pflanzlöcher mit demselben unreifen, verrotteten Kompost und Asche. Nach einiger Zeit bemerkte ich jedoch, dass die Pflanzen, die zunächst kräftig aussahen, anfingen einzugehen.

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Zuerst dachte ich, es läge an Schädlingen. Nachdem ich die betroffenen Pflanzen ausgegraben hatte, stellte ich fest, dass der Stängel im Bereich des Kontakts mit der Erdschicht weich, angefressen oder zerquetscht schien. Ich begann, nach der Ursache zu forschen. Könnte es sein, dass der zur Düngung verwendete Kompost nicht vollständig verrottet war, was die Fäulnis des Wurzelsystems und der Stängelbasis verursacht haben könnte?»

Es antwortet Agronom und Biologe Agronom:

«Sie haben völlig richtig bemerkt: Humus, besonders wenn er nicht vollständig verrottet ist und nicht mit Erde bedeckt wird, kann tatsächlich junge Wurzeln schädigen. Wenn Humus direkt in die Pflanzlöcher gegeben wird, muss er unbedingt mit einer Erdschicht bedeckt werden, um direkten Kontakt mit dem empfindlichen Wurzelsystem zu vermeiden. Andernfalls kann es zu Verbrennungen oder Fäulnis der Wurzeln kommen.

Eine gute Lösung ist die Einbringung von Humus in die Zwischenreihen. Auch Befürworter des ökologischen Landbaus empfehlen, ihn auf der Beetoberfläche zu verteilen und mit Mulch abzudecken. Man kann zusätzlich mit einer dünnen Erdschicht (ca. 3 cm) bedecken, um die Auswaschung von Stickstoff zu vermeiden.

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