Frühling ohne Sorgen. Wie bereiten Sie Ihren Garten auf die neue Gartensaison vor?

Die Hauptarbeiten im Garten sind in der Regel bereits abgeschlossen, aber ein echter Gärtner hört nicht auf, sich auf die nächste Saison vorzubereiten. Bevor Sie die Werkzeuge im Schuppen verstauen, sollten Sie mit einem aufmerksamen Blick über das Grundstück gehen.

Ernte und Lagerung von Wurzelgemüse

Viele Wurzelgemüse (Karotten, Pastinaken, Knollensellerie) wachsen bis zum Frost weiter. Sie müssen sie vor dem anhaltenden Kälteeinbruch ernten. Graben Sie das Wurzelgemüse nicht mit dem Spaten aus (so können Sie es beschädigen) – besser mit der Grabegabel. 

Sie können sie im Keller in perforierten Plastiktüten lagern: Vor der Einlagerung sortieren Sie die Wurzelgemüse, kleine werden für den Treib von Grünzeug im Herbst/Winter verwendet. Die, die im Beet bleiben, werden mit Folie und organischem Material abgedeckt, um eine „Pyramide“ aus Schutz zu bilden. Wurzelgemüse in gefrorenem Boden erweist sich bei der Frühjahrsernte oft saftiger als im warmen Lager gelagertes. Deshalb lasse ich oft ein Drittel der Ernte direkt im Boden überwintern – Pastinaken und Petersilie überwintern ohne Abdeckung, Karotten decke ich leicht mit Blättern ab, und Rote Bete, Rettich und Sellerie decke ich sorgfältiger ab. 

Furchen und Pflanzlöcher

Im November sollten Sie vorbereitend Pflanzfurchen und -löcher (z.B. für Kürbis) anlegen und Dünger einarbeiten, indem Sie ihn gründlich mit der Erde vermischen. Im Frühjahr müssen Sie dann nur noch die Grenzen korrigieren, abgerutschte Erde entfernen und die Kulturen sofort pflanzen. Das Wichtigste ist, vorauszuplanen, welches Gemüse wo wachsen soll, um die Reihenabstände eindeutig berechnen zu können.

Nach dem Erscheinen der ersten Eiskruste, wenn die oberste Schicht leicht gefroren ist, können Sie auf dem Grundstück arbeiten – das Risiko, den Boden zu verdichten, ist minimal. Vergessen Sie nicht, die Reste des Krauts von Stauden und Einjährigen zu entfernen.

Gewächshäuser und Frühbeete

Wenn das Gewächshaus noch nicht abgebaut ist, ist es höchste Zeit, sich ernsthaft darum zu kümmern. Entfernen Sie die Pflanzenreste, nehmen Sie die Bindfäden ab, waschen Sie die Scheiben oder die Folie. Die Erde sollten Sie mit einer Lösung aus Kaliumpermanganat oder Phytosporin gießen, um mögliche Krankheitserreger abzutöten.

Siehe auch:
Haben Sie eine zusätzliche Hundert Quadratmeter? Wem werden die Datschen weggenommen?

Vergessen Sie nicht, in Frühbeeten mit Holzrahmen die Bretter mit einem Antiseptikum zu behandeln – viele Pilze überwintern ausgezeichnet genau auf dem Holz.

Wenn Sie das Gewächshaus ganzjährig nutzen, können Sie im November ein Mini-Beet mit Grünzeug anlegen – Petersilie, Salat, Radieschen. Dafür reichen eine Beleuchtung und eine Abdeckung aus.

Tipp: Öffnen Sie bei Gelegenheit die Türen oder Lüftungsklappen an einem sonnigen Tag – lassen Sie das Gewächshaus vor dem Winter gut durchlüften.

Garten auf der Fensterbank

Viele Gärtner möchten sich im Winter nicht von lebendigen Gemüse verabschieden und legen Mini-Gärten auf der Fensterbank an: Grünzeug, Kräuter, Gemüse. Es gibt Tomatensorten (z. B. «Krajowa», «Rosowaja Schemtschuschina») und selbstbestäubende Gurkensorten, die an Zimmerbedingungen angepasst sind. Scharfe Paprikasorten dienen oft auch als Zierpflanzen: ihre Farbe ändert sich mit der Reife, manchmal erscheinen violette und rosa Flecken (z. B. die Sorte «Sirenewij Tigrjonok»). In den letzten Jahren sind süße Zimmerpaprikasorten aufgetaucht: «Okonnoje Tschudo», «Ostrow Sokrowischtsch», «Banan Sladkij».

Ohne großen Aufwand wachsen auf der Fensterbank Salate, Gewürzkräuter, mehrjährige Zwiebeln. Oft treibt man Grünzeug aus Wurzelgemüse, auch aus gekauftem: grüne Zwiebeln, Knoblauch, Wurzelpetersilie, Pastinake, Sellerie und sogar Rote Bete und Karotten. Unter Zimmerbedingungen wird das Grünzeug saftig, aromatisch und eignet sich als Würze für verschiedene Gerichte.

Übrigens

November ist eine gute Zeit, um den Komposthaufen in Ordnung zu bringen. Werfen Sie ihn um, fügen Sie trockene Blätter, Asche, etwas Erde hinzu. Denken Sie daran: In den Kompost kommt nur organische Substanz ohne Spuren von Krankheiten, Chemikalien und Giftstoffen. Man kann ihn mit altem Linoleum abdecken — damit die Nährstoffe nicht ausgewaschen werden.

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?