Es kommt vor, dass auf dem Grundstück viele Elemente vorhanden sind, der Garten aber trotzdem «nicht wirkt». Das liegt daran, dass ein solcher Garten keinen Stil hat. Wir betrachten 4 moderne Stile, die noch neu sind.
Inhaltsverzeichnis:
1. High-Tech
Ein betont moderner Stil. Man sollte ihn nicht als zu «technogen» betrachten. Es handelt sich vielmehr um einige technische «Repliken», die in die natürliche Umgebung eingefügt werden. Die technischen Elemente sollen den Kontrast bilden, der die Schönheit der lebendigen Landschaft noch mehr hervorhebt, und die Landschaft wiederum betont die Originalität der technischen Ergänzungen und modernen Materialien.
Ein Garten im High-Tech-Stil — ist ein «mutiger» Garten, denn hier sind die ungewöhnlichsten Lösungen angebracht, und vieles, was in anderen Stilen nicht akzeptabel wäre, kann hier sogar schmücken, zum Highlight werden. Insgesamt ist ein High-Tech-Garten — nicht «Metallteile» im Garten, der Sinn ist ein ganz anderer: Es sind genau die Hochtechnologien, und die können sehr unterschiedlich sein.
Ein Garten in diesem Stil — das sind moderne dynamische Formen, interessante, ungewöhnliche Konstruktionen und Accessoires. Lakonizität — sein Kennzeichen, gelungene und sehr einfache Lösungen wecken Bewunderung. Und noch etwas: In diesem Garten schadet ein wenig Humor nicht.
Grundelemente
- Grundmaterialien: gut bearbeitetes, texturiertes Holz und Beton.
- Zusätzliche Materialien: Glas, Metall, Polycarbonat, neue Verbundwerkstoffe.
- Kontraste.
- Maximale Beleuchtung, alle Objekte werden angestrahlt, sowie das Wasser auf dem Grundstück.
- Farbiges Licht.
- Ungewöhnliche Leuchten, LEDs.
- Farbige und weiße Kiesflächen.
- Pflasterungen in regelmäßigen geometrischen Formen.
- Ungewöhnliche Gewässer: in Form von das Grundstück durchquerenden «Kanälen», Gewässer in den Pflasterzwischenräumen, in Metall und Beton gefasst, mit «Inseln», Gewässer ungewohnter Formen.
- Glänzende holografische Elemente.
- «Spiel» mit der Farbe.
Planungsbesonderheiten
- Dynamische Formen.
- Grundstück-Studio, bedingte Unterteilung der Zonen.
- Vorhandensein von kleinen, «kammerartigen» Zonen.
- Viele Anleihen aus dem Interiordesign.
- Die Wege selbst sind gerade, aber ihre Anordnung ist zickzackförmig, diagonal oder kreisförmig.
- Geometrische Symmetrie, Asymmetrie oder deren Kombination, dabei visuell betont.
Farbgebung
- Helle Töne überwiegen.
- Hauptfarben: Weiß, Silber, Creme, Beigesand, Hellgrau, alle Grüntöne, Blau, Violett. -Akzente: Orange, Rot, Gelb, Schwarz.
Pflanzen
- Bäume: alle Arten — sowohl Zier- als auch Obstbäume. Aber es sind wenige und vorwiegend mit interessanter Form der Blätter und der Krone: Hänge-Birke, interessant geformte Eiche, Blaufichte, Zierapfel.
- Sträucher: Auswahl nach demselben Prinzip. Beispiel: rote Berberitze, Rhododendron.
- Stauden und Blumen: Hostas, besonders buntblättrige und gelbe, Farne, Rodgersie, Heidekraut, alle Gräser, Rhabarber, Artischocke, Mais, Ziersonnenblume, Cleome, grünblühende Pflanzen, Kniphofia, Scharfer Mauerpfeffer und andere Arten, Rittersporn, große Dahlien, Kosmee.
- Für die Vertikalbegrünung: Wilder Wein, Actinidia, Zitronengras, Zier- und Gemüsebohnen, Kürbis, hochwachsende Tomaten, Kapuzinerkresse.
Zubehör
- Pflasterung aus großen Platten.
- Farbige Betonpoller.
- Wellblech, Gitter, Rohre für die Zaunherstellung.
- Glaselemente.
- Dekoration von Beeten mit Kugeln oder Würfeln aus Stein, Keramik oder Glas.
- Farbiger Kies.
- Vinyl-Spiegelfliesen für Accessoires.
- Verwendung von Computer-Laserdiscs — sie dienen dazu, der Beleuchtung eine Besonderheit zu verleihen, daraus werden Gartentrennwände hergestellt, damit werden Blumenbeete und Baumscheiben geschmückt.
- Moderne abstrakte Skulptur.
- Stahlbehälter für Pflanzen, Metallbefestigungen für Dekoration.
- Perforiertes Metall.
- «Techno-Teich».
- Ungewöhnliche Nutzung von Gegenständen.
2. Gartenminimalismus
Das Motto dieses Stils: «Lakonisch, einfach, ausdrucksstark». Dennoch ist gerade der Gartenminimalismus — einer der schwierigsten. Mit einem Minimum an Details muss man versuchen, ein Maximum an Bedeutung auszudrücken.
Es werden nicht nur geometrische Formen verwendet, fast keine Symmetrie, und das Wichtigste im Garten — die Komposition. Darin ähnelt der minimalistische Garten etwas dem japanischen. Hier sind nicht nur Linie, Form und Farbe wichtig, sondern auch, wie sie miteinander interagieren.
Grundelemente
- Pflasterungen mit besonders großen Platten.
- Podeste.
- Ein Gewässer — geometrisch geformt und erhöht, oft mit einem Wasser«kaskade».
- Holzterrasse.
- Minimum an Wirtschaftsgebäuden.
- Wahl eines einzigen Baumaterials für den gesamten Garten.
- Klare Formen und Linien.
- Geringe Anzahl an Details.
- Scharfe Kanten werden mit Bodendeckern dekoriert.
Planungsbesonderheiten
- Studio-Grundstück (keine offensichtlichen Grenzen).
- Die Zonierung des Grundstücks erfolgt am besten durch Höhenunterschiede.
- Die Linie und Form jedes Gestaltungselements sind maximal hervorgehoben.
- Ungewöhnliche Kombination von Elementen im Raum.
Farbgebung
- Hauptfarben hell: Silber, Creme, Weiß, Beige, Hellterrakotta.
- Ein bis zwei helle Akzente, nicht mehr. Ihre Farbe — nach Wahl.
Pflanzen
- Bäume: Ahorn, Säulenapfelbaum, Thuja, Blaufichte, Schwarzkiefer oder Weymouth-Kiefer, Säulenwacholder, Kastanie, Trauerbirke, Weide, Silberfichte. -Sträucher: Rhododendron, Schneebeere, Spierstrauch, Forsythie, Spierstrauch, Hortensie.
- Stauden und Blumen: Gräser und Seggen, Moose, Funkien, Rodgersien, Farne, Kniphofia, Canna, Ligularia, Sonnenblume, Bodendecker, Schwertlilien, Geranien, Primel, Tagetes, Frauenmantel, Kapuzinerkresse.
- Für die Vertikalbegrünung: Wilder Wein, Kürbis, Actinidia, Schisandra.
Zubehör
- Pavillon-Überdachung.
- Mehrstufiger Holzdeck.
- Große Findlinge.
- Mulch aus Schotter und Kies.
- Hochbeet.
- Vertikalbegrünung.
- Verwendung vorhandener Bordsteine als Möbel.
- Hängesitze.
- Geometrische Pflanzcontainer.
- «Eingebaute» Container.
- Kugeln, Spiegel.
- Große Kugelleuchten.
- Bambusstämme.
- Ungewöhnliche Gegenstände im modernen Stil.
3. Brutalismus
Dieser Stil lebt von scharfen Kontrasten. Vor allem Kontraste von Bildern, Formen, Texturen. Charakteristisch für diesen Stil sind Kombinationen von bewusst groben, brutalen Details mit zierlichen, filigranen Elementen. Sowie Kombinationen von «urtümlichen», groben Naturmaterialien mit betont modernen Gegenständen. Farbkontraste können dabei vorhanden sein oder auch nicht, es handelt sich eher um Kontraste von dunklen und hellen Tönen; allzu grelle Farben sind für diesen Stil nicht typisch.
Der Stil ist noch nicht weit verbreitet, wirkt originell und frisch. Er tarnt hervorragend verschiedene Mängel des Gartens. Aber gerade ein solcher Garten macht sofort den Eindruck, dass ein Designer daran gearbeitet hat.
Grundelemente
- «Wilder» Stein, Beläge nur aus Naturstein.
- Verkleidung der Gebäudewände mit Naturstein.
- Kiesel, Findlinge, Granitsplitt.
- Landschaftsgartenstil.
- Üppige Vegetation.
- Eine geringe Anzahl von Blumenbeeten, aber sie sind sehr üppig, mit einer Kombination von Sommerblumen und Stauden.
- Verwendung von Metallelementen, Gittern, Ketten.
- Gewässer sind von «natürlichen» Pflanzen umgeben.
- Holzkonstruktionen mit sehr dicken Pfosten.
- Pavillons in einfacher, etwas grober Form.
- Niedrige Podeste und «eingelassene» Terrassen.
- Sehr moderne, betont elegante Gartenmöbel.
- Leuchten modernen Designs.
- Elegante, aber vom Muster her einfache Schmiedearbeiten, Gitterelemente.
- Mosaik aus Glas oder Fliesen.
- Polycarbonat.
Planungsbesonderheiten
- Landschaftliche Gartengestaltung, aber nicht zu verspielt.
- Viele Pflasterungen.
- Fehlen klarer Zonengrenzen.
- Asymmetrie in der Gartengestaltung.
- Höhenunterschiede, künstlich oder natürlich.
Farbgebung
- Die Farben dieses Stils sind hauptsächlich aus der Naturpalette: Grau, Beige, Schwarzbraun, Grünlich, Terrakotta, Metallic-Grau, Nassasphalt.
- Unbedingt eine Kombination dieser Farben mit Weiß oder Creme.
- Kombination sehr dunkler Töne mit sehr hellen.
- Helle Farbtupfer — vereinzelt.
Pflanzen
- Bäume: Eiche, Ahorn, Ulme, Erle, Traubenkirsche, Kiefer, Fichte, Thuja, Hasel, Birke, auch einzelne Obstbäume können vorkommen.
- Sträucher: Schneebeere, Schneeball, Hortensie, Hybrid aus Johannisbeere und Stachelbeere, Geißblatt, Holunder, Hartriegel, Aronia (Schwarze Apfelbeere), Wilder Wein und Amurwein, Hopfen, Actinidia, Zitronengras, Berg-Waldrebe.
- Stauden und Blumen: Farne, Funkien, Rodgersie, Rhabarber, Astilbe, „Wald“-Zwiebelpflanzen, Schwertlilien, Glockenblumen, Eisenhut, Grasnelke, Seifenkraut, Steinkraut, Feuer-Nelke, Blauschwingel, Alpen-Astern, Gräser und Seggen. Des Weiteren verschiedene Rosen, Salbei, Lobelie, Stiefmütterchen, Spinnenpflanze, Rittersporn, Frauenmantel, Wolfsmilch, mehrjähriger Lein, Kamille, Kosmee, Storchschnabel, Nelke, Schafgarbe, Schleierkraut, Lilien, mehrjährige Astern, Lupinen.
Zubehör
- Dekorationen in Form von Steinkugeln.
- Steinskulpturen in geometrischer Form.
- Große Gartenfiguren.
- Stein-Barbecue.
- Gartenbrunnen aus Gusseisen.
- Seile, Ketten.
- Accessoires aus verzinktem Stahl.
- Elegante Metallgegenstände. - Treibholz. „Garben“ aus Zweigen in großen Containern.
- Gartenmöbel in Form von einfachen großen „Kissen“ oder „Säcken“.
4. Architekturstil
Dies ist ein sehr interessanter, philosophischer und kreativer Stil, der Name spiegelt nicht seine ganze Tiefe wider. Es ist sozusagen ein Versuch, Architektur mit der Sprache der Landschaft zu erzählen. Aber ein solcher Versuch muss individuell sein, man muss die grundlegenden Attribute verwenden und eigene hinzufügen. Also ist es einer der „spielerischsten“ Stile. „Architektonizität“ – das ist die Korrektheit der Formen, Klarheit, „Ingenieurskalkül“. Es ist unbedingt Harmonie, basierend auf dem Wissen der entsprechenden Gesetze und durch die Zeit geprüft. Im Garten dieses Stils gibt es viele Pflanzen und viele interessante „natürliche“ Ideen, nur sind sie sehr originell ausgedrückt. So etwas wird wirklich niemand haben!
Grundelemente
- Betonte geometrische Formen und Linien.
- Viele Materialien mit betont unterschiedlichen Texturen: Naturstein, Ziegel, Vibrationsguss, Betonplatten, Dachziegel, Kies.
- Maximale Anzahl an Pflasterungen unter allen Stilen.
- Gewässer in geometrischen Formen.
- Skulpturen verschiedener Stilrichtungen.
- Gewässer in geometrischer Form, erhöhte Bordüren-Gewässer, Kanal-Gewässer.
- Regelmäßige Rasenflächen, deren Form durch eine Bordüre aus Pflanzen betont wird.
- „Architektonische“ Pavillons und Pergolen.
- Module im Garten.
- Viele Dekorationsgegenstände mit entsprechender Stilisierung.
Planungsbesonderheiten
- Geometrische Linien in der Planung, sie erinnert an eine Zeichnung.
- Klare Zonierung des Grundstücks.
- Die meisten Wege sind gerade.
- Ständige Wiederholung verschiedener Landschaftselemente. Charakteristisches Merkmal – das Thema muss in mehreren Elementen wiederholt werden, es soll so ein gewisser Rhythmus entstehen. (Quadratische Bordüre – quadratisches Gewässer – Quadratmuster am Zaun – rechteckige Pflasterelemente usw.)
- Symmetrie ist in mindestens einer Zone erforderlich.
Farbgebung
- Helle und nuancierte Farbpalette (Farbtöne derselben Farbe).
- Weiß, Sand, Creme, Hellgrau, Blass-Terrakotta, Silber.
- Leuchtende einzelne Akzente: Rot, Gelb, Orange, Violett, Blau.
Pflanzen
- Bäume: Eiche, Kastanie, Haselnuss, Pappel, Linde, Ulme, Pflaume, Säulenapfelbaum, Ahorn, Kiefer, Zeder, Lärche, Fichte, Tanne, alle Formen von Thuja, säulenförmige Wacholder.
- Sträucher: Rhododendren, Berberitzen, Liguster, Akazie, Schneebeere, Schneeball 'Boule de Neige', Hortensie, Beeren-Stammsträucher, Wilder Wein.
- Stauden und Blumen: Funkien, Farne, Brunnera, Taglilien, Johanniskraut, Wolfsmilch, Rodgersie, Rhabarber, Gräser, Schilf, Astilbe, Ligularia, Helenium, Rudbeckia, Echinacea, Dicentra, Parkrosen, Sonnenblume, Topinambur, Kapuzinerkresse, Lupine, Fingerhut, Zierkürbis, Clematis, Schwertlilien, große Zwiebelpflanzen.
Zubehör
- Auffälliges Pflaster in geometrischen Formen, Verwendung verschiedener Farben im Pflaster.
- Bordüren.
- Hochbeete, deren Form die Form der Terrasse oder des Weges wiederholt.
- Bordürenbänke, Bänke — Stützmauern, Nischenbänke (natürlich mit entsprechenden Sitzauflagen).
- Gartenschirme, Netze, Gitter — mit verschiedenen wiederkehrenden architektonischen Elementen.
- Geschorene Hecken.
- Säulen und Halbsäulen.
- Bögen, Obelisken, Kugeln: in Steinoptik, metallisch, gläsern oder verspiegelt.
- Pflanzgefäße mit klaren Formen.
- Gartenspiegel.