Gräser werden für Heu, Grünfutter, Silage und als Weide genutzt, und das Korn einiger Gräser ist gutes Kraftfutter.
Besonders hoch werden im Futterwert die Leguminosen geschätzt. 2 kg Klee- oder Luzerneheu werden vom Nährwert her 1 kg Haferkörnern gleichgesetzt. Verdauliches Protein ist im Heu der Leguminosen zu 6–11 % und mehr enthalten. Neben Eiweiß sind Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine vorhanden, die für das normale Wachstum und die Entwicklung der Tiere notwendig sind.
Außergewöhnlich groß ist die Rolle der mehrjährigen Gräser bei der Schaffung von langlebigen Saatweiden und Heuwiesen. Mehrjährige und einjährige Gräser bilden die Grundlage der Futterfruchtfolgen und des Grünfutterbandes.
Viele einjährige Gräser werden für Stoppelfruchtanbau und als Zwischenfrucht genutzt. Der zweite Aufwuchs der Gräser ist ein hervorragendes Grünfutter und gutes Ausgangsmaterial für die Silierung. Klee, Esparsette und einige andere Gräser sind wertvolle Bienenweidepflanzen.
Futtergräser, insbesondere mehrjährige, wirken sich sehr positiv auf die Bodenfruchtbarkeit aus. Alle Leguminosen reichern den Boden mit biologischem Stickstoff an. Die Felder sind nach dem Gräseranbau bei hohen Erträgen fast immer frei von Unkraut.
Die Grasschicht dient als wertvolle Vorfrucht für Industrie-, Getreide- und Gemüsekulturen und als zuverlässiges Mittel im Kampf gegen Bodenerosion.
Einige Gräser, wie Lupine, Serradella, Steinklee, werden zur Gründüngung angebaut. Bei Bewässerungslandwirtschaft verhindern Luzerne und Steinklee die Bodenversalzung.
Der wirtschaftlich-agrotechnische Effekt des Anbaus mehrjähriger Gräser ist nicht überall gleich.
Futtergräser (Leguminosen und Gräser) werden nach der Lebensdauer in mehrjährige und einjährige Pflanzen unterteilt.