Frühlingsaufruf. Top-7-Gemüsesorten für die früheste Aussaat im Freiland.

Die früheste Frühjahrsaussaat auf ein kaum schneefreies Beet (während auf den anderen noch Schnee liegt), ohne Rücksicht auf nächtliche Kälte, lässt viele Gärtner, insbesondere Anfänger, nicht los. Ja, grundsätzlich können auch Neulinge unter solchen Umständen auf Erfolg hoffen. Man muss nur die richtige Auswahl dafür treffen. Aus was kann sie bestehen – das klären wir mit einem Experten.

Antwortet Agronom Pjotr Sinkowski:

— Der frühe Frühling ist eine Extremsituation für Pflanzen, nur wenige von ihnen sind in der Lage, die ziemlich harten Bedingungen zu ertragen: noch für die meisten Kulturen nicht ausreichend erwärmten Boden, nächtliche Minustemperaturen usw. Die Auswahl ist also nicht allzu reichhaltig, aber man kann auch nicht sagen, dass sie äußerst bescheiden ist.

Als Nummer eins kann man getrost den Mangold betrachten, auch bekannt als Blattmangold. Mangold ist äußerst anspruchslos, verträgt problemlos ziemlich empfindliche Schwankungen von Plus auf Minus und zurück, ist nicht allzu anspruchsvoll an den Boden und erfordert minimale Pflege.

Viele Gärtner bevorzugen unter den Erstlingen der Aussaat ins Freiland Erbsen, und ich unterstütze sie darin. Erstens: je früher man sät, desto schneller die Ernte, und zweitens stehen Erbsen dem Mangold in der Fähigkeit, Kälte zu widerstehen, kaum nach. Erbsensamen erwachen bereits bei +1 °C, entwickeln sich schon bei +4 °C prächtig, und die Keimlinge können sogar -10 °C verkraften.

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Als Nächstes folgen in meiner persönlichen Rangliste Pastinaken, Petersilie (Wurzel- und Blattpetersilie), Dill und Fenchel. Etwas darunter — Rettich. Ja, seine ultraspäten Sorten sind für extreme Aussaaten durchaus geeignet, aber Kälte unter minus 4 Grad ist dennoch nichts für ihn.

Mit Möhren spiele ich nicht, obwohl viele sie in dieser Liste der Kandidaten für die frühe Aussaat sehen, aber nur, weil ich Wintersaaten bevorzuge, da die „schnellen“ Möhren nicht lange lagerfähig sind.

Einige schaffen es, auch ultraspäte Kartoffelsorten in die Extremliste aufzunehmen, aber meiner Meinung nach ist der Aufwand nicht lohnenswert. Viel Mühe – insbesondere kommt sie ohne Abdeckung und zusätzliches Anhäufeln nicht aus, und die Ernte fällt am Ende sehr mäßig aus.

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