Pfützen und Mäuse. So überprüfen Sie die Datscha vor Saisonbeginn

Eine den Winter über ungenutzte Datscha kann ihren Besitzern oft viel Ärger bereiten. Geplatzte Rohre, verzogene Fensterrahmen, undichte Dächer, defekte Elektroinstallationen — all dies kann eine teure Reparatur erfordern. Aber wenn man alle Probleme bereits im Frühling, bei einem der ersten Besuche auf dem Landgut, erkennt, lassen sich die Probleme mit geringem Aufwand und zu geringeren Kosten beheben. Auf Bitte von den leitenden Planungsingenieur der Firma ROKVUL, Andrei Petrow und Gründer und Geschäftsführer der Firma GLAWSNAB, Fjodor Wassiljew haben sie eine einfache und verständliche Checkliste für jeden Datscha-Besitzer erstellt.

1) Untersuchen Sie das Fundament. Die Bodenplatte und der Sockel sollten intakt sein, ohne Risse und ohne Überschwemmungen. Eine Fundamentreparatur ist aufwendig und teuer und kostet mehrere Tausend Euro. Wenn daher Anzeichen von Beschädigungen auftreten, sollten diese so schnell wie möglich behoben werden. Es ist wie mit einem kranken Zahn: Eine rechtzeitig gesetzte kleine Füllung ist viel besser, einfacher und billiger als eine Krone oder ein Implantat, die in fortgeschrittenen Fällen eingesetzt werden.

Wenn das Haus auf Pfählen, Säulen oder einem Rollfundament steht, überprüfen Sie, ob sich dort über den Winter ein Tier eingenistet hat.

2) Untersuchen Sie die Wände. Oft kommt es vor, dass sich im Winter die Verkleidung löst und in Wänden mit Siding- oder Holzverkleidung Risse entstehen. Diese sollten beseitigt werden – zumindest um eine Beschädigung der Dämmung zu vermeiden. Und es wird auch weniger ziehen.

3) Untersuchen Sie das Dach. Die darauf liegende Schneeschicht könnte das Dach eingedrückt haben. Daher muss sichergestellt werden, dass es keine Beulen gibt. Überprüfen Sie sorgfältig die Schrauben, mit denen das Dachmaterial befestigt ist. Dies sind die häufigsten Stellen für Undichtigkeiten. Untersuchen und reinigen Sie die Dachrinnen, schauen Sie in die Ofen- und Lüftungsrohre. Falls nötig, reparieren oder reinigen Sie diese.

4) Die Veranda. Sie ist schlechter als andere Elemente des Hauses vor Niederschlag geschützt, daher können dort Risse im Beton entstehen, Bretter verrotten und die Konstruktion lockert sich. Haben Sie etwas bemerkt? Dann bringen Sie alles in Ordnung.

5) Fenster und Türen. Hier gibt es zwei wichtige Punkte. Ein verzogenes Fenster oder eine verzogene Tür ist eine Stelle für Wärmeverlust. Es entstehen Ritzen, durch die Zugluft eindringt und der Raum auskühlt. Diese können mit frostbeständigem Montageschaum oder Dichtmittel beseitigt werden. Tür- und Fensterscharniere müssen im Frühjahr unbedingt geschmiert werden. Eine Flasche universelles Schmiermittel kostet 2-3 € und ist in jedem Baumarkt erhältlich. Es reicht locker für das ganze Haus.

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6) Fußboden und Winkel. Im Winter siedeln sich in Datschen häufig Nagetiere an: Mäuse und Ratten. Ihre Anwesenheit erkennt man leicht an Kot, angenagten runden Gängen in Wänden und Ecken, angebissenen Lebensmitteln, falls diese im Haus zurückgelassen wurden, und auch die Tiere selbst fallen einem gelegentlich ins Auge. Mit Nagetieren zu leben ist zumindest unangenehm und aus hygienischer Sicht recht gefährlich. Außerdem fressen sie oft Dämmstoffe – das einzige Material, das ihnen nicht schmeckt, ist Steinwolle. In den entstehenden Hohlräumen sammelt sich Kondenswasser, das dazu führen kann, dass Holz verrottet oder sich Pilze und Schimmel bilden. Gegen die schwänzigen Besatzer kann man auf altmodische Weise mit einer Katze vorgehen, mit Fallen und Gift oder mit einem speziellen akustischen Vertreiber.

7) Elektroinstallation. Schalten Sie die Sicherungen ein und vergewissern Sie sich, dass alle Lampen und Steckdosen unter Spannung stehen. Wenn im Haus ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) installiert ist, nehmen Sie sich die Zeit, die Taste „Test“ an jedem Gerät zu drücken. Falls eine Erdung vorgesehen ist, muss auch diese geprüft werden. Dazu benötigen Sie eine Fassung mit einer gewöhnlichen Glühlampe (keiner LED) und zwei Drähten. Beim Anschluss an Phase und Erde leuchtet dieser Tester genauso hell wie bei normalem Anschluss an Phase und Nullleiter, oder der FI-Schutzschalter löst aus. In beiden Fällen kann der Test als erfolgreich bestanden gelten.

8) Wasserversorgung und Heizungssystem. Untersuchen Sie die Rohre und Schläuche auf dem Grundstück – ob alles intakt ist und keine offensichtlichen Brüche vorhanden sind. Befüllen Sie das Heizungssystem mit Wasser und lassen Sie die Luftblasen entweichen. In jedem Haus gibt es in der Regel ein eigenes Geheimnis, wie man alle Blasen ablässt – meist helfen die offenen Endhähne an den Heizkörpern. Danach muss das System ein paar Stunden in Ruhe gelassen werden. Anschließend überprüfen Sie es auf Undichtigkeiten. Wenn alles in Ordnung ist, können Sie den Warmwasserbereiter in Betrieb nehmen.

9) Grundstück. Während das Haus sich aufheizt, ist es an der Zeit, sich um das Grundstück zu kümmern. Harken Sie das Laub des Vorjahres zusammen, entfernen Sie herabgefallene Äste und sägen Sie ab, was vertrocknet ist. All dies kann später in einem speziellen Fass oder einem Grill verbrannt werden, und die Asche kann als Dünger für Beete und Blumenbeete verwendet werden.

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