Was ist am besten für Bäume? Herbstschnitt des Gartens – alle Vor- und Nachteile

Wie ist es für die Pflanze sicherer?

Das Hauptprinzip ist, die natürlichen Wachstumsrhythmen nicht zu stören. Der Baum muss seine Triebe rechtzeitig auf den Winter vorbereiten, damit sie ausreifen und nicht unter der Kälte leiden.

In südlichen Regionen, wo der Sommer lang und mild ist, behalten die Pflanzen ihre Aktivität fast bis zum Herbst. Daher wird hier der Rückschnitt nicht nur im Herbst, sondern auch im Sommer — im Mai-Juni — durchgeführt. Zu dieser Zeit sind schwache und kranke Äste sowie Zuwächse gut zu erkennen, die gekürzt werden können, ohne dem Baum zu schaden.

Der herbstliche und sogar winterliche Rückschnitt ist im Süden unbedenklich — es gibt keine starken Fröste, und das Holz leidet nicht. Im Frühjahr gibt es jedoch eine kurze Zeitspanne, in der ein Eingriff äußerst unerwünscht ist — das sind zwei bis drei Wochen vom Anschwellen bis zum Aufbrechen der Knospen. In dieser Zeit ist der Saftfluss maximal aktiv, und die frischen Schnittstellen beginnen zu «weinen». Aber sobald die Blätter erscheinen, stabilisiert sich der Prozess.

Somit kann der Rückschnitt in südlichen Breiten fast das ganze Jahr über durchgeführt werden, außer im April, Juli, August und September. Ein starker Spätsommer-Rückschnitt kann das Wachstum junger Triebe fördern, die bis zum Winter nicht verholzen können.

In Sibirien und der Nicht-Schwarzerde-Region, wo der Sommer kurz und die Fröste lang anhaltend sind, ist der Ansatz anders. Hier wachsen die Bäume langsam, daher wird der Rückschnitt nicht jährlich, sondern alle zwei Jahre durchgeführt. Ein herbstlicher Eingriff würde die Pflanzen vor der Überwinterung schwächen — eine ausgelichtete Krone ist schlechter vor Wind und Frost geschützt. Die optimale Variante ist der frühe Frühling, vor Beginn des Saftflusses.

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Wie ist es für den Gärtner bequemer?

Es gibt auch eine praktische Seite der Frage. Im Herbst ist die Arbeit im Garten geringer, im Frühjahr dagegen herrscht echter Stress: Setzlingspflege, Aussaat, Mähen, Pflege der Beete. Daher bevorzugen die meisten Gärtner den Herbst-Rückschnitt — er ermöglicht es, die Bäume in Ruhe in Ordnung zu bringen, während es keine Eile und Zeitnot gibt.

Im Herbst geschnittene Äste lassen sich bequem sofort zu Hackschnitzeln oder Mulch verarbeiten und unter Sträuchern, Bäumen und Beeten auslegen. Im Winter und zeitigen Frühjahr verrottet dieses organische Material teilweise, reichert den Boden an und unterdrückt Krankheitserreger. Bis Mai wird es zu einer natürlichen Nahrung und Schutzschicht für die Wurzeln — ein effektiver Winterschutz.

Was tun mit Weinreben?

Bei Weinreben ist die Sache eindeutig: Ein Herbst-Rückschnitt ist obligatorisch. Ohne ihn lassen sich die langen Reben nicht abdecken. Die Arbeiten werden nach den ersten leichten Frösten durchgeführt, wobei ein kleiner Vorrat — etwa ein Drittel überzähliger Augen — für den Fall von Erfrierungen belassen wird. Im Frühjahr werden die überschüssigen Triebe entfernt, um die Belastung des Stocks zu regulieren.

Wichtig!

Die Wahl des Rückschnittzeitpunkts hängt vom Klima und der Verfügbarkeit des Gärtners ab.

Im Süden — fast das ganze Jahr außer in den heißen Monaten. In der Mittelzone und in den nördlichen Regionen — im frühen Frühling. Und im Herbst, wenn die Hauptarbeiten abgeschlossen sind, können Sie sich in Ruhe mit der Gartengestaltung befassen und die Pflanzen auf die nächste Saison vorbereiten.

Die Hauptregel bleibt dieselbe — Sie sollten nicht gedankenlos schneiden, sondern verstehen, warum und wozu jede Bewegung der Gartenschere dient.

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