Im Gespräch mit Andrej Tumanow, dem Vorsitzenden des Moskauer Gärtnerverbandes, erzählte er, dass die wichtigsten Hausrezepte, die jetzt, bei schlechtem, feuchtem und kühlem Wetter alle anwenden, um die Ernte vor Krautfäule zu schützen, die Pflanzen nur schädigen. Zusammen mit dem Agronomen haben wir eine Liste der nutzlosen und schädlichen Mittel aus der Kategorie «selbst gemacht» erstellt.
1. «Milch muss mit Jod verdünnt, gründlich umgerührt und die Blätter und Stängel der Nachtschattengewächse mit der Mischung besprüht werden.»
Es werden unterschiedliche Verhältnisse dieser Zutaten genannt. Wir führen sie hier bewusst nicht auf. «Das ist einfach so ein Gärtner-Quatsch», — bemerkt Tumanow. Nach Worten des Experten wird das die Pflanze nicht töten, aber auch keineswegs vor Krautfäule schützen. Und auf die klebrige Milch werden die Insekten mit Freude fliegen, sobald der Regen aufhört.
2. «Gießen Sie Tomaten und Auberginen mit einer Sodalösung — und Krautfäule wird es auf ihnen nicht geben.»
«Das ist ein schreckliches Rezept, regelrechte Schädlingsarbeit. Dabei schreibt man im Internet, dass es angeblich den Ertrag steigern, vor Schädlingen schützen und Krautfäule vertreiben würde, — der Experte breitet die Arme aus. — Nichts dergleichen wird passieren.» Nach Worten Tumanows werden nicht alle Pflanzen eine solche Bewässerung überhaupt überleben, insbesondere eine systematische, denn Soda ist für Pflanzen — ein Gift. Und Sie gießen mit Ihren eigenen Händen Ihre gezogenen Pflanzen mit einer giftigen Mischung!
3. «Wenn Sie Krautfäule an Tomaten oder Kartoffeln fürchten, gießen Sie sie mit Bier. Nehmen Sie am besten helles Bier.»
«Was für ein schädlicher Ratschlag aus der Reihe „macht es andersherum“, — wundert sich Tumanow. — Die Sache ist die, dass Bier und Bierhefe generell ein Nährboden für diesen Erreger sind. Mit Bier begossene Pflanzen werden eher an Krautfäule erkranken als diejenigen, die man einfach in Ruhe gelassen hat.»