Viele denken, dass man das Gewächshaus nur lüften muss, wenn es draußen heiß ist. Das ist nicht so — bei Regenwetter kann das Lüften sogar noch wichtiger sein als bei Hitze. Agronom Wassili Stepanow hat in einem Gespräch mit erzählt, wie man die Frühbeete und Gewächshäuser jetzt richtig lüftet und warum man das tun sollte.
Sie ruinieren die Ernte selbst mit Ihren eigenen Händen.
«Wenn Sie bei feuchter und nasskalter Witterung das Gewächshaus nicht lüften, steigt die Wahrscheinlichkeit von Pilzkrankheiten bei den Pflanzen um das Zehnfache», meint der Agronom. Der Grund ist, dass selbst das beste Gewächshaus nicht dicht ist — Feuchtigkeit gelangt trotzdem hinein. Auch durch den Boden kommt sie hinein. Und wenn es keine Luftbewegung gibt — steht die Luft. Bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit entwickeln sich Pilze wie Phytophthora sofort!
Außerdem werden wahrscheinlich schnell die Pflanzenwurzeln faulen — egal, ob sie unter Mulch sind oder nicht. Mulch kann die Situation in diesem Fall sogar verschlimmern. «Außerdem wird es den Pflanzen bei zu hoher Luftfeuchtigkeit buchstäblich schwerer zu atmen, es entsteht Sauerstoffmangel im geschlossenen Raum», bemerkt Stepanow.
Weit öffnen — ist auch keine Methode.
Wenn es draußen kälter als +15°C ist, öffnen Sie das Fenster nur auf einer Seite zur Spaltlüftung, rät unser Experte. Wenn Sie Durchzug verursachen, erfrieren die Pflanzen.
Am besten öffnen Sie die Tür oder das Fenster im Gewächshaus direkt nach dem Regen, und das sehr vorsichtig und allmählich. Bei warmer Luft, über +16…+17°C, ist es zulässig, die Fenster auf beiden Seiten zu öffnen — so wie Sie es normalerweise bei heißem Wetter tun.
Der Agronom rät, die unteren Blätter der Pflanzen abzureißen, wenn die Pflanzungen im Gewächshaus zu dicht sind — das hilft, dass die Feuchtigkeit nicht steht und die Stängel nicht zu faulen beginnen.