Bodenbearbeitung vor der Aussaat

Die Vorsaatbodenbearbeitung umfasst: Feuchtigkeitserhaltung, Schaffung günstiger Bedingungen für gleichmäßiges und vollständiges Auflaufen der Samen, Wachstum und Entwicklung der landwirtschaftlichen Kulturen sowie Unkrautvernichtung.

Das System der Vorsaatbodenbearbeitung umfasst das Schließen der Feuchtigkeit (frühjährliches Eggen), Kultivierung, Walzen usw. Das Schließen der Feuchtigkeit wird zu Beginn der Frühjahrsfeldarbeiten durchgeführt, sobald der Boden die physikalische Reife erreicht hat (der Boden verschmutzt nicht, klebt nicht, lässt sich gut bearbeiten).
Diese Maßnahme wird in kürzester Zeit durchgeführt, da der Boden im Frühjahr schnell austrocknet und dabei eine erhebliche Menge Feuchtigkeit verliert (160-180 t/ha Wasser pro Tag), was den Ertrag landwirtschaftlicher Kulturen drastisch senkt.

Zur Feuchtigkeitserhaltung werden Eggen und Schleppen eingesetzt. Auf verdichteten Böden werden im ersten Reihenzug des Aggregats Eggen und im zweiten — Schleppen platziert. Auf strukturierten Böden, die im Winter weniger verdichten und verschlämmen, werden im ersten Reihenzug Schleppen und im zweiten — Eggen platziert. Die Hauptanforderung beim Schließen der Feuchtigkeit ist das Einebnen und Lockern der Bodenoberfläche ohne Fehlstellen. Um dies zu erreichen, muss das Schließen der Feuchtigkeit in zwei Spuren (zwei Durchgänge des Aggregats) durchgeführt werden.

Die nächste Maßnahme der Vorsaatbodenbearbeitung ist die Vorsaatkultivierung, bei der günstige Bedingungen für die Aussaat der Samen und das gleichmäßige Auflaufen der Keimlinge geschaffen werden. Für frühreife Getreide- und Hülsenfrüchte wird in der Regel eine Vorsaatkultivierung in der Tiefe der Saatablage durchgeführt.

Siehe auch:
Wiederholungs- und Verdichtungssaaten

Für späte Sommerungen (Mais, Buchweizen, Hirse usw.) werden vorzugsweise zwei Kultivierungen durchgeführt: die erste in einer Tiefe von 10-12 cm mit gleichzeitigem Eggen und die zweite — in der Tiefe der Saatablage. In Gebieten mit ausreichender Feuchtigkeit auf schweren Böden, die im Herbst-Winter-Zeitraum verdichten und verschlämmen, wird eine Nachbearbeitung der Herbstfurche auf 14-16 cm oder eine tiefe Lockerung mit Kultivatoren durchgeführt. Auf strukturierten, gelockerten, unkrautfreien Böden beschränkt man sich vor der Aussaat von frühen Sommerungen auf das frühjährliche Eggen und Schleppen.

Um eine hochwertige Bodenlockerung in der erforderlichen Tiefe zu erreichen, Feuchtigkeitsverluste zu verringern und Unkraut zu vernichten, wird die Kultivierung mit Scharkultivatoren durchgeführt.

Bei trockenem Frühling ist zur Verringerung der Bodenverdunstung und für eine qualitativ hochwertige Aussaat, insbesondere von kleinkörnigen Kulturen (Hirse, Lein, mehrjährige Gräser usw.), die eine flache Saatablage erfordern, das Walzen eine wirksame Maßnahme der Vorsaatbodenbearbeitung. Besser sind Ringelstachelwalzen zu verwenden, nach deren Durchgang die Feldoberfläche locker bleibt und oft auf das Eggen verzichtet werden kann.

Es sollte kein zeitlicher Abstand zwischen der Vorsaatbodenbearbeitung und der Aussaat zugelassen werden, da dies zu erheblichen Feuchtigkeitsverlusten führt.

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