Wie werden Sie Blattwickler im Garten los?

Eine sehr aktuelle Frage für Mitte Juli. Derzeit haben Gärtner mit Wicklerfaltern zu tun, die gerade mit der Paarung beginnen, und der Schädling ist in diesem Stadium viel leichter zu bekämpfen, als wenn die Raupen schlüpfen. Bei ihrer Massenentwicklung wird es äußerst schwierig sein, die Apfelbäume zu retten. Was kann man also in den nächsten Tagen tun?

Antwortet der Agronom:

— Natürlich ist die Versuchung groß, Insektizide oder spezielle biologische Präparate einzusetzen, jedoch gibt es ein gewichtiges «Aber».

Die Apfelbäume tragen bereits reichlich Früchte, daher ist der Einsatz der genannten Mittel einfach unangebracht. Schon allein, um zu vermeiden, dass die Äpfel mit giftigen Stoffen getränkt werden. Und biologische Präparate sind übrigens keine Ausnahme. Daher sollte man andere Bekämpfungsmethoden wählen.

Ich wende eine extrem einfache, dafür aber sehr wirksame Methode an — einfache Fallen mit Ködern. Worin besteht sie?

Ich nehme leere Plastikflaschen von 0,5-1 Liter und schneide den oberen Teil ein — aber nicht ganz durch, sodass man sie am Hals aufhängen kann. Die Flasche sollte dabei einen Spalt offen sein. Noch besser ist es, wenn kein Regen in die Flasche eindringen kann: beim Zuschneiden den oberen Teil belassen, aber ein Stück der Seite ausschneiden, durch das die Schmetterlinge des Schädlings zum tödlichen Festmahl gelangen. Fülle die Flasche etwa zu 1/4 −1/3 ihres Volumens mit einem Köder, bestehend aus leicht vergorenen Äpfeln, Trockenfrüchten oder Brot, und übergieße sie mit Wasser, damit sie aufweichen. Über Nacht fallen dort die Wicklerfalter (und zugleich auch die Apfelwickler) hinein, die von überall her auf den Geruch zufliegen und im Sirup ertrinken. Morgens reinige ich die Falle, und sie ist wieder einsatzbereit.

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Den Köder bereite ich wie folgt zu: etwa 700 g unbrauchbare Äpfel oder Apfelschalen übergieße ich mit 1,5-2 Litern Wasser, bringe sie zum Kochen und lasse sie 20-30 Minuten kochen. Statt Äpfeln kann man Trockenfrüchte verwenden (ich nehme etwa 100 g). Nachdem die Flüssigkeit abgekühlt ist, gibt man ein Glas Zucker, etwa einen halben Liter Molke, etwas Brotkwas oder Kwas-Würze und einen Löffel Hefe hinzu. Sobald die Flüssigkeit zu gären beginnt, ist der Köder fertig. Diese Menge reicht für etwa 20 Fallen.

Man kann auch abgestandenen Kwas aus Roggenbrot oder Würze verwenden. Oder man kann Kwas wie üblich für sich selbst herstellen, und nachdem die Flüssigkeit abgegossen ist, zum verbleibenden Hefesediment Zucker, Brot und Wasser hinzufügen. Wenn die Flüssigkeit wieder gärt, mit Wasser verdünnen und auf Flaschen verteilen, um die Schmetterlinge anzulocken.

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