Gesünder als Karotten. Das Blattgrün — das ist kein Abfall, sondern ein wahrer Schatz für die Gesundheit.
Viele werfen das Karottenkraut weg. Zu Unrecht: Die «Blätter» enthalten sogar mehr nützliche Elemente als die «Wurzeln». Wir erklären ausführlich, wie man sie sammelt, konserviert und zubereitet.
Inhaltsverzeichnis:
Ernte auf den Beeten und Überwinterung
Im September erfreuen die Karottenbeete noch mit frischen, prallen Wurzeln. Mit der Ernte muss man sich keineswegs beeilen — die Karotten wachsen prächtig weiter, bis zum ersten Frost, an Gewicht und Saftigkeit zunehmend. Wichtig ist jedoch: Am besten erntet man sie bei trockenem Wetter. Andernfalls steigt das Risiko des Verfaulens während der Lagerung.
In den südlichen Regionen — den Gebieten Rostow, Donezk, Cherson sowie in der Region Krasnodar — lässt man einen Teil der Karottenernte oft direkt im Boden überwintern und gräbt im Frühling die süßen, saftigen Wurzeln aus. In den letzten Jahren hat sich diese Praxis auch in der Mittelzone bewährt. In milden Wintern reicht es, das Beet bei einsetzendem Dauerfrost mit einer 10 cm dicken Schicht aus Kraut und trockenen Blättern abzudecken. Dann kann man einen Teil der Ernte bis zum Frühling lassen, um frische, saftige und süße Karotten zu erhalten, während die Wurzeln im Keller zu dieser Zeit oft welk werden und an Geschmack verlieren.
Karottenkraut: vergessener Reichtum
Der Geschmack der Karotte selbst ist jedem bekannt, aber ihr grüner Teil — das Kraut — landet meistens auf dem Komposthaufen. Dabei war es in früheren Zeiten hochgeschätzt: Die zarten Blätter wurden zur Verzierung von Frisuren, Kleidern und Fächern verwendet, und in Europa nannte man sie sogar «Spitzen der Königin Anna».
Heute ist bekannt, dass Karottenkraut nicht nur eine Zierde ist, sondern auch ein wertvolles Nahrungsmittel. Man kann es in Suppen, Salate, Soßen geben, als aromatisches Kraut für Vorräte verwenden. Darüber hinaus besitzen Karottenblätter heilende Eigenschaften, und das war schon den antiken Ärzten bekannt.
Vitamine und Mineralien im Kraut
Wissenschaftler bestätigen: Im Karottenkraut stecken weit mehr Vitamine als in der Wurzel selbst.
- Vitamin A («Schönheitsvitamin») stärkt die Sehkraft, verbessert den Zustand von Haut und Haaren.
- Die B-Vitamine helfen, mit Stress, Schlaflosigkeit und Depressionen umzugehen.
- Vitamin C in hoher Konzentration stärkt das Immunsystem.
- Mineralien (Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen, Selen, Phosphor, Zink) unterstützen die Herzfunktion, stärken Knochen und Muskeln.
- Selen senkt das Risiko von Krebserkrankungen und ist in Kombination mit Zink besonders vorteilhaft für die Gesundheit des Mannes.
- Chlorophyll reinigt das Blut von Giftstoffen, verbessert den Stoffwechsel und fördert eine sanfte Gewichtsabnahme.
- Phytonzide unterdrücken das Wachstum von Bakterien, und der Saft des Karottenkrauts in Kombination mit Honig hilft bei Stomatitis und Halsentzündungen.
Medizinische Anwendung
Aus Karottenkraut werden Abkochungen, Tees und Säfte zubereitet.
Abkochung: 1 Esslöffel zerkleinerte Blätter mit 0,5 Liter kochendem Wasser übergießen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Wird zum Trinken, zur Wundspülung und zum Gurgeln verwendet.
Saft des Karottenkrauts: 2-mal täglich 1 Teelöffel einnehmen zur Stimulation der Hypophyse. In verdünnter Form zum Gurgeln bei Stomatitis und Herpes verwenden.
Kompressen aus frischen Blättern beschleunigen die Heilung von Wunden und Geschwüren.
Wintervorbereitung
Um das Grün für die kalte Jahreszeit zu bewahren, wählen Sie frische, saftige Blätter ohne Gelbfärbung.
Einfrieren: Das zerkleinerte Grün wird in Beuteln oder Behältern verteilt und in den Gefrierschrank gelegt.
Trocknung: Sie wird im Schatten und an einem luftigen Ort durchgeführt. Das getrocknete Kraut wird in Papiertüten oder Kartons an einem trockenen Ort gelagert.
In der Küche kann Karottenkraut eine wahre Entdeckung für die Hausfrau sein, daraus lassen sich schmackhafte und gesunde Gerichte zubereiten:
- Pfannkuchen mit grüner Füllung: Das Kraut, Frühlingszwiebeln und Dill anbraten, mit gehackten gekochten Eiern mischen und in die Pfannkuchen einwickeln.
- Vitaminpaste: Das überbrühte Kraut mit Knoblauch und Nüssen zerkleinern, Salz und Pflanzenöl hinzufügen. Es entsteht eine aromatische grüne Paste für Brot.
- Püreesuppe: Karottenkraut harmoniert hervorragend mit Kartoffeln und Wurzelgemüse und verleiht Suppen einen frischen, kräuterartigen Geschmack.
Karottenkraut ist kein Abfall, sondern ein wahrer Schatz für die Gesundheit. Es stärkt das Immunsystem, reinigt den Körper, hilft bei der Bekämpfung von Krankheiten und bereichert den Speiseplan. Versuchen Sie, während der Herbsternte einen Teil des Grüns aufzubewahren, und verwenden Sie es in der Küche und in der Volksmedizin.