Wann ist es am besten, Bäume und Sträucher zu pflanzen? Für viele Gehölze gilt der Frühling als zuverlässigere Zeit. Bei Beerenkulturen sieht die Situation jedoch anders aus. Die meisten Sträucher bewurzeln sich bei der Herbstpflanzung leichter und schneller. Wir erklären, wie es richtig gemacht wird.
Es wird empfohlen, Himbeeren und Sanddorn als einjährige Ableger zu pflanzen. Für die Pflanzung wird ein flaches Pflanzloch von etwa 30–40 cm Tiefe ausgehoben, der Boden gelockert und mit Erde vermischter Humus oder Kompost eingebracht. Wichtig ist, dass der Wurzelhals 8–10 cm unter dem Boden liegt — das fördert die Bildung neuer Triebe.
Die Himbeeren werden mit einer Mischung aus Erde und organischem Material (etwa ein halber Eimer Humus pro Strauch) bedeckt, dann wird der Boden leicht verdichtet, bewässert und mit Humus gemulcht. Der Abstand zwischen den Sträuchern beträgt — etwa 1 m.
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Heckenkirsche — nur im Herbst
Heckenkirsche sollte man ausschließlich im Herbst pflanzen. Dieser Strauch beginnt sehr früh mit der Vegetation. Eine Frühjahrspflanzung führt oft dazu, dass der Setzling in die Blütezeit gerät, was seine Einwurzelung hemmt.
Im Herbst können nicht nur Setzlinge, sondern auch Stecklinge gepflanzt werden. Nach der Überwinterung im Boden bilden sie im Frühjahr schneller Wurzeln und beginnen zu wachsen.
Johannisbeeren und Stachelbeeren
Johannisbeeren und Stachelbeeren können sowohl als Ableger als auch als Stecklinge gepflanzt werden. Die Herbstpflanzung von Stecklingen liefert besonders gute Ergebnisse. Dazu werden von ertragreichen Sträuchern einjährige Triebe von etwa 20 cm Länge mit 5–6 Knospen genommen. Der obere Schnitt wird schräg — direkt über einer Knospe, und der untere gerade — 2–3 cm unterhalb einer Knospe.
Die Stecklinge werden in einem Winkel von 45 Grad in den Boden gesetzt, wobei zwei Knospen über der Oberfläche bleiben. Die Erde wird verdichtet, damit sie fest am Trieb anliegt.
Vorteile der Herbstpflanzung
- Die Pflanzen leiden weniger unter der Umpflanzung, da das aktive Triebwachstum bereits abgeschlossen ist;
- Die Setzlinge können sich vor dem Winter einwurzeln und beginnen im Frühjahr sofort zu wachsen;
- Die Feuchtigkeit der Herbstregen hilft den Pflanzen ohne zusätzliche Bewässerung;
- Im Frühjahr kann sich der Gärtner anderen Arbeiten widmen, nicht nur dem Pflanzen.
Nachteile der Herbstpflanzung
- Strenge Winter können die Setzlinge vernichten, wenn sie zu spät gepflanzt oder nicht geschützt werden;
- Nagetiere schädigen im Winter die Rinde junger Bäume;
- Bei falscher Standortwahl kann der Boden während der Schneeschmelze durchnässt werden, und die Pflanze kann durch Nässe Schaden nehmen oder der Stamm durch gefrierendes Wasser beschädigt werden (um dies zu vermeiden, wird am Stamm der Setzlinge ein kleiner Hügel angelegt).
Häufige Anfängerfehler
- Zu späte Pflanzung — die Pflanze kann sich nicht mehr einwurzeln.
- Das Eingraben des Wurzelhalses bei Bäumen (bei Sträuchern ist es dagegen oft notwendig, ihn zu vertiefen!) — führt zu Fäulnis.
- Die Verwendung von frischem Dünger bei der Pflanzung — er verbrennt die Wurzeln.
- Fehlende Bewässerung — selbst im Herbst bei trockenem Wetter brauchen die Setzlinge Feuchtigkeit.
Gärtnertipps
- Auswahl der Setzlinge. Im Herbst ist es besser, Pflanzen mit offenem Wurzelsystem zu nehmen. Sie sind billiger und wurzeln nicht schlechter als Containerpflanzen, wenn man sie sofort einpflanzt.
- Bodenvorbereitung. Es ist ratsam, die Pflanzlöcher im Voraus vorzubereiten: damit die Erde absinken kann.
- Mulchen. Nach der Pflanzung ist es nützlich, den Boden um den Stamm mit Torf, Sägespänen oder Humus zu mulchen. Dies schützt den Boden vor Austrocknung und Frost.
- Frostschutz. Junge Sträucher können mit Reisig, Vlies oder einfach durch Aufschütten von Erde an der Basis abgedeckt werden.
- Berücksichtigung der Sorten. Einige Apfel-, Birnen- oder Kirschsorten sind winterhärter und eignen sich auch in nördlichen Regionen für die Herbstpflanzung.