Womit behandelt man Bäume am besten – mit modernen Wundverschlussmitteln oder mit Baumwachs?

Es gibt heute mehrere hundert Mittel zum Verschließen von Wunden an Gartenbäumen und Sträuchern, und ständig kommen neue hinzu. Selbstverständlich präsentiert sich jedes von ihnen als «das Wirksamste». Und wie soll man da nicht durcheinanderkommen? Wir klären das mit einem Experten.

Der Agronom Pjotr Sinkowski antwortet:

— Für den Anfang ist es wichtig zu verstehen: Heutzutage gibt es einfach nicht mehr den guten alten «einfachen Wundbalsam». Die Wundbalsame selbst unterscheiden sich bereits in Zusammensetzung, Konsistenz und so weiter. Ebenso wie die Wundkitte. Worin besteht ihr grundlegender Unterschied? Die Varianten der Wundbalsame enthalten größtenteils natürliche Bestandteile, während die Wundkitte diese mit synthetischen Komponenten kombinieren, beispielsweise mit Titandioxid, Dispersionen verschiedener Polymere und so weiter.

Außerdem lassen sich die Wundkitte — aufgrund des genannten Unterschieds in den Zusammensetzungen — leichter auftragen, trocknen schneller, sind weniger rissanfällig und lassen sich einfacher entfernen. Die natürlichen Bestandteile der Wundbalsame fördern jedoch eine bessere Wundheilung, auch wenn diese zeitlich länger dauert. Achten Sie daher bei der Wahl des Mittels auf die Zusammensetzung. Je natürlicher sie ist — desto besser. Für Bäume und Sträucher ist es sehr gut, wenn verschiedene natürliche Harze, Öle und Wachs enthalten sind. Auch das Vorhandensein von Paraffin und verschiedenen Bestandteilen von Erdölprodukten ist gut. Auf das Vorhandensein von beispielsweise Fungiziden oder anderen Heilmitteln in der Zusammensetzung sollten Sie sich hingegen nicht verlassen: Deren potenziell positive Wirkung wird in der Regel durch die übrigen Bestandteile neutralisiert.

Siehe auch:
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